US-Midterms: Vorsprung von wenigen hundert Stimmen – wo noch gezählt werden muss

Wahlhelfer in Mississippi versuchen die letzten Wählervoten zuzuordnen.
ROGELIO V. SOLIS/afp- Nach den US-Zwischenwahlen stehen Mehrheiten für Demokraten fest, Ausmaß bleibt offen.
- Senat: In Alaska führt Mary Peltola knapp, Zweit- und Drittwünsche zählen erst am 19. November.
- Mississippi: Scott Colom liegt hauchdünn vor Cindy Hyde-Smith – Briefwahl bis fünf Werktage nach dem 3. November.
- Repräsentantenhaus: Viele Sitze offen, Tendenz zeigt Zugewinne für beide Parteien.
- Aktuell sicher: Demokraten 52 Senatssitze plus zwei Unabhängige, Republikaner 44; im Haus 249 zu 144.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Dass die Demokraten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus nach den Zwischenwahlen eine Mehrheit haben werden, steht fest. Wie deutlich diese ausfallen wird,wird ist allerdings noch unklar. In den US-Staaten Mississippi und Alaska wird es noch Tage brauchen, bis feststeht, wer in den Senat einziehen wird. Für das Repräsentantenhaus sind noch mehrere Sitze nicht fest ausgezählt.
In Alaska wechselt die Führung
In Alaska liegt die demokratische Bewerberin Mary Peltola derzeit hauchdünn vor dem Amtsinhaber Dan Sullivan. Am Freitag früh trennen die beiden 0,3 Prozentpunkte oder 637 Stimmen. Da es derzeit wahrscheinlich ist, dass auch nach dem Auszählen aller Wahlzettel keiner der Kandidaten auf mehr als 50 Prozent der Stimmen kommen wird, kommt eine Besonderheit des Wahlrechtes in dem Bundesstaat zum Tragen: Wähler durften am 3. November einen Zweit- und Drittwunsch äußern, diese werden aber erst am 19. November ausgezählt.

In Alaska liegt inzwischen die demokratische Senatskandidatin Mary Peltola hauchzart in Führung.
Lindsey Wasson/AP/dpaIn Mississippi sollte das Ergebnis früher feststehen, ist aber noch knapper. Den momentan erstplatzierten demokratischen Bewerber Scott Colom trennen nur 0,2 Prozentpunkte von Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith. Weil Mississippi etwa vier Mal so viele Einwohner hat wie Alaska, ist der Unterschied in absoluten Zahlen größer. Freitagfrüh lag Colom mit 1813 Stimmen in Front.
Briefwahleingänge müssen noch abgewartet werden
Der Ausgang der Wahl scheint hier von einer unbekannten Anzahl an eidesstattlichen Stimmzetteln abzuhängen, die von Wählern abgegeben wurden, die entweder als inaktiv registriert waren oder keinen gültigen Ausweis besaßen. Am Donnerstag erklärte Staatssekretär Michael Watson, dass außerdem noch etwa 3.300 Briefwahlstimmen ausstehen. Diese müssen innerhalb von fünf Werktagen nach dem 3. November eingehen, um gezählt zu werden. Die Frist für die Landkreise, ihre Wahlergebnisse dem Staat zu bestätigen, ist der 13. November.
Dass Colom überhaupt an einen Sieg glauben kann, ist an sich schon eine Sensation. Der Staat im Süden der USA hatte seit mehr als 40 Jahren keinen demokratischen Senator mehr. Das enge Ergebnis treibe derzeit Scharen von Anwälten in die Wahllokale, berichtet die New York Times. Anders als in vielen anderen Staaten sieht das Wahlrecht von Mississippi kein Nachzählen vor, auch nicht bei knappen Ergebnissen.
Ohne die beiden noch ausstehenden Senatssitze haben die Demokraten derzeit 52 Plätze sicher, zwei unabhängige Kandidaten stimmen in der Regel eng mit ihnen ab. Die Republikaner kommen auf nur noch 44 Senatoren, die Mehrheit liegt bei 51.
Auch für das Repräsentantenhaus wird noch gezählt
Im Repräsentantenhaus gibt es 435 Sitze zu vergeben, derzeit sind den Demokraten 249 sicher, den Republikanern 144. Die Mehrheit liegt bei 218. Von Kalifornien bis Florida, von Washington bis Louisiana wird noch gezählt. Mal ist der Vorsprung kaum messbar, in einem Distrikt in North Carolina liegt er bei 0,05 Prozentpunkten. In anderen Distrikten ist das Ergebnis zwar noch nicht endgültig, aber es zeigt eine klare Tendenz. Nach dieser dürfen sich die Demokraten um mindestens weitere zwölf, die Republikaner um mindestens noch 18 Sitze freuen.
