Panne im US-Verteidigungsministerium: Loch in historischer Weltkugel – Hegseths Team beschädigt Eisenhower-Globus

Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte einen Wunsch.
Jacquelyn Martin/AP/dpa- Im Pentagon wurde ein fast 100 Jahre alter Globus bei einem Transport schwer beschädigt.
- Verteidigungsminister Pete Hegseth wollte das Stück in sein Büro holen lassen.
- Sein Team übernahm statt Kuratoren den Transport – der Globus fiel auf den Sockel.
- Die Spitze durchstieß ihn nahe der Antarktis, dort entstand ein Loch.
- Der Vorfall ereignete sich zu Beginn des Jahres; der Globus steht weiterhin im Pentagon.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Zu hundert Prozent gesichert ist es nicht, dass Dwight D. Eisenhower diesen einen Globus in sein Herz geschlossen hatte. Dass der Weltkriegs-General und spätere US-Präsident einen Hang zu großen Weltkugeln pflegte, das ist allerdings belegt. In seiner Amtszeit zwischen 1953 und 1961 sind immer wieder Bilder gemacht worden, die ihn neben Globen gezeigt haben.
Das Exemplar, um das es hier geht, soll er um 1942 herum als General genutzt haben. Ganz egal, ob das nun stimmt oder nicht, es ist ein schönes Stück mit einer historischen Bedeutung. Etwa 100 Jahre alt, edel, etwas Besonderes. Das hat wohl auch Pete Hegseth angesprochen. Das gute Stück wollte der aktuelle Verteidigungsminister, der sich ja selbst als Kriegsminister bezeichnet, lieber in seinem Büro haben als im Pentagon. Es erfolgte der Transportbefehl. Und dann ging offenbar einiges schief.
Normalerweise sind es ja ausgebildete Kuratoren, die historische Gegenstände von gewissem Wert von einem Ort zu einem anderen bewegen. Hegseth schickte seine eigenen Leute los. Das Team, so berichtet es die Washington Post, verlor die Kontrolle über das Artefakt und ließ es fallen. Der Globus stürzte auf seinen Sockel. Dessen Spitze durchbohrte ihn nahe der Antarktis. Dort klafft nun ein Loch.
Der Golf von Mexiko heißt noch genau so
Das ganze Drama soll sich schon zu Beginn des Jahres ereignet haben, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Und wenn die Geschichte so stimmt, wie die für gewöhnlich sehr sorgsam recherchierende Zeitung es berichtet, dann war das gerade zu jener Zeit, als etliche Staatsbedienstete nicht mehr zur Arbeit durften. Es gab seinerzeit politischen Streit um den Staatshaushalt, in der Folge bezahlte der Staat keine Gehälter mehr. Auch nicht für die Transporteure von wertvollen Globen.
Nicht bekannt ist, warum Hegseth ein begieriges Auge auf die Weltkugel geworfen hatte. Sicher ist, dass der Golf von Mexiko auf diesem Exemplar nicht als Golf von Amerika angegeben ist, und der Lake Ontario so heißt wie seit Urzeiten, nicht wie von Hegseths Chef verfügt Lake America. Der beschädigte Globus soll übrigens weiterhin dort stehen, wo er immer stand, im Pentagon. Wie es weitergeht, ist unklar. Das Büro des Verteidigungsministers hat sich noch nicht zu der Angelegenheit geäußert.
