Transfers bei Union Berlin: Aufregung um Doekhi und ein Enten-Angebot für Ilic

Profifußball-Geschäftsführer Horst Heldt (1. FC Union Berlin) sprach in einer Medienrunde offen über das Wintertransferfenster inklusive Deadline Day. Außerdem gab er einen Einblick in die Verhandlungen.
Matthias Koch- Union tätigte keine Wintertransfers – Vertrauen in den bestehenden Kader.
- Heldt: 21 Punkte bis zum Jahreswechsel, Stürmer ausdrücklich eingeschlossen.
- Kader verkleinert: Ljubicic zu Fortuna, Ogbemudia zu Waldhof – jeweils für ein halbes Jahr.
- Kein Angebot für Diogo Leite; Doekhi mit „intensiver Aufregung am Sonntag“, blieb dennoch.
- Burnley-Gerücht zu Ilic dementiert; Interesse an Raheem Sterling bestand nicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Ostwind erwies sich am Dienstag (3. Februar 2026) beim Training des 1. FC Union Berlin als sehr unangenehm. Die rund 50 Fans und sechs Medienvertreter verließen dennoch unfreiwillig nach rund 30 Minuten den Platz. Wegen taktischer Übungen wollte Trainer Steffen Baumgart die einzige öffentliche Einheit vor dem Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt lieber geheim beenden.
Immerhin gab es für die Journalisten noch einen Nachschlag im Warmen. In einer Loge des Stadions An der Alten Försterei zog Manager Horst Heldt nach der am Montag beendeten Transferperiode ein Fazit.
Union Berlin mit eigenem Kader zufrieden
Neuverpflichtungen gab es nicht, obwohl sich so mancher Beobachter einen treffsicheren Stürmer oder kreativen Mittelfeldmann gewünscht hätte. „Mit unserem Kader, der bis zum Jahreswechsel 21 Punkte eingefahren hat, sind wir eigentlich gut unterwegs gewesen. Wir vertrauen unserem Kader. Alle zeigten, dass wir in der Lage sind, erfolgreich zu sein“, sagte Heldt. Dabei schloss er auch die Stürmer ausdrücklich mit ein. Deshalb sah der Klub auch nicht die Notwendigkeit, Verstärkungen herbeizuführen.
Union wollte das Aufgebot verkleinern und zeitgleich Reservisten an anderer Stelle mehr Spielpraxis ermöglichen. Deshalb wurden Angreifer Marin Ljubicic und Verteidiger Oluwaseun Ogbemudia für ein halbes Jahr an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf beziehungsweise den Drittligisten Waldhof Mannheim verliehen.
Keine Angebote für wechselwilligen Diogo Leite
Viele rechneten im Januar mit dem Abgang der Stamm-Innenverteidiger Diogo Leite und Danilho Doekhi, weil ihre Verträge im Sommer auslaufen und die Interessentenzahl gefühlt immer sehr groß war. Aber Heldt stellte klar, dass es weder im Sommer noch jetzt ein Angebot für den wechselwilligen Leite gegeben habe.
Für den von den Leistungen her wesentlich stabileren und torgefährlichen Doekhi habe es dagegen am Sonntag noch mal „eine intensive Aufregung am Sonntag“ gegeben, so Heldt. Einen Wechsel fand dennoch nicht mehr statt.
Durch das Transferfenster flog auch wieder so manche Ente. So ploppte am Sonntagabend in England auf, dass Erstligist FC Burnley angeblich für Angreifer Andrej Ilic zehn Millionen Euro zahlen würde. Heldt dementierte das. Ein Angebot von Burnley habe es nicht gegeben und Union hätte seinen Mittelstürmer ohnehin nicht abgegeben.
Union Berlin zeigte kein Interesse an Raheem Sterling
Nicht für voll nahm Heldt zudem die Offerte, die Union gemacht wurde. Es handelte sich um den 82-fachen englischen Nationalspieler Raheem Sterling (zuletzt FC Chelsea). „Er wurde mir vorgeschlagen. Es ist natürlich ein glanzvoller Name. Du weißt, der hat gerade einen Vertrag aufgelöst“, berichtete Heldt. „Richtig gespielt hat er in den letzten Jahren aber nicht mehr. Und eine Kontaktaufnahme kam dann auch nicht wirklich zustande.“
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