Wahl in Berlin 2026: Wahlsiegerin will Berlin verändern - Liveticker zum Nachlesen

Abgeordnetenhaus-Wahl Berlin - Wahlparty Die Linke: Elif Eralp (Die Linke), Spitzenkandidatin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, spricht auf einer Wahlparty der Berliner Linken im Festsaal Kreuzberg zu Anhängern und Parteimitgliedern.
Sebastian Gollnow/dpaBei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin hat es am 20. September 2026 ein deutlicheres Ergebnis gegeben als gedacht. Die Linke siegt mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Parteien.
Die Wahlbeteiligung stieg deutlich auf über 74 Prozent.
Nun werden Koalitionen gesucht. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp will regieren, braucht sehr wahrscheinlich allerdings zwei Koalitionspartner.
Alle Infos und Reaktionen zur Berlin-Wahl 2026 gibt es hier im Liveticker:
Krach: Ermittlungen waren sicher „kein Vorteil“
Für den Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach könnten die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen ihn auch ein Faktor für das schlechte Abschneiden seiner Partei bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gewesen sein. „Sie waren jedenfalls kein Vorteil, das kann man vermutlich definitiv sagen“, sagte Krache am Morgen im RBB-Inforadio. „Aber die Umfragen waren auch vorher schon nicht besser.“
Da seine Partei seit Jahrzehnten in Berlin Regierungsverantwortung trage, werde die SPD „für alles, was nicht funktioniert in Berlin, verantwortlich gemacht“, führte er aus. „Und natürlich muss man auch sagen, gab es keinen Rückenwind von der Bundesebene.“ Themen wie die Gesundheitsreform, die Rentenreform oder die Kürzung beim Wohngeld hätten im Wahlkampf nicht geholfen. (dpa)
Nach der Wahl in MV
Regierungswechsel in Berlin - Linke siegt klar vor der CDU
Schwarz-Rot in Berlin ist abgewählt, die Linke gewinnt mit einem Rekordergebnis bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus und kann in Gespräche zur Bildung eines neuen Senats gehen. Mit Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte erstmals eine Linke Regierungschefin in Berlin werden - sie wäre die erste mit türkischen Wurzeln. Die CDU verliert im Vergleich zur Wiederholungswahl 2023 deutlich und landet auf dem zweiten Platz.
In einer möglichen Dreierkoalition könnten Grüne und SPD Partner werden. Die Grünen senden zwar positive Signale, doch in den Reihen der Sozialdemokraten werden skeptische Stimmen laut. (dpa)
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Wie geht es weiter in MV?
Im Wahlkampf schien alles klar. SPD oder AfD - ein Zweikampf der beiden größten Parteien in Mecklenburg-Vorpommern, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Doch der Ausgang des Wahlabends hing an zwei anderen Parteien: Am Bündnis Sahra Wagenknecht und an der CDU. Beiden fehlten am Ende wenige Stimmen zum Einzug in den Schweriner Landtag. Unterm Strich steht ein dramatischer Befund mit weitreichenden Folgen.
Im vorläufigen Endergebnis lag die AfD mit 38,2 Prozent an Nummer eins. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verpasste das Ziel, stärkste Kraft zu werden und kam auf 35,5 Prozent. Die Linke erreichte 6,5 Prozent, die Grünen 5,7 Prozent. Die CDU scheiterte erstmals in ihrer Geschichte bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde - mit 4,9 Prozent. Das erst 2024 gegründete BSW gewann zwar 4,8 Prozent, schaffte es aber auch nicht ins Parlament. (dpa)