1. FC Union: Berliner sammeln Punkt für den Klassenerhalt

Traf und ist wieder gesperrt: Unions Mittelfeldspieler Robert Andrich (links)
MICHAEL SOHNFür Robert Andrich kein Grund zur Traurigkeit. „Wir haben es weiter selbst in der Hand und wollen jetzt in Köln gewinnen, um den Abstand nach hinten zu vergrößern“, sagte der Mittelfeldspieler. Und Union-Trainer Urs Fischer befand: „Jeder Punkt hilft uns.“ Er ärgerte ich etwas über vergebenen Chancen, war sich vor der Partie aber der Wichtigkeit des Duells der beiden bisher schlechtesten Teams nach dem Re-Start bewusst. Gleich vier Wechsel von einer Partie zur nächsten sind für den Schweizer eher ungewöhnlich. Dazu stellte er ausgesprochen offensiv auf. So kam Yunus Malli als zentraler Mittelfeldspieler ebenso in die Startelf wie Anthony Ujah, der neben Sebastian Andersson die zweite Spitze stellte.
Chancenwucher bestraft
Und der Mut wurde belohnt. Zumal den Schalkern in der ersten Hälfte die Verunsicherung nach ihren mit null Punkten völlig missratenen Neustart anzuerkennen war. Die Unioner begannen beherzt, den Angriff zu suchen. Malli scheiterte naoch aus Nahdistanz an Torwart Alexander Nübel (4.) und Ujah verfehlte das Tor mit einem Kopfball nur knapp (9.). Doch dann jubelte Eisern. Nach einem Ballverlust von Juan Miranda gegen Ujah bediente der Nigerianer Robert Andrich, der zum 1:0 flach einschoss (11.). Union vergab weitere Möglichkeiten und wurde bestraft.
Denn auf einmal stand es 1:1. Jonjoe Kenny versenkte den Ball mit einem satten Distanzschuss zum Ausgleich (28.). Und es kam noch ärger für die Köpenicker. Torschütze Andrich, gerade nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder ins Team gerückt, sah im Mittelkreis nach einem Foul seine 10. Gelbe Karte und fehlt nun am Sonnabend in Köln.
Nach den Wechsel entwickelte sich eine Partie, die weit weniger Torchancen bereit hielt. Bei den Gästen war der Angriff mit Michael Gregoritsch und Benito Raman eine einzige Enttäuschung. Bei den Berlinern baute Ujah ab, auch Malli blieb unscheinbar. Die beste Chancen vergaben für die Gäste Rabbi Matondo (70.) und auf Seiten der Berliner Marvin Friedrich, dessen Schuss abgefälscht neben das Tor flog (86.), und Keven Schlotterbeck, der an Nübel scheiterte (87.). Unter dem Strich blieb ein Punkt für die Platzherren, der sich am Ende als wertvoll erweisen könnte.
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