zum Angriff auf AfD-Mann
: Demokratieverächter

Die Verurteilung des Anschlags auf den Bremer AfD-Politiker war parteiübergreifend einhellig.
Von
André Bochow
Berlin
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André Bochow

Thomas Koehler/photothek.net

Die Verurteilung des brutalen Anschlages war parteiübergreifend, einhellig und eindeutig. Denn nichts, absolut nichts, rechtfertigt Gewalt gegen Menschen als Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer demokratischen Gesellschaft. Dem Opfer gilt unser Mitgefühl. Punkt.

Uneindeutiger als die Aussagen der politischen Konkurrenz sind die Wortmeldungen der AfD-Spitzen. Neben verständlichem Entsetzen und Empörung werden Tat und Opfer instrumentalisiert. Hetze durch die sogenannten Altparteien und die Medien werden verantwortlich gemacht. Kritik an der AfD wird so regelrecht kriminalisiert, Demokraten in einen Topf mit radikalen Extremisten geworfen. Was keineswegs neu ist. So treffen sich Verächtlichmacher des politischen Systems  mit den politischen Gewalttätern an einem sehr gefährlichen Punkt. Auch deshalb gehören die Attentäter von Bremen hinter Schloss und Riegel.