Aus für die Baller League
: Rückschlag für Podolski und Hummels in Deutschland

Das mit Lukas Podolski und Mats Hummels gegründete Hallenfußball-Format die Baller League ist vorübergehend eingestellt. Der Blick wird auf andere Märkte gerichtet.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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3. Saison der Baller League im Frühjahr 2025 in Berlin, Final Four: Fußball, Herren, Frühjahr 2025, Indoor, 3. Saison der Baller League in Berlin, Final Four, Finale, Streets United - Gönrgy Allstars, 19.05. 2025, Foto: Matthias Koch

Noch 2025 wurde auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof eine Arena gebaut. Dann sollte der Umzug nach Köln erfolgen. Nun ist bekannt: die Baller League wird in Deutschland auf Eis gelegt.

Matthias Koch
  • Baller League in Deutschland vorübergehend eingestellt – strategische Neuausrichtung
  • Fokus künftig auf internationale Standorte, besonders USA und Großbritannien
  • Start der 4. Saison von November auf Januar verschoben, danach Funkstille
  • Spiele auf Twitch und ProSieben Maxx, teils über 100.000 Live-Zuschauer
  • Icon League von Toni Kroos und Kings League mit deutschem Ableger bleiben aktiv

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Show-Elementen, speziellen Regeln und bekannten Gesichtern sollte bei der Baller League vor allem eine junge Zielgruppe erreicht werden. Mithilfe der ehemaligen Profifußballer Lukas Podolski und Mats Hummels wurde die Liga schnell bekannt.

Nun ist vorerst Schluss: Das Format stellt seinen Spielbetrieb in Deutschland ein. Die Verantwortlichen sprechen von einer strategischen Neuausrichtung.

Während es hierzulande leiser wird, setzen die Macher künftig verstärkt auf internationale Standorte – insbesondere in den USA und Großbritannien.

Baller League: Teilweise über 100.000 Zuschauer live dabei

Hallenfußball-Ligen galten zuletzt als eines der spannendsten Experimente im Sport-Entertainment. Die Baller League, die unter anderem von Mats Hummels und Lukas Podolski mitgegründet wurde, setzte bewusst auf Abgrenzung vom traditionellen Verbandsfußball. Dennoch gab es zum Teil Ärger mit Vereinen, die ihre Spieler für das Format abstellen sollten.

Gespielt wurde in einer Halle, mit verkleinertem Feld, Sonderregeln und starkem Fokus auf Unterhaltung. Die Partien liefen vor allem auf der Streaming-Plattform Twitch. Zusätzlich zeigte ProSieben Maxx ausgewählte Begegnungen im Free-TV. Teilweise schalteten mehr als 100.000 Zuschauer ein.

Entscheidung nach dritter Saison und Funkstille

Wie das Medienmagazin DWDL.de berichtet, wird die Baller League ihren Betrieb in Deutschland vorerst einstellen. Die Spieler seien in dieser Woche über den Schritt informiert worden. Bereits zuvor war der eigentlich für November geplante Start der vierten Saison in den Januar verschoben worden. Doch seit der Verschiebung herrschte Funkstille.

In einem Statement bestätigten die Verantwortlichen nun die Pause. Der deutsche Markt biete aktuell nicht die nötige Größe und Struktur, um die langfristigen Ziele des Unternehmens zu tragen. Eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt werde jedoch nicht ausgeschlossen.

Konkurrenz der Baller League bleibt aktiv

Neben der Baller League hatte vor allem die Icon League von Weltmeister Toni Kroos die Szene der alternativen Hallen-Ligen geprägt. Dieses Format ist weiterhin aktiv. Auch die Kings League, die vom früheren Barcelona-Profi Gerard Piqué initiiert wurde, ist mit einem deutschen Ableger vertreten.

Aus dem Brandenburger Fußball konnten Leo Felgenträger und Paul Pahlow vom VfB Krieschow den Titel in der Hallenfußball-Liga feiern. Auch viele ehemalige Profis von Energie Cottbus wie Thorsten Kirschbaum, Cedric Mimbala oder Clemens Fandrich nahmen teil.

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