Konflikt in Asien
: Südkorea: Nordkorea feuert über zehn Kurzstreckenraketen ab

Trotz jüngster Gesprächsangebote aus Seoul und Washington führt Nordkoreas Militärführung erneut Raketentests durch. Die Anzahl der Geschosse ist ungewöhnlich hoch.
Von
red/dpa
Pjöngjang/Seoul
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Die von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 27.01.2026 zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt nach Angaben von KCNA den Test von ballistischen Raketen an einem nicht genannten Ort. (Archivbild).

Uncredited/KCNA/KNS/dpa
  • Nordkorea feuert mindestens zehn Kurzstreckenraketen ab – laut Südkoreas Generalstab.
  • Alle Starts erfolgen nahe Pjöngjang, die Flugbahn führt ostwärts ins Japanische Meer.
  • Die Zahl gleichzeitiger Starts ist ungewöhnlich, ballistische Tests sind Nordkorea verboten.
  • Tests folgen auf Signale der Annäherung aus Seoul und Washington.
  • Trump verringert Manöver mit Südkorea und stellt ein Treffen mit Kim noch dieses Jahr in Aussicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mindestens zehn Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die Flugkörper sollen allesamt in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet sein, teilte der südkoreanische Generalstab laut der amtlichen Nachrichtenagentur Yonhap mit. Dass Nordkorea so viele Raketen gleichzeitig abfeuert, ist ungewöhnlich. Die Geschosse flogen demnach in östlicher Richtung ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer).

Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. 

Signale der Annäherung

Die Raketentests erfolgen nur wenige Tage, nachdem sowohl Südkorea als auch die USA deutliche Zugeständnisse an Nordkorea gemacht haben. So ordnete US-Präsident Donald Trump am Wochenende an, das seit Montag laufende gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Nordkoreas Machthaber. Am Mittwoch bejahte er dann vor Journalisten am Weißen Haus die Frage, ob er damit rechne, Kim noch in diesem Jahr zu treffen. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen.

Nordkorea reagierte dennoch mit Kritik. Kim Yo Jong, Schwester des langjährigen Machthabers, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch, Umfang und Dauer der Übungen zu verringern ändere nichts an deren „provokativem und offensivem Charakter“. Es handele sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea.