Die Amtseinführung von Joe Biden live

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Damit beenden wir unseren Liveblog und wünschen Ihnen noch einen angenehmen Abend.
+++ 20:58 Uhr +++

US-Präsident Biden ehrt Grab des unbekannten Soldaten

Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat US-Präsident Joe Biden einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten niedergelegt. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris sowie die früheren Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama nahmen am Mittwoch an der Zeremonie auf dem Nationalfriedhof in Arlington bei Washington teil. Biden und Harris hielten an dem bereits vor ihrer Ankunft platzierten Kranz einen Moment Stille, der Präsident bekreuzigte sich. Bei Bidens Ankunft auf dem riesigen Militärfriedhof - bekannt für lange Reihen identischer weißer Grabsteine - wurden Salutschüsse abgefeuert.
+++ 20:10 Uhr +++

Biden und Harris inspizieren Truppen

Nach ihrer offiziellen Amtseinführung haben US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris traditionell die Einsatzbereitschaft von Soldaten inspiziert. Mehrere Einheiten marschierten am Mittwoch vor der Ostseite des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington an Biden und Harris vorbei. Biden salutierte den Militärs. Danach sollten die beiden am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof Arlington einen Kranz niederlegen.
+++ 18.46 Uhr +++

Fünf Kernaussagen aus der Antrittsrede Bidens

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich in seiner Antrittsrede einiges für die nächsten vier Jahre vorgenommen. Hier die wichtigsten Punkte:
- Die gespaltene Gesellschaft der USA wieder versöhnen: „Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein.“
- Das Corona-Virus besiegen: Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen.
- Die Demokratie verteidigen: „Die Demokratie hat sich durchgesetzt.“
- Amerika wieder zur „führenden Kraft des Guten in der Welt“ machen: „Wir werden unsere Bündnisse reparieren und mit der Welt zusammenarbeiten.“
+++ 18.44 Uhr +++

22-jährige US-Poetin Gorman trägt bei Amtseinführung Gedicht vor

Die erst 22 Jahre alte US-Poetin Amanda Gorman hat bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden ein selbst geschriebenes Gedicht vorgetragen. In auffälligem roten Hut und gelbem langen Mantel las Gorman am Mittwoch bei der Veranstaltung vor dem Kapitol in Washington ihr Werk „The Hill We Climb“ (auf Deutsch etwa: Der Hügel, den wir erklimmen) vor. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol vor zwei Wochen - aber auch von Hoffnung für die Zukunft.
+++ 18.43 Uhr +++

Country-Sänger Brooks fordert USA zum Mitsingen auf

Der Country-Sänger Garth Brooks (58) hat bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden alle Amerikaner zum Mitsingen des Liedes „Amazing Grace“ aufgefordert. Brooks erschien am Mittwoch bei der Veranstaltung vor dem Kapitol in schwarzen Anzug und Hut, den er abnahm, bevor er die ersten Strophen des geistlichen Liedes sang. Dann hielt er inne und rief zum Mitsingen der letzten Strophe auf - „nicht nur die Menschen hier, sondern auch die Menschen zu Hause, bei der Arbeit, alle gemeinsam und vereint“. Nach seinem Auftritt rannte Brooks zu mehreren früheren Präsidenten und anderen Anwesenden und begrüßte sie.
+++ 18.43 Uhr +++

Papst gratuliert US-Präsident Biden zur Amtseinführung

Papst Franziskus hat dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zum Amtsantritt gratuliert. Er wolle Gott bitten, ihm "Weisheit und Kraft für die Ausübung des hohen Amtes" zu schenken, heißt es in einem Telegramm an Biden, das der Vatikan am Mittwoch unmittelbar im Anschluss an Bidens Antrittsrede veröffentlichte.
+++ 18.42 Uhr +++

Johnson freut sich auf Zusammenarbeit mit US-Präsident Biden

Der britische Premierminister Boris Johnson freut sich auf die Zusammenarbeit mit Joe Biden. Per Twitter gratulierte der konservative Politiker am Mittwoch dem neuen US-Präsidenten und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris zur „historischen“ Amtseinführung. „Amerikas Führung ist elementar in Fragen, die uns alle betreffen, vom Klimawandel bis Covid, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden“, so Johnson.
+++ 18.35 Uhr +++

Twitter stellt offizielle Accounts auf Biden und Harris um

Twitter hat am Mittwoch die offiziellen Accounts des Präsidenten und des Vizepräsidenten der USA an Joe Biden und Kamala Harris übertragen. Anders als bei der vergangenen Machtübergabe vor vier Jahren starten sie nach Entscheidung des Dienstes ohne die Abonnenten, die sich zur Amtszeit ihrer Vorgänger Donald Trump und Mike Pence bei den Profilen angesammelt hatten. Präsident Biden kam beim Account @POTUS (President of the United States) in der ersten halben Stunde auf 1,4 Millionen Follower, Vizepräsidentin Harris bei @VP auf 5,6 Millionen.
+++ 18.33 Uhr +++

EU-Ratschef Michel gratuliert Biden und Harris zur Vereidigung

EU-Ratschef Charles Michel hat US-Präsident Joe Biden zur Vereidigung gratuliert. Seine Glückwünsche richtete er auch an Vizepräsidentin Kamala Harris, die am Mittwoch als erste Frau in diesem Amt vereidigt wurde. „Wie alle Menschen verdient das amerikanische Volk Anführer, die sich die Hoffnungen und Sorgen der Menschen zu Herzen nehmen“, sagte Michel in einer Videobotschaft. Er vertraue Biden und Harris, dass sie genau dies täten.
+++ 18.30 Uhr +++

Netanjahu gratuliert Biden und Harris

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden die Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit geäußert. Netanjahu gratulierte Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris am Mittwoch nach deren Vereidigung. „Präsident Biden, wir unterhalten seit Jahrzehnten eine warme persönliche Freundschaft“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.
+++ 18.29 Uhr +++

Nato sieht in Amtseinführung von Biden Beginn eines neues Kapitels

Die Nato hat die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden als „Beginn eines neues Kapitels für das transatlantische Bündnis“ bezeichnet. „Die Führung in den USA bleibt unverzichtbar bei der Zusammenarbeit zum Schutz unserer Demokratien, unserer Werte und der regelbasierten internationalen Ordnung“, schrieb Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen mit Glückwünschen an Biden. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten und darauf, ihn später im Jahr zu einem Nato-Gipfel in Brüssel willkommen zu heißen.
+++ 18.23 Uhr +++

Biden erwähnt Trump nicht namentlich

Joe Biden hat seinen Vorgänger Donald Trump in seiner ersten Rede als US-Präsident nicht namentlich erwähnt. Biden ging in seiner Rede lediglich auf zahlreiche Themen ein, bei denen er indirekt Bezug zu Trumps Stil als Regierungschef nahm. Auch Trump hatte in seinen Abschiedsbotschaften als scheidender Präsident Biden nicht beim Namen genannt.
+++ 18.15 Uhr +++

US-Präsident Biden will Einheit und Versöhnung

Biden sagte in seiner Antrittsrede, ohne Einheit könne es keinen Frieden und keinen Fortschritt geben, sondern nur Verbitterung und Ärger. Er werde sich mit ganzem Herzen für Einheit und Versöhnung einsetzen. Biden löst den Republikaner Donald Trump ab, der entgegen der Tradition nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers teilnahm.
„Mit Einheit können wir große Dinge tun, wichtige Dinge“, sagte Biden. „Dies ist unser Moment in der Geschichte. Und Einheit ist der Weg vorwärts.“ Biden beschwor die Amerikaner, das Land habe auch Herausforderungen in der Vergangenheit mit Einheit überwunden. „Lasst uns neu anfangen“, sagte er und rief dazu auf, einander zuzuhören.
„Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein“, versprach Biden. Er werde genauso für diejenigen kämpfen, die ihn nicht unterstützt hätten wie für jene, die dies getan hätten. „Dies ist der Tag der Demokratie.“ Gefeiert werde nicht der Sieg eines Kandidaten, sondern der Sieg der Demokratie. „Die Demokratie hat sich durchgesetzt.“
+++ 18.10 Uhr +++

Italiens Regierungschef gratuliert neuem US-Präsidenten Biden

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat dem neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten zur Vereidigung gratuliert. „Ich wünsche Präsident Joe Biden und Vize-Präsidentin Kamala Harris gute Arbeit“, schrieb der Regierungschef am Mittwoch auf Twitter. „Das ist ein großer Tag für die Demokratie, der über die Grenzen Amerikas hinausgeht.“
Conte bekräftigte zudem, mit den USA in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen. Italien stehe bereit, um den Herausforderungen der gemeinsamen internationalen Agenda mit den Vereinigten Staaten zu begegnen, erklärte Conte. Mit der Vereidigung ist Joe Biden der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.
+++ 17.59 Uhr +++

