1. FC Union Berlin: Panik-Verbot – Svensson spricht über Druck in der Krise

Keine Panik in Köpenick: Trainer Bo Svensson spielt mit 1. FC Union Berlin am Freitagabend beim VfB Stuttgart. Die Eisernen sind seit sechs Spielen ohne Sieg.
Matthias Koch- Union Berlin spielt am Freitag gegen Stuttgart; braucht dringend einen Sieg.
- Seit sechs Spielen sieglos, aktuell Platz 11 in der Tabelle.
- Kapitän Trimmel bleibt ruhig, betont jedoch die Wichtigkeit des Spiels.
- Trainer Svensson lobt Stuttgart und bleibt optimistisch.
- Stürmer Volland ist krank, Innenverteidiger Leite wieder fit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der kleine Bruder der Krise heißt bekanntlich Ergebnis-Krise – und er ist nun schon seit einigen Wochen beim 1. FC Union Berlin vorstellig. Damit nicht demnächst auch der große Bruder Einzug in Köpenick hält, können die Eisernen ein Erfolgserlebnis im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Freitag (20.30 Uhr) gut vertragen.
Seit sechs Pflichtspielen sieglos, dazu die erste Heimniederlage der Saison am vergangenen Wochenende gegen Bayer Leverkusen (1:2) – eigentlich müssten längst alle Alarmglocken schrillen. Tun sie aber nicht. „Noch ist alles gut. Wir sind ruhig“, berichtete Kapitän Christopher Trimmel.
Noch – ob diese kleine, aber entscheidende Einschränkung in der Analyse von Christopher Trimmel demnächst eine größere Bedeutung bekommt als bisher, hängt nicht zuletzt vom Auftritt der Mannschaft am Freitag in der MHP-Arena in Stuttgart ab. Die zurückliegenden Wochen liefen meistens nach demselben Schema ab: Der 1. FC Union bot meistens recht ordentliche Leistungen, konnte sich aber nur selten belohnen. Wirkliche Ausrutscher sucht man vergeblich in den Ergebnissen der letzten Spiele.
Union Berlin auf Tabellenplatz 11
Das ist einerseits ein gutes Zeichen. Andererseits räumte Kapitän Christopher Trimmel nach dem Leverkusen-Spiel ein: „Die Art und Weise ist wichtig, aber wenn man immer verliert mit einer guten Art und Weise, wird es auch schwierig.“
Die Tabelle hat den Eisernen bislang die Sieglos-Serie weitgehend verziehen. Der FCU liegt auf Rang 11. Allerdings ist der Anstand auf den Relegationsplatz 16 auf nur noch sechs Punkte geschrumpft. Dazu kommt, dass Union Berlin mit lediglich zehn Treffern gemeinsam mit dem FC St. Pauli und Schlusslicht VfL Bochum den schwächsten Sturm der Liga stellt.
Und dazu kommt auch, dass am Freitag der Vize-Meister wartet. Stuttgart hat sich mit dem souveränen 3:0-Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Zweitligist Jahn Regensburg am Dienstag weiteren Rückenwind geholt. „Das wird eine schwierige Aufgabe“, erklärte Union-Trainer Bo Svensson vor der Reise ins Schwabenland und schwärmte in den höchsten Tönen vom Champions-League-Teilnehmer.
„Die junge Mannschaft hat vor allem im Spiel mit dem Ball eine hohe Qualität und ist sehr flexibel. Stuttgart ist gut in die Saison gestartet, sie haben angesichts der Leistungen vielleicht sogar zu wenig Punkte geholt“, erklärte Svensson. Der VfB Stuttgart belegt derzeit Platz neun.
Große Unterstützung für Union Berlin
Knapp 2000 Union-Fans werden die Mannschaft begleiten und am Freitagabend in Stuttgart für eine große Unterstützung sorgen. Innenverteidiger Diogo Leite ist laut Svensson wieder einsatzfähig. Kevin Volland dagegen muss nach seinem Comeback gegen Leverkusen schon wieder pausieren. Der Stürmer ist erkrankt.
Wie gesagt: Bislang hat nur der kleine Bruder namens Ergebnis-Krise in Köpenick vorbeigeschaut. Bo Svensson weigerte sich vor dem schweren Spiel in Stuttgart, in den Panik- beziehungsweise Krisenmodus umzuschalten. „Wir haben auch gegen Leverkusen ein gutes Spiel gemacht, obwohl das Ergebnis nicht gepasst hat. Ich finde, die Mannschaft ist intakt. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir unserer Kultur treu bleiben“, betonte er. Spürt der Däne den wachsenden Druck in der Ergebnis-Krise? „Den größten Druck mache ich mir selbst.“
Eine besondere Rolle könnte Wooyeong Jeong in Stuttgart zukommen. Immerhin geht es für den Offensivspieler gegen seinen Ex-Verein. Jeong ist noch bis zum Sommer an Union Berlin verliehen. Einem Bericht der „Bild“ zufolge soll der FCU eine Kaufoption in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro besitzen.
Zudem kennt Jeong natürlich den VfB in- und auswendig. „Wir sind glücklich, dass er bei uns spielt. Für Wooyeong wird es ein besonders Spiel. Er hat sicher ein paar Informationen für uns, da werden wir reinhören“, kündigte Svensson an.


