Midterms
: Trumps „dreiste Einmischung“ in Kalifornien zurückgewiesen

Kurz vor den US-Zwischenwahlen will Donald Trump Tausende Wähler in Kalifornien von der Abstimmung ausschließen. Doch ein Richter stellt sich dagegen – mit deutlichen Worten.
Von
Michael Maier
Los Angeles
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President Trump Holds Midterm Rally In Ohio: CHILLICOTHE, OHIO - OCTOBER 28: U.S. President Donald Trump speaks on stage during a campaign rally at the Shoemaker Center at Ohio University on October 28, 2026 in Chillicothe, Ohio. President Trump is rallying support for Republican candidates in Ohio ahead of the midterm elections.   Kevin Dietsch/Getty Images/AFP (Photo by Kevin Dietsch / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Trumps US-Regierung muss vor den Midterms eine juristische Niederlage hinnehmen.

KEVIN DIETSCH/afp
  • Bundesrichter stoppte Trumps Vorstoß, 20.000 Stimmen in Kalifornien für ungültig zu erklären.
  • Er nannte den Antrag des Justizministeriums eine „dreiste Einmischung“.
  • Begründung: Eingetragenen Wählern darf ohne belegte Gründe kein Grundrecht entzogen werden.
  • Carter: Nie zuvor habe eine Bundesregierung kurz vor einer Wahl solche Eingriffe verlangt.
  • Kontext: Vorwürfe wurden von 190.000 auf 20.000 korrigiert – Demokraten sprechen von Einschüchterung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump in der Auseinandersetzung um Tausende Wähler im US-Bundesstaat Kalifornien eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Ein Bundesrichter wies am Mittwoch den Vorstoß des Justizministeriums ab, die Stimmen von 20.000 Wählern für ungültig erklären zu lassen. Der Richter bezeichnete den Versuch als „dreiste Einmischung“.

Die Trump-Regierung hatte Kalifornien in den vergangenen Monaten vorgeworfen, 190.000 nicht wahlberechtigte Menschen in seinen Wählerverzeichnissen zu führen. Kürzlich korrigierte sie diese Zahl auf 20.000. Nach Beginn der vorzeitigen Stimmabgabe vor etwa zehn Tagen reichte sie dann einen Eilantrag ein, um den Bundesstaat daran zu hindern, diesen Menschen Stimmzettel zuzusenden.

„Drohungen und Einschüchterungen“ von Trump

Der Fall sorgte im Vorfeld der Zwischenwahlen am 3. November für großes Aufsehen. Er gilt als ein weiterer Versuch, Zweifel an den Wahlergebnissen zu säen. Führende Vertreter der Demokratischen Partei verklagten die Trump-Regierung wegen dieses Vorgehens. Sie werfen den Republikanern vor, vor der Wahl „Drohungen und Einschüchterungen“ gegen Regierungsvertreter auf Landes- und Kommunalebene ausgeübt zu haben.

US-Präsident Trump: 16.10.2026, USA, Joint Base Andrews: US-Präsident Donald Trump (r) geht auf der Joint Base Andrews in Maryland zusammen mit Oberst Christopher Robinson von der Luftwaffe, dem Kommandeur des 89. Lufttransportgeschwaders, von der «Marine One» zur «Air Force One», um an Bord zu gehen. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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Mark Schiefelbein/AP/dpa

Der zuständige Bundesrichter David O. Carter schloss sich dieser Auffassung nun an: Er lehnte die Forderung ab, die Stimmzettel zu beschlagnahmen. Damit stellte er sich auf die Seite der Regierung des demokratisch geführten Bundesstaates.

Wer in den Wählerverzeichnissen Kaliforniens eingetragen sei, dem „darf ein Grundrecht nicht allein aufgrund unbegründeter Vorwürfe entzogen werden, die aus einem Vorgehen herrühren, das vor Unsicherheiten und Fehlern nur so strotzt“, erklärte Carter.

Richter: „Demokratie steht auf dem Spiel“

Noch „nie zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ habe die Regierung des Landes kurz vor einer Wahl versucht, die Regierung eines Bundesstaates und eine Kommunalverwaltung „dazu zu zwingen, ihre eigenen verfassungsmäßigen Wahlverfahren aufzugeben und sich dem Willen der Exekutive zu beugen“, schrieb er weiter. Er fügte hinzu: „Verfassungsrechte und unsere Demokratie stehen auf dem Spiel. Das öffentliche Interesse gebietet deren Schutz.“

Bei den Kongress-Zwischenwahlen am 3. November werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Senatoren neu gewählt. Die oppositionellen Demokraten hoffen, Trumps Republikanern die Mehrheit in beiden Kongresskammern entreißen zu können. Insbesondere beim Repräsentantenhaus haben sie gute Chancen. Die US-Wähler nutzen die Zwischenwahlen traditionell dazu, die Partei des Präsidenten abzustrafen.

Mit Agenturmaterial: kas/mhe/mic