Basketball
: Bogdan Radosavljevic feiert mit Alba Berlin eine gelungene Rückkehr

Einen Tag nach seiner Verpflichtung feiert Bogdan Radosavljevic mit Alba Berlin einen hart umkämpften 90:77-Heimsieg gegen die EWE Baskets Oldenburg.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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Zurück in Berlin: Albas Bogdan Radosavljevic (rechts) und Kresimir Nikic bejubeln einen erfolgreichen Dreipunktewurf.

dpa/Andreas Gora

Albas Coach Aito Garcia Reneses deutete mit einem kurzen Fingerzeig auf die Bank und Bogdan Radosavljevic betrat wieder das Parkett als Spieler von Alba Berlin. „Es ist richtig geil, wieder da zu sein. Auch, wenn noch etwas Rost dran war“, sagte Radosavljevic mit einem strahlenden Lächeln nach dem 90:77-Heimsieg über die EWE Baskets Oldenburg.

Der Center war vertragslos und wurde aufgrund von Albas Verletzungsproblemen, die durch Tim Schneiders Ausfall (Lungenentzündung) noch größer werden, erst am Freitagabend verpflichtet worden. Dabei ist er kein Unbekannter in der Hauptstadt. Bereits von 2016 bis 2018 spielte er für die Berliner. Anschließend zog es ihn nach Ludwigsburg, Ulm und Brindisi (Italien). "Ich habe in meiner Profi-Karriere noch nie zu so einem späten Zeitpunkt keinen Vertrag gehabt. Aber das gehört auch dazu und ist eine wichtige Erfahrung. Jetzt bin ich in Berlin und das zählt“, erzählt der 26-Jährige, dessen Vertrag zunächst über zwei Monate läuft.

Vor 10 366 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Während Radosavljevic, den seine Mitspieler nur „Boggy“ nennen, auf seinen Einsatz wartete, unterhielt er sich immer wieder mit Co-Trainer Sebastian Trzcionka, der ihm auch Spielzüge erklärte. „Viel verändert hat sich aber nicht“, stellte er  fest.

In der Partie hatten Landry Nnoko, Kresimir Nikic und Radosavljevic große Probleme Oldenburgs Rasid Mahalbasic unter Kontrolle zu bekommen. Immer wieder spielte der Gäste-Center kluge Pässe oder schloss in Korbnähe treffsicher ab. Bereits zur Pause verzeichnete der Slowene zehn Punkte und vier Vorlagen. „Er hat trotz seiner Größe immer ein Auge für seine Mitspieler. Er ist sehr vielseitig und deswegen einer der besten Spieler der Liga“, lobte Albas Luke Sikma den Oldenburger.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Berliner in der Defensive viel konzentrierter und schafften es, Mahalbasic einige Foulspiele anzuhängen. Doch es blieb eine ausgeglichenes Partie, das mit 65:65 ins letzte Viertel ging. Trotz des vierten Spiels innerhalb von sieben Tagen konnten sich die Albatrosse in der Verteidigung noch einmal steigern. Im gesamten Schlussviertel ließen sie lediglich 13 Oldenburger Zähler zu, während in der Offensive nun auch die Dreipunktewürfe ihr Ziel fanden. Die Berliner setzen sich schnell auf sieben Punkte ab und konnten mit dem 90:77 nach zwei Niederlagen in der Bundesliga wieder einen Sieg feiern.

Keine zehn Stunden nach seiner Ankunft stand Radosavljevic insgesamt sechs Minuten auf dem Feld. „Es ging darum, dass ich Nnoko und Nikic wichtige Verschnaufpausen verschaffe. Ob ich vier oder 24 Minuten spiele, ist egal. Ich will sie nutzen und der Mannschaft helfen.“