Biden verspricht Kampf gegen Rassismus

Joe Biden hält seine erste Rede als US-Präsident. Er ruft zu "Einheit" auf und verspricht Kampf gegen Rassismus.
+++ 17.53 Uhr +++

Doug Emhoff: Amerikas erster „Second Gentleman“

Bei manchen Titeln kann man ins Schleudern kommen, das erfährt Doug Emhoff gerade am eigenen Leib. Er ist der Ehemann von Kamala Harris, die seit Mittwoch die erste Vizepräsidentin der USA ist. Emhoff wird damit zum ersten „Second Gentleman“. Standen die Ehepartner der Vizepräsidenten bislang im Schatten der First Lady, beschert die Premiere Emhoff nun reichlich Aufmerksamkeit.
+++ 17.50 Uhr +++

Joe Biden als 46. US-Präsident vereidigt

Der Demokrat Joe Biden ist als 46. Präsident der US-Geschichte vereidigt worden. Der 78-Jährige legte am Mittwoch vor dem US-Kapitol in Washington seinen Amtseid ab. Er löst im Weißen Haus den Republikaner Donald Trump ab.
+++ 17.49 Uhr +++

Jennifer Lopez tritt bei Amtseinführung auf

Die Sängerin Jennifer Lopez (51) ist bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden aufgetreten. In einem weißen Hosenanzug mit Rüschen, bodenlangem weißen Mantel und Perlenschmuck sang die US-Musikerin am Mittwoch vor dem Kapitol die Lieder „This Land Is Your Land“ und „America the Beautiful“.
+++ 17.48 Uhr +++

Lady Gaga singt bei Bidens Amtseinführung US-Nationalhymne

Die Sängerin Lady Gaga (34) hat bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden die Nationalhymne der Vereinigten Staaten gesungen. Die Musikerin erschien am Mittwoch vor dem Kapitol in einem überdimensionalen roten Rock, schwarzen Handschuhen und einer Flechtfrisur. An ihrem langärmeligen schwarzen Oberteil prangte eine goldene Friedenstaube mit Zweig im Schnabel. In ein goldenes Mikrofon sang Lady Gaga die Nationalhymne, begleitet von der Band der US-Marine. Danach war zu sehen, wie die Sängerin kurz einige Worte mit dem neuen Präsidenten Biden und einigen anderen Anwesenden wechselte.
+++ 17.45 Uhr +++

Kamala Harris als erste US-Vizepräsidentin vereidigt

Kamala Harris ist als erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Die Supreme-Court-Richterin Sonia Sotomayor nahm der 56-Jährigen am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab, kurz bevor Joe Biden als Präsident vereidigt werden sollte. Biden und Harris lösen Donald Trump und dessen Vize Mike Pence nach nur einer Amtszeit ab.
+++ 17.28 Uhr +++

Assanges Partnerin bittet Trump um Begnadigung in letzter Minute

Die Partnerin von Wikileaks-Gründer Julian Assange, Stella Moris, hat den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump am letzten Tag seiner Präsidentschaft um eine Begnadigung für den Vater ihrer Kinder gebeten. „Mr. President, Sie können Julian immer noch begnadigen, wenn Sie wollen“, sagte Moris in einer Videobotschaft, die sie am Mittwoch auf ihrem Twitter-Account teilte - nur Stunden vor der Amtseinführung von Trumps Nachfolger Joe Biden. Assange zu begnadigen sei der „populärste Schritt, den Sie wahrscheinlich unternehmen können“, so Moris weiter. Die Anwältin ist seit 2015 mit Assange liiert, das Paar hat zwei Söhne.
+++ 17.25 Uhr +++

Trump in Florida angekommen

Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist kurz vor der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden an seinem Wohnort in Florida angekommen. Trump, der als erster Präsident seit 1869 der Zeremonie zur Machtübergabe fernbleibt, hatte das Weiße Haus am Morgen verlassen. Die Präsidentenmaschine landete in Palm Beach, wo Trumps Club-Resort Mar-a-Lago liegt, knapp eine Stunde vor Ablauf seiner Amtszeit. Auf dem Weg zum Auto reagierte er nicht auf Fragen von Reportern. Vor dem Abflug hatte Trump in einer kurzen Ansprache von Erfolgen seiner Präsidentschaft gesprochen. Er hat sich wochenlang geweigert, die Niederlage gegen Biden einzuräumen.
+++ 17.20 Uhr +++

