Unterirdisches Endlager: Finnland bei Atommüll ganz vorne

Der unterirdische Endlagertunnel Onkalo für abgebrannte Brennelemente.
Jussi Partanen/Lehtikuva/dpa- Finnland genehmigt als erstes Land ein unterirdisches Endlager für hoch radioaktiven Müll.
- Abgebrannte Brennstoffe sollen in 400 Metern Tiefe auf der Insel Olkiluoto lagern.
- Das Endlager Onkalo umfasst eine Verpackungsanlage und das Tunnelsystem – Inbetriebnahme offen.
- Posiva erhielt 2015 die Baugenehmigung, Bauarbeiten starteten im Jahr darauf.
- Vor Betriebsstart braucht es noch das Okay der Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörde.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
In Deutschland sind die letzten Atomreaktoren bereits vor drei Jahren abgeschaltet worden. Wo der hoch gefährliche Müll, den die Meiler in ihrer aktiven Zeit produziert haben, final gelagert werden soll, steht noch nicht fest. In etwa 40 bis 50 Jahren, so die aktuelle Prognose, könnte man sich in Deutschland für einen Standort entscheiden. Wie lange die Bauzeit dann dauern wird, weiß im Augenblick niemand.
Brennstäbe sollen in 400 Metern Tiefe lagern
Finnland legt da ein anderes Tempo an den Tag. Als erstes Land der Welt hat die Regierung dort den Betrieb eines unterirdischen Endlagers für hoch radioaktiven Atommüll genehmigt. Abgebrannte Kernbrennstoffe sollen künftig in 400 Metern Tiefe gelagert werden. Finnland betreibt zwei Kernkraftwerke mit insgesamt fünf Reaktorblöcken. Das Lager wird auf der Insel Olkiluoto im Westen Finnlands gebaut, auf der sich auch das gleichnamige Kernkraftwerk befindet. Es besteht aus einer oberirdischen Verpackungsanlage und dem Endlager Onkalo was übersetzt „Höhle“ bedeutet.

Das Kernkraftwerk Olkiluoto.
Jussi Partanen/Lehtikuva/dpaDie Baugenehmigung hatte die Betreiberfirma des Endlagers, Posiva, bereits 2015 erhalten. Im darauffolgenden Jahr hatten die Bauarbeiten begonnen. Wann der erste Atommüll eingelagert werden soll, steht bislang noch nicht fest. Laut Posiva gibt es noch keinen genauen Zeitplan für die Inbetriebnahme des Endlagers. Und noch ist der Weg für den Betrieb auch nicht ganz frei. Auch die Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörde muss nach einer Inspektion noch grünes Licht geben.
Auch die Schweiz will Ende dieses Jahrzehnts über ein unterirdisches Endlager entscheiden. Vermutlich wird es zu einer Volksabstimmung kommen. Alle Anzeichen deuten derzeit darauf hin, dass ein Standort gewählt werden könnte, der nur drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ist.
