Leihmutter-Affäre
: Nach Spahn-Rücktritt: Union plant Schaltkonferenz der Bundestagsfraktion

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn beraten CDU und CSU über das weitere Vorgehen. Die Unionsfraktion plant dafür eine Schaltkonferenz in der Sommerpause.
Von
afp
Berlin
Spahn: ARCHIV - 21.02.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Jens Spahn, Vorsitzender der Unions-Fraktion im Bundestag, nimmt am CDU-Bundesparteitag teil.  (zu "Unionsfraktionschef Spahn tritt zurück") Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

CDU und CSU werden nach Jens Spahns Rücktritt in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten (Archivfoto).

Kay Nietfeld/dpa
  • CDU/CSU beraten nach Spahns Rücktritt über das weitere Vorgehen – Schaltkonferenz geplant.
  • Eine SMS von Alexander Hoffmann und Steffen Bilger kündigt die Terminfindung dafür an.
  • Der geschäftsführende Fraktionsvorstand beriet am Sonntag, Montag folgt eine weitere Schalte.
  • Spahn wurde für seine Arbeit gedankt, die Fraktion bleibt bis zur Neuwahl handlungsfähig.
  • Hintergrund: Spahn trat zurück, da er wegen einer Leihmutterschaft in der Kritik stand.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) werden die Mitglieder der Bundestagsfraktion von CDU und CSU trotz der Sommerpause bald zu einer Schaltkonferenz zusammentreffen. In einer der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorliegenden SMS des kommissarischen Fraktionschefs Alexander Hoffmann (CSU) und des parlamentarischen Geschäftsführers Steffen Bilger an die Abgeordneten von CDU und CSU heißt es, sie seien „in der Terminfindung für eine Schalte der Fraktion“.

Laut Hoffmann und Bilger beriet am Sonntag der geschäftsführende Fraktionsvorstand über den weiteren Prozess nach dem Spahn-Rücktritt. Am Montag würden die Beratungen in einer Schalte des Fraktionsvorstands fortgesetzt. Hoffmann und Bilger dankten Spahn in der SMS für dessen Arbeit. Außerdem schrieben sie, dass die Unionsfraktion weiter durchgehend entscheidungs-, handlungs- und sprachfähig bleibe, bis ein neuer Vorsitzender gewählt sei.

Spahn hatte am Samstag überraschend seinen Rücktritt erklärt. Er stand in der Kritik, weil er und sein Ehemann von einer Leihmutter in den USA einen Sohn haben austragen lassen, der leibliche Vater des Kindes ist Spahns Mann. In Deutschland sind Leihmutterschaften nicht zulässig.