Zeremonie zur Amtseinführung von neuem US-Präsidenten Biden hat begonnen

Vor dem US-Kapitol hat die Zeremonie zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden und seiner Stellvertreterin Kamala Harris begonnen. Zahlreiche Ehrengäste nahmen am Mittwoch an der Feier an der Westseite des Kongressgebäudes teil, unter ihnen die früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton. Außerdem erschienen der scheidende Vizepräsident Mike Pence, Parlamentarier, künftige Minister und weitere wichtige Persönlichkeiten.
+++ 17.15 Uhr +++

Held von Kapitol-Attacke mit symbolischer Rolle bei Biden-Vereidigung

Ein Polizist, der für seinen Mut bei der Attacke von Trump-Anhängern auf das Kapitol gelobt wurde, hat eine symbolische Rolle bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden bekommen. Eugene Goodman eskortierte am Mittwoch die neue Vizepräsidentin Kamala Harris vor der Zeremonie am Parlamentsgebäude in Washington. Goodman hatte vor zwei Wochen die ins Kapitol stürmenden Trump-Anhänger vom Sitzungssaal des US-Senats weggelockt. Das wurde in Videos festgehalten, die Goodman über die Grenzen der USA hinaus bekannt machten.
+++17.15 Uhr +++

Bombendrohung gegen Obersten Gerichtshof der USA

Kurz vor der Vereidigung von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA ist beim Obersten Gerichtshof in Washington eine Bombendrohung eingegangen. Das Gebäude und die Umgebung seien überprüft worden, eine Evakuierung sei nicht angeordnet worden, teilte der Supreme Court am Mittwoch mit.
+++ 17.13 Uhr +++

US-Bischöfe kündigen Dialog mit Biden-Regierung an

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden haben die US-Bischöfe ihre Zusammenarbeit mit der Regierung bei kontroversen Themen signalisiert. Dazu zählten die Abtreibung, Religionsfreiheit, Rassismus und Armut in der Gesellschaft, sagte der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz (USCCB), Erzbischof Jose Gomez von Los Angeles, laut Medienberichten.
+++ 16.45 Uhr +++

Biden und Harris für Amtseinführung am Kapitol angekommen

Der künftige US-Präsident Joe Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris sind zu ihrer Amtseinführung am Kapitol eingetroffen. Gemeinsam mit ihren Ehepartnern Jill Biden und Doug Emhoff betraten die beiden am Mittwoch das Kongressgebäude. Die Feier zur Amtseinführung wird auf den Stufen an der Westseite des Kapitols abgehalten. Harris und Biden werden nacheinander ihren Amtseid ablegen. Biden wird dann seine Antrittsrede als 46. US-Präsident halten.
+++ 16.40 Uhr +++

Deutsche Politiker freuen sich auf Biden

Die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden löst in der deutschen Politik Hoffnung auf bessere transatlantische Beziehungen und internationale Zusammenarbeit aus. "Heute ist ein guter Tag für die Demokratie", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), hofft auf einen baldigen Deutschlandbesuch Bidens
+++ 16.39 Uhr +++

Obama an Biden: „Jetzt ist deine Zeit“

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat kurz vor seiner Vereidigung noch aufmunternde Worte von seinem einstigen Chef Barack Obama erhalten. „Glückwünsche an meinen Freund, Präsident Joe Biden. Jetzt ist deine Zeit“, schrieb der Ex-Präsident am Mittwoch bei Twitter. Biden war acht Jahre lang Vizepräsident während Obamas Amtszeit. Er selbst schrieb bei Twitter: „Es bricht ein neuer Tag an in Amerika.“
+++ 16.10 Uhr +++

Trump-Notiz für Biden im Oval Office

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office des Weißen Hauses hinterlassen. Das berichteten die Sender Fox News und CBS sowie die „Washington Post“ am Mittwoch unter Berufung auf den Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere. Deere machte demnach keine Angaben zum Inhalt der Notiz. US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen.
Unklar war in den vergangenen Tagen, ob Trump auch mit dieser Tradition brechen würde.
+++ 16.00 Uhr +++

