Auswärtsklatsche für SV 63 West: „Man muss die Klasse auch anerkennen“

Nicht nur aufgrund seiner elf Treffer war Philip Kryszon der beste Mann in Reihen des SV 63 West, in der Auswärtspartie beim Tabellenführer HSV Insel Usedom.
terDoch der Start verlief für die Brandenburger zunächst recht positiv. Selbst als die Gastgeber nach exakt neun Minuten ihren Vorsprung auf 7:4 ausbauten, fanden die West-Handballer noch einmal zurück. Gerade dem starken Philip Kryszon war es zu verdanken, dass der Rückstand peu à peu schmolz. In der 18. Minute konnte Sebastian Ackermann sogar zum 9:9 ausgleichen. Kurz darauf war aber Schluss für den Routinier, der angeschlagen in das Spiel ging. Er wird noch für die wichtigeren Partien gebraucht, da wollte Trainer Schößler kein Risiko eingehen.
Bis zur Halbzeit konnten die Gäste nur noch einen Treffer erzielen, weil sie nun ungeduldiger im Angriff wurden. Während sich bei ihnen die Fehler häuften, nutzte der Favorit eiskalt seine Möglichkeiten, baute den Vorsprung zur Halbzeit noch auf 17:10 aus. Sven Schößler bemängelte das Rückzugsverhalten seiner Spieler, so dass die Usedomer häufig frei zum Abschluss kamen. Die Torsteher Jurij Benkendorf und Oskar Müller standen dadurch auf verlorenem Posten. Das sollte sich im zweiten Durchgang nicht mehr ändern, die Hausherren konnten ihr Ergebnis locker in die Höhe schrauben. Der West-Trainer nutzte nun die Begegnung um den Nachwuchsleuten Leon Rühlmann und Erik Schulz verstärkt Einsatzzeiten auf der rechten wie linken Außenbahn zu gönnen. Da nicht jeder West-Akteur seinen besten Tag erwischte wurde es am Ende eine deutliche Demonstration der Hausherren, die nach dem 35:22-Erfolg ihre „weiße Weste“ behielten.
„Wenn du hier etwas bestellen möchtest, müssen alle Spieler 120 Prozent geben. Das war bei uns nicht der Fall, der einzige der herausragte war Philip Kryszon mit seinen elf Treffern. Aber man muss auch einfach anerkennen, dass der Gegner eine ganz andere Qualität hatte. Hier wird fünf Mal die Woche trainiert, da können wir uns nicht mit vergleichen“, analysierte Trainer Schößler. „Aber wir konzentrieren uns auf die kommenden beiden Spiele. In Werder (26. Oktober) sind unsere Chancen etwas zu holen schon wesentlich größer und dann folgt das Heimspiel gegen Preussen (2. November). Da gibt es sicherlich keinen schönen Handball, aber da müssen wir gewinnen, sonst haben wir in dieser Liga auch nichts verloren“, schob Sven Schößler nach.
In zwei Wochen wird sehr wahrscheinlich auch Tom Kryszon zurückkehren können. Damit wird das Spiel der 63ger wieder variabler.
SV 63 West: Benkendorf, Müller, Wybranietz 4/1, Witt, Heuer, Meysel 2, Schulz, Rühlmann, Stenzel 2, Habermann, P. Kryszon 11/2, Ackermann 1.