1. FC Union Berlin: Union braucht mehr Tore – und Baumgart weiß, wie es geht

Steffen Baumgart hat als neuer Trainer von Union Berlin zwei Heimspiele vor der Brust: den FC Augsburg und den FSV Mainz 05
Harry Langer/dpa- Union Berlin hat unter Trainer Baumgart Probleme, Tore zu erzielen.
- Baumgart setzt auf Optimismus und spezielle Übungen für die Stürmer.
- Union hat in 16 Ligaspielen nur 14 Tore erzielt; nur zwei von sechs Stürmern trafen.
- Gegen Augsburg und Mainz stehen zwei wichtige Heimspiele an.
- Baumgart kehrt als Trainer ins Stadion An der Alten Försterei zurück.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Steffen Baumgart kennt sich aus: Im Laufe von 488 Spielen hat der ehemalige Stürmer 98 Tore gemacht. Die meisten davon in der 2. Fußball-Bundesliga – im Trikot des 1. FC Union Berlin. Mehr als 20 Jahre nach der Saison 2003/04, als er 13-mal für die Eisernen traf und vier weitere Tore vorbereitete, steht der 53-Jährige nun am Seitenrand des Bundesligisten und soll als Trainer genau die Frage lösen, die sich ihm selbst nur selten stellte: Wie können seine Stürmer endlich wieder Tore machen?
Baumgarts erster Ansatz: Optimismus. „Ich kann ihnen nur sagen, was mir als Stürmer geholfen hat, was mir als Trainer geholfen hat“, sagte er und erklärt bei der Spieltagspressekonferenz, worauf es seiner Meinung nach ankommt: „Jungs in die Position zu kriegen.“ Am besten schon im Spiel gegen den FC Augsburg am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky). „So mancher Stürmer hat woanders nicht getroffen und bei mir hat er getroffen.“
Union-Trainer Baumgart will schauen, „ob sie es wirklich nicht können“
Und er hat recht. Ein Beispiel: Als Baumgart im Juli 2021 beim 1. FC Köln anfing, kehrte nach einem erfolglosen halben Jahr bei AS Saint-Etienne auch Anthony Modeste zurück – und traf in 32 Spielen anschließend 20-mal. Auf eine ähnliche Initialzündung hofft Baumgart nun auch beim 1. FC Union. Er habe „hoffentlich nicht nur die richtigen Ansagen, sondern auch die richtigen Übungen dafür.“
Union hat in der Liga in 16 Spielen erst 14 Tore erzielt – weniger häufig trafen nur der VfL Bochum (13 Tore) und der FC St. Pauli (12). Von den sechs etatmäßigen Stürmern haben bisher nur zwei getroffen: Jorbe Vertessen (ein Tor) und Benedict Hollerbach, der bereits drei Tore machte. Jordan Siebatcheu, der gegen den FC Heidenheim ein starkes Spiel machte, ist noch ohne Saisontor. Andrej Ilic ebenfalls. Der Serbe spielte bislang fast keine Rolle, könnte aber jetzt eine neue Chance bekommen.
Baumgart attestierte Siebatcheu und Ilic am Dienstag die Qualitäten für Torerfolge. „Ich bin optimistisch, dass ich die Stürmer da hinkriege, wirklich aufs Tor zu schießen“, sagte Baumgart. „Und danach bewerten wir dann erst, ob sie es wirklich nicht können oder ob es vielleicht an anderen Sachen gelegen hat.“
Union Berlin hat erst ein Heimspiel in dieser Saison verloren
Der 53-Jährige betonte aber auch, dass es in der Offensive auf mehr ankomme. „Ich habe noch keinen Stürmer der Welt kennengelernt, der alleine Tore macht“, sagte er. „Es geht darum, die Jungs in die Positionen zu bringen.“ Dafür sei das gesamte Team zuständig. Gegen Augsburg solle seine Mannschaft nach vorne spielen und den Gegner früh unter Druck setzen.
Neben seiner Expertise als ehemaliger Stürmer baut Steffen Baumgart auf eine weitere Statistik: Union hat in dieser Saison sportlich erst ein Bundesliga-Heimspiel verloren – gegen Meister Bayer Leverkusen (1:2). Augsburg wiederum konnte auswärts von sieben Begegnungen keine gewinnen. „Wir haben zwei Heimspiele hintereinander und wollen anfangen, die Punkte hierzubehalten“, sagte er mit Blick auf die Partie gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag um 15.30 Uhr.
Ex-Spieler Baumgart kehrt als Trainer zurück an die Alte Försterei
Für Baumgart werden es seit seiner Verpflichtung als Trainer von Union Berlin die ersten beiden Heimspiele im Stadion An der Alten Försterei sein. „Da wird schon eine große Aufregung dabei sein. Aber auch eine Riesenvorfreude auf das Stadion und auf die Stimmung“, sagte der ehemalige Union-Spieler über seine Rückkehr. Dieser besondere Tag soll bestmöglich von einem Sieg gekrönt werden – dem ersten seit neun Ligaspielen. (mit dpa)