Biden vor Amtseinführung in der Kirche mit Kongress-Spitzen

Der künftige US-Präsident Joe Biden ist wenige Stunden vor seiner Vereidigung in die Kirche gegangen. Der Katholik beiden wurde in der Cathedral of St. Matthew am Mittwoch in Washington unter anderem von den Spitzen der Demokraten und Republikaner im US-Kongress begleitet. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Teilnehmer des Gottesdienstes Masken trugen und Abstand hielten. Biden ist nach John F. Kennedy der zweite Katholik, der Präsident der Vereinigten Staaten wird.
Mit Biden in die Kirche ging unter anderem auch der wichtigste Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell. Er gehörte in den vergangenen Jahren zu den einflussreichsten Verbündeten Trumps. McConnell distanziert sich aber vom scheidenden Präsidenten nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington.
+++ 15.30 Uhr +++

Biden möchte Neuanfang

+++ 15.07 Uhr +++

Trump zum Abschied: Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat zum Abschied aus dem Amt klar gemacht, dass er nicht von der Bildfläche verschwinden will. „Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren“, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Abschiedszeremonie auf dem Militärflugplatz Andrews im Bundesstaat Maryland nahe Washington. Konkreter wurde er nicht. Trump hat sich bislang nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert. „Ich werde immer für euch kämpfen“, sagte er an die Adresse seiner Anhänger. Er werde zuschauen und hinhören, was weiter passiere.

„Unglaubliche vier Jahre“

Seine Amtszeit lobte Trump zum Abschied in den höchsten Tönen. „Was wir getan haben, ist in jeder Hinsicht erstaunlich“, sagte er. „Das waren unglaubliche vier Jahre.“ Seine Administration habe die Grundlage dafür gelegt, dass die künftige Regierung „etwas Spektakuläres“ leisten könne. Er wünsche der neuen Regierung dabei viel Glück und Erfolg. Seinen Amtsnachfolger Joe Biden erwähnte Trump namentlich nicht. Trump schloss mit den Worten: „Habt ein gutes Leben. Wir sehen uns bald.“
+++ 15 Uhr +++

Der unbeliebte Präsident tritt ab - Reaktionen

"Nach vier langen Jahren wird Europa wieder einen Freund im Weißen Haus haben", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Blick auf Trumps Präsidentschaft. Die ganze Welt habe darauf gewartet, die USA wieder "im Kreis gleichgesinnter Staaten" begrüßen zu können. EU-Ratspräsident Charles Michel bot Biden einen "neuen Gründungspakt" für eine bessere Zusammenarbeit an.
Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft auf eine gute Kooperation mit Washington. "Wir freuen uns darauf, mit dem gewählten Präsidenten Joe Biden zusammenzuarbeiten und die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa weiter zu stärken angesichts der globalen Herausforderungen, die keiner von uns alleine bewältigen kann", schrieb er im Onlinedienst Twitter.
Der iranische Staatschef Hassan Ruhani stellte dem scheidenden US-Präsidenten Trump ein vernichtendes Zeugnis aus. "Die Ära eines weiteren Tyrannen endet und heute ist der letzte Tag seiner schrecklichen Herrschaft", sagte Ruhani bei einer Kabinettssitzung. Trumps Präsidentschaft habe nur "Ungerechtigkeit und Korruption hervorgebracht und Probleme geschaffen für sein eigenes Volk und die Welt".
+++ 14.57 Uhr +++

Söder übt zum Abschied deutliche Kritik an Trump

CSU-Chef Markus Söder hat am letzten Tag der Amtszeit von Donald Trump harsche Kritik an der Politik des scheidenden US-Präsidenten geübt. „Irgendwie ist es ein großes Aufatmen, dass es ein neuer Präsident in den USA ist und der alte Präsident jetzt doch aufgehört hat, als Präsident“, sagte Söder am Mittwoch nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. „Die transatlantische Brücke wird neu gebaut, die Trümmer die Trump verursacht hat, müssen wir beiseite schieben.“
Es bestehe die Hoffnung, „dass man wieder miteinander reden kann und nicht nur zum Teil bizarres Verhalten erleben muss“, betonte Söder.
Trumps Aufruf, quasi das Kapitol zu stürmen, habe ihm in der Seele wehgetan, sagte Söder. Die Amerikaner seien das Vorbild und Mutterland der Demokratie. Das sei ein unakzeptables Verhalten gewesen. „So verhält man sich nicht - als scheidender Präsident“, sagte Söder.
+++ 14.00 Uhr +++

