zum Machtkampf in der SPD: Mutlos in den Abgrund

Andrè Bochow
Thomas Koehler/photothek.netGanz sicher aber wird es keinen neuen geben. Schulz ist ein Mann von gestern. Er selbst aber hält ein Comeback offenbar für möglich. Mit gezielten Indiskretionen heizte er die Personaldebatte in der SPD an. Um dann doch den offenen Kampf zu scheuen. „Zurzeit“ wolle er nicht mit Andrea Nahles um den Fraktionsvorsitz ringen. Wann wäre es Martin Schulz denn recht?
Und weil auch die anderen SPD–Maulhelden lieber in Hinterzimmern grummeln, taumelt die Partei immer schneller einem ruhmlosen Ende entgegen. Dass Nahles die Machtfrage geklärt sehen will, ist verständlich. Nur wird ihr dies nicht gelingen. Egal mit welcher Mehrheit sie noch einmal Fraktionschefin wird, die feige Partei–Konkurrenz wird weiter meckern und die Personaldebatten werden die inhaltlichen überdecken. Die Quittung gibt es bei den nächsten Wahlen.