MOZ+MOZ+Prostitution in Deutschland
: „Frauen sagen Ja zum Geld, aber nicht zum sexuellen Akt“

InterviewFrauen in der Prostitution tragen tiefe seelische und körperliche Belastungen davon, erklärt Traumatherapeutin Ingeborg Kraus. Ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell könne helfen, Prostituierte besser zu schützen und Zuhälter rechtlich zu belangen.
Von
Lina Schmidt
Berlin
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Kommission soll Vorschlaege fuer besseren Prostituiertenschutz machen: Bordell im Frankfurter Bahnhofsviertel (Foto vom 12.07.2017). Eine neu eingesetzte Fachkommission soll in den naechsten Monaten Vorschlaege fuer einen besseren Schutz von Sexarbeiterinnen und -arbeitern machen. Das von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) berufene Gremium mit zwoelf Mitgliedern tagte am Montag zum ersten Mal, wie das Ministerium in Berlin mitteilte. Die Kommission solle Empfehlungen erarbeiten, "die es der Politik ermoeglichen, fundierte und sachlich gut begruendete Entscheidungen zum Schutz der Prostituierten zu treffen", erklaerte Prien. (Siehe epd-Meldung vom 24.11.2025)

Viele Prostituierte leiden unter Angststörungen, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Traumatherapeutin Ingeborg Kraus sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf, das derzeitige Prostitutionsgesetz sei täterfreundlich und wirke als Katalysator für Menschenhandel.

Heike Lyding/epd