Trump hat Weißes Haus verlassen

Wenige Stunden vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden hat der scheidende Amtsinhaber Donald Trump das Weiße Haus verlassen. Donald Trump und die First Lady Melania Trump hoben am Mittwochmorgen (Ortszeit) an Bord des Präsidentenhubschraubers Marine One vom Weißen Haus aus in Richtung des Militärflugplatzes Andrews ab. Es ist das erste Mal seit mehr als 150 Jahren, dass ein scheidender Präsident der Amtseinführung seines Nachfolgers fern bleibt.
Vom Militärflugplatz Andrews aus brachen Trump und seine Ehefrau Melania Trump mit der Regierungsmaschine Air Force One auf Richtung Palm Beach im Bundesstaat Florida auf, wo sein Club-Resort Mar-a-Lago liegt.
+++ 13.42 Uhr +++

Der Weg zum Amtseid für Biden

Zweieinhalb Monate nach der Präsidentenwahl leistet am Mittwoch Joe Biden seinen Amtseid ab. Der abgewählte Präsident Donald Trump hat angekündigt, als erster scheidender Amtsinhaber seit 1869 nicht an der Zeremonie vor dem Kapitol in Washington teilzunehmen. Das passiert in den kommenden Stunden:
14 Uhr MEZ: Donald Trump und First Lady Melania Trump verlassen das Weiße Haus. Sie fliegen mit dem Präsidenten-Hubschrauber Marine One zum Militärflughafen Andrews, wo eine Abschiedszeremonie stattfindet. Danach reisen sie mit dem Regierungsflugzeug Air Force One nach Palm Beach (Florida).
14.45 Uhr Biden, die künftige First Lady Jill Biden, die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris und der künftige Second Gentleman Douglas Emhoff nehmen an einem Gottesdienst in der Matthäuskathedrale in Washington teil.
16.30 Uhr Ankunft von Biden und Harris mit ihren Ehepartnern an der Ostseite des Kapitols.
17.15 Uhr Biden und Harris sowie ihre Ehepartner nehmen an der Vereidigungszeremonie an der Westseite des Kapitols teil. Der scheidende Vizepräsident Mike Pence und die scheidende Second Lady Karen Pence wollen den Feierlichkeiten beiwohnen. Sie werden unter anderem online unter https://BidenInaaugural.org/watch gestreamt.
18 Uhr MEZ: Biden wird zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. Harris legt - als erste Schwarze - ihren Amtseid als Vizepräsidentin ab. Üblicherweise erfolgt zunächst die Vereidigung des Stellvertreters. Anschließend hält Biden seine Antrittsrede. Bei den damaligen Amtsantritten von Barack Obama (2009) und Trump (2017) dauerten die Ansprachen jeweils rund 20 Minuten.
+++ 12.35 Uhr +++

Biden will sofort zurück in WHO und Pariser Klimaabkommen

Der neue US-Präsident Joe Biden will direkt nach seiner Amtseinführung am Mittwoch einen radikalen Kurswechsel vollziehen und den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Pariser Klimaabkommen rückgängig machen.
Trump hatte auf Alleingänge der USA gesetzt und die internationale Zusammenarbeit zurückgefahren. So leitete er Anfang Juli den Austritt der USA aus der WHO ein. Er hatte der internationalen Organisation in der Corona-Krise vorgeworfen, Informationen im Zusammenhang mit der Pandemie zurückzuhalten. Auch aus dem Pariser Klimaabkommen traten die USA unter ihm aus.
+++ 12.03 Uhr +++

Stopp von Mauerbau an der Grenze zu Mexiko

Ein sofortiger Stopp des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko will Biden sofort nach Amtsantritt anordnen, wie seine Berater ankündigten. Insgesamt will Biden demnach 17 Dekrete und Anordnungen unterzeichnen - auch zur Corona-Krise und Immigration - um die umstrittene Politik seines Vorgängers Donald Trump umzudrehen.
Der neue Präsident "wird Maßnahmen ergreifen - nicht nur, um die schwersten Schäden der Trump-Regierung rückgängig zu machen - sondern auch, um unser Land voranzubringen", hieß es in der Erklärung des Biden-Teams weiter.
Mit dem sofortigen Stopp des Baus der Grenzmauer zu Mexiko vollzieht der Demokrat Biden zudem eine Abkehr von der einwanderungsfeindlichen Politik seines rechtspopulistischen Vorgängers. Eine Anordnung wird er seinen Beratern zufolge am Mittwoch auch unterzeichnen, um die Einreiseverbote für Menschen aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern abzuschaffen. Mit einem Gesetzentwurf will er zudem rund elf Millionen Migranten, die ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA leben, die Einbürgerung ermöglichen.
+++ 11.43 Uhr +++

