Amateurfußball in Berlin
: Schlägerei zwischen Mahlsdorf und Hellersdorf - die Reaktionen

Nach dem 6:0 von Eintracht Mahlsdorf IV gegen den HFC Berlin in der Kreisliga C kommt es zu einer Massenschlägerei. Beide Vereine schildern den Ablauf – und widersprechen sich teils.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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OL Eintracht Mahlsdorf - Berliner AK 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, NOFV Oberliga Nord (29. Spieltag), BSV Eintracht Mahlsdorf - Berliner Athletik Klub, Eckfahne mit Logo von Mahlsdorf, 07.05. 2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Bei einem Heimspiel der vierten Herrenmannschaft des BSV Eintracht Mahlsdorf gegen den HFC Berlin in der Kreisliga C kam es nach dem Abpfiff zu tumultartigen Szenen. Die Polizei rückte an.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Nach dem 6:0 von Eintracht Mahlsdorf IV gegen HFC Berlin kam es nach Abpfiff zu Tumulten.
  • Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs, drei Personen wurden leicht verletzt.
  • HFC Berlin: Ein alkoholisierter Zuschauer war Auslöser und warf einem Spieler den Ball ins Gesicht.
  • Der Mann soll später einen Feuerlöscher gegriffen haben, wurde zurückgedrängt und verließ das Gelände.
  • Mahlsdorf: Wortgefechte zwischen Zuschauern und HFC-Spielern eskalierten zu Schlägereien – Team hielt sich zurück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einem Kreisligaspiel in Berlin-Hellersdorf ist es am Sonntag (19. April) zu tumultartigen Szenen gekommen. Beim Duell in der Kreisliga C zwischen dem BSV Eintracht Mahlsdorf IV und dem HFC Berlin (6:0) gerieten Spieler und Zuschauer nach Abpfiff aneinander.

Nach Angaben der Polizei wurden drei Menschen leicht verletzt. Mehrere Streifen sowie Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs.

Der HFC Berlin spricht auf Facebook in einem ausführlichen Statement von einem alkoholisierten Zuschauer als Auslöser der Eskalation. Demnach sei das Derby zwar intensiv, aber sportlich beendet worden. Erst nach dem Abpfiff sei es zu einer Massenschlägerei gekommen, nachdem ein Zuschauer einem HFC-Spieler gezielt einen Ball ins Gesicht geworfen habe.

In der Folge habe sich die Situation weiter zugespitzt. Laut HFC soll derselbe Zuschauer später sogar einen Feuerlöscher aus dem Gebäude gerissen haben und in Richtung Kabinentrakt gestürmt sein. Spieler und weitere Anwesende hätten ihn schließlich überwältigt und zurückgedrängt. Der Mann habe das Gelände noch vor dem Eintreffen der Polizei verlassen.

Der Verein betont, man lehne jegliche Form von Gewalt strikt ab und werde die Behörden bei der Aufklärung unterstützen. Fußballspiele müssten trotz aller Rivalität von Fairness und Respekt geprägt sein.

Eintracht Mahlsdorf sieht Wortgefechte als Ausgangspunkt

Auch aus Sicht von Mahlsdorf verlief die Partie selbst zwar hitzig, aber ohne größere Zwischenfälle. Trainer Oliver Kiesewetter erklärte gegenüber FuPa Berlin, dass es auf dem Weg in die Kabine zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Zuschauern und Spielern des HFC gekommen sei.

Diese Wortgefechte seien schließlich eskaliert: Ein Spieler und ein Zuschauer hätten zunächst aufeinander eingeschlagen, ehe sich eine größere Gruppe gebildet habe. Daraus heraus sei es zu weiteren Faustschlägen gekommen. Die Mahlsdorfer Mannschaft habe sich bewusst zurückgehalten und sei auf den Platz zurückbeordert worden.

Kiesewetter zeigte sich verärgert über die Vorfälle: „Wir haben einen schönen Derbysieg geholt. Dass das von solchen Ausschreitungen überschattet wird, ärgert mich persönlich sehr. Dadurch können wir diesen Erfolg gar nicht so richtig genießen.“

Polizei ermittelt – Spiel gerät in den Hintergrund

Nach dem Vorfall verlagerte sich das Geschehen offenbar in Richtung Kabinentrakt. Die Polizei rückte mit einem größeren Aufgebot an, nahm Personalien auf und leitete Ermittlungen ein. Trotz der gemeldeten Verletzten lehnten Betroffene eine Behandlung vor Ort ab.

Damit rückt ein eigentlich deutliches Ergebnis in den Hintergrund. Eintracht Mahlsdorf IV gewann das Derby klar mit 6:0 – doch statt über den sportlichen Erfolg wird nun vor allem über die Ausschreitungen nach Abpfiff gesprochen.

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