Bundesregierung hofft auf raschen Besuch von US-Präsident Biden

Die Bundesregierung hofft auf einen baldigen Besuch des neuen US-Präsidenten Joe Biden in Berlin. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag): "Gerade nach vier Jahren Donald Trump gibt es in Deutschland eine Sehnsucht nach so einem Besuch." Die Bundesregierung rechne auch damit.
Sein Besuch würde zur Verbesserung des Images der USA in Deutschland beitragen."
Mit dem neuen Präsidenten böte sich zudem die Chance, das transatlantische Verhältnis zu stärken. "Es hat unter Trump stark gelitten", so Beyer. Biden müssen nun "einiges wieder reparieren und Vertrauen aufbauen. Da wollen und werden wir als starke Partner an seiner Seite stehen."
+++ 11.40 Uhr +++

Lady Gaga hofft auf friedliche Amtseinführung

+++ 11.30 Uhr +++

Steinmeier blickt mit "Erleichterung" auf Biden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier freut sich über die bevorstehende Amtseinführung des neuen US-Präsidenten. "Meine Erleichterung ist groß, dass Joe Biden heute als Präsident vereidigt wird und ins Weiße Haus einzieht", sagte er in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. "Ich weiß, dass dieses Gefühl von vielen Menschen in Deutschland geteilt wird."
"Heute ist ein guter Tag für die Demokratie", urteilte Steinmeier. In den USA habe sich die Demokratie "gegen schwere Belastungen behauptet". Allen Anfeindungen zum Trotz hätten sich Amerikas Institutionen als stark erwiesen.
"Bei aller Freude über den heutigen Tag" dürfe nicht vergessen werden, dass Populismus "auch die mächtigste Demokratie der Welt verführt" habe, sagte Steinmeier, ohne den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump beim Namen zu nennen. "Wir müssen der Polarisierung entschieden entgegentreten, den öffentlichen Raum unserer Demokratien schützen und stärken und Politik auf der Grundlage von Vernunft und Fakten gestalten."
+++ 09.30 Uhr +++

FBI rechnet mit Ausschreitungen in den USA

Es ist der 20. Januar 2021. Joe Biden wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Vorgänger, Donald Trump, verlässt das Weiße Haus in Richtung Florida und wird nicht an der Amtseinführung teilnehmen.
Nach den Angriffen auf das Kapitol in Washington D.C. hat zuletzt das FBI vor Ausschreitungen bewaffneter Anhänger Trumps rund um die Inauguration gewarnt. Gefahrenpotential sieht das FBI nicht nur in Washington, auch den 50 Bundesstaaten.

Trump begnadigt Bannon und weitere Anhänger

Donald Trump hat seinen Ex-Chefstrategen Steve Bannon und mehr als 70 weitere Personen begnadigt, teilte das Weißen Haus mit. Die Liste mit insgesamt 143 Namen reicht von ehemaligen Kongressabgeordneten bis zum US-Rapper Lil Wayne („Lollipop“), der wegen unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt worden war. Nicht enthalten waren Trump selbst, Mitglieder seiner Familie und sein persönlicher Anwalt Rudy Giuliani. Medienberichten zufolge hatten Berater dem abgewählten Präsidenten abgeraten, seinen engsten Kreis auf die Liste zu setzen.
Bannon ist Mitgründer der Internetplattform „Breitbart“ und gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Er war im Sommer wegen Vorwürfen festgenommen worden, Geld aus einer Online-Spendenaktion zum Bau einer Mauer zu Mexiko für andere Zwecke abgezweigt zu haben. Bannon plädierte auf nicht schuldig und wurde gegen Kaution freigelassen. Das Gerichtsverfahren in dem Fall sollte im Mai 2021 beginnen.

Begnadigungen auch durch frühere Präsidenten

Die Welle von Begnadigungen war erwartet worden. Auch frühere US-Präsidenten haben zum Ende ihrer Amtszeit von diesem Recht Gebrauch gemacht. Die Fälle waren aber meist weniger umstritten. Kurz vor Weihnachten hatte Trump bereits mehrere loyale Weggefährten begnadigt, darunter den einstigen Leiter seines Wahlkampfteams, Paul Manafort, und seinen langjährigen Vertrauten Roger Stone.

+++ 06.30 Uhr +++

Kein Massenpublikum für Biden - auch wegen Corona

Die Machtübergabe in den USA wird angesichts ihrer beispiellosen Begleitumstände in die Geschichte eingehen: Wegen der Corona-Pandemie gibt es für Joe Biden zum einen kein Massenpublikum. Die Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Trump-Anhänger vor zwei Wochen hat die Behörden zudem zu erheblicher Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen veranlasst. Weite Teile der US-Hauptstadt sind abgeriegelt. Die Polizei wird nach Pentagon-Angaben von rund 25.000 Soldaten der Nationalgarde unterstützt.
Die USA hätten keine Zeit zu verlieren, um die Krisen anzupacken, denen die Nation gegenüberstehe, schrieb Biden am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. „Deshalb werde ich mich nach meiner Vereidigung morgen gleich an die Arbeit machen.“

Zusage von Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton zur Amtseinführung von Joe Biden

Die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton haben ihre Teilnahme an Bidens Amtseinführung zugesagt. Mit ihnen wollte Biden im Anschluss einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten am Nationalfriedhof im nahe gelegenen Arlington ablegen. Wegen der Corona-Pandemie fällt die traditionelle Ballnacht zur Amtseinführung aus, stattdessen ist eine virtuelle Feier geplant.
Auch Trumps Stellvertreter Mike Pence kündigte seine Teilnahme an der Zeremonie zur Amtseinführung an. Zu Trumps Abschiedszeremonie am Militärflughafen Andrews bei Washington dagegen wollte er nicht kommen, wie aus seinem vom Weißen Haus veröffentlichten Programm hervorging. Trump will im Anschluss nach Florida fliegen. Zwischen dem Präsidenten und seinem Vize war es zum Schluss zum Bruch gekommen.
In seiner Abschiedsrede sagte Trump: „In dieser Woche führen wir eine neue Regierung ins Amt ein und beten für ihren Erfolg, damit Amerika sicher und wohlhabend bleibt.“ Er lobte seine Arbeit als Präsident und sagte an die Adresse der neuen Regierung: „Die Welt respektiert uns wieder. Bitte verlieren Sie diesen Respekt nicht.“ Seine Regierung habe ihre Ziele erfüllt und die Stärke Amerikas zu Hause und im Ausland wieder hergestellt.

Trumps Widerstand gegen den Wahlsieg Joe Bidens

Über Wochen hatte Trump mit äußerst fragwürdigen Methoden versucht, Bidens Sieg bei der US-Wahl am 3. November nachträglich zu kippen. Sein Widerstand gegen seine Niederlage gipfelte vor knapp zwei Wochen in dem Angriff seiner Anhänger auf das Kapitol, wodurch die Zertifizierung der Wahlergebnisse unterbrochen werden musste. Zuvor hatte Trump seine Unterstützer bei einer Kundgebung aufgestachelt. In seiner Videobotschaft sagte Trump nun: „Politische Gewalt ist ein Angriff auf alles, was wir als Amerikaner wertschätzen. Sie kann niemals toleriert werden.“

Angriff auf das Kapitol in Washington

Nach dem Angriff auf das Kapitol war es einsam um den Präsidenten geworden. Auch einige Parteikollegen distanzierten sich von Trump - wie der Top-Republikaner Mitch McConnell. McConnell will am Mittwoch kurz vor der Amtseinführung mit Biden an einem Gottesdienst teilnehmen. Biden hat versprochen, das tief gespaltene Land zu einen - eine Mammutaufgabe angesichts der Ereignisse der vergangenen Wochen. Biden dürfte bei seiner Ansprache nach der Vereidigung die Amerikaner zur Einheit aufrufen, wie er es in den vergangenen Monaten immer wieder gemacht hat.

Corona-Pandemie als große Aufgabe für Joe Biden

Thema werden dürfte auch die Corona-Pandemie, die Biden in den Griff kriegen will. Am Vorabend seiner Vereidigung ging es Biden darum, Trost zu spenden. In Gedenken an die Opfer wurden 400 Lichter entlang des Reflexionsbeckens am Lincoln Memorial in Washington entzündet. „Um zu heilen, müssen wir uns erinnern“, sagte Biden bei der Zeremonie. Seine künftige Stellvertreterin Kamala Harris sagte, die Amerikaner hätten über viele Monate alleine getrauert. An diesem Abend trauere die Nation zusammen. Sie hoffe, dass das Land mit der Erkenntnis aus der Krise hervorgehe, die einfachen Momente mehr wertzuschätzen und sich füreinander zu öffnen.