Bundesliga
: Unions Taktik gegen Leverkusen heißt laufen

Die Köpenicker gehen mit Selbstbewusstsein in das Spiel gegen Leverkusen. Grischa Prömel könnte sein Startelf-Comeback geben.
Von
Gunnar Günther
Berlin
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Spielstark: Nach seiner Verletzung kam Grischa Prömel in den vergangenen drei Spielen zu Kurzeinsätzen.

Matthias Koch

Dreimal trafen die Berliner bisher auf die Werkself. Dreimal gab es schmerzende Klatschen. Zweimal unterlagen die Wuhlheider im Pokal mit 0:5 und 1:4 und beim ersten Spiel in der Bundesliga fuhren die Unioner im vorigen Herbst nach einem 0:2 ohne Punkte vom Rhein zurück.  Dennoch bleiben Fans  und Spieler Optimisten. Kapitän Christopher Trimmel jedenfalls verspricht: „Wir werden uns nicht verstecken. Vor allem zu Hause haben wir bewiesen, dass wir auch Mannschaften aus der oberen Tabellen-Hälfte schlagen können.“ Mit Borussia Dortmund (3:1), Mönchengladbach und Freiburg mit jeweils 2:0 ließen schon Promi-Teams die Punkte in der „Alten Försterei“. Wenn die Berliner mit 122,4 Kilometer  so viel laufen  wie beim 2:0-Sieg vor Wochenfrist in Bremen, dürften auch die Leverkusener auf Dauer mit Atemnot kämpfen.

Union-Trainer Urs Fischer tritt zwar nicht mit breiter Brust, aber entschlossen an. „Bayer ist eine Mannschaft, die viele Lösungen bereithält, ob mit oder ohne Ball. Man darf den Respekt  aber auch nicht übertreiben, sonst wird man ängstlich. Wir werden versuchen, das eine oder andere zu unterbinden. Wir schauen aber auch auf unser Spiel. Nur zu verteidigen wird nicht reichen. Es braucht Mut von unserer Seite, um im Spiel gewisse Lösungen zu finden. Wir wollen am Sonnabend unser Gesicht zeigen.“

In München im Fanblock

Zum ersten Mal seit dem 18. August läuft vielleicht am Sonnabend Aufstiegsheld Grischa Prömel wieder von Beginn an auf. Bereits nach dem zweiten Spieltag fiel der 25 Jahre alte Mittelfeldmann wegen schmerzenden Reizungen an beiden Patellasehen aus. „Es war unheimlich schwer, ständig auf der Tribüne zu sitzen und nicht eingreifen zu können."  Dabei suchte er den Rat verschiedener Ärzte in ganz Deutschland, die alle unterschiedliche Therapien vorschlugen. Von Belastungssteuerung bis zu einer Eigenbluttherapie war alles dabei – geholfen hat es nichts. Beim Spiel in München verfolgte er die Partie sogar aus dem Fanblock. "Ich hatte das Gefühl, den Jungs auf dem Platz von dort mehr helfen zu können“. Mittlerweile ist er wieder schmerzfrei, doch eine Erklärung für seine Probleme gibt es bis heute nicht. „Ich kümmere mich jetzt mehr um meinen Körper, stehe ständig im Austausch mit den Physios. Ich dehne mich sogar vor dem Schlafengehen und habe den Umfang meines Krafttrainings erhöht“, erzählt er. In Dortmund  und Bremen bekam Prömel bereits erste Kurzeinsätze.  Trotz der 0:5-Schlappe in Dortmund war er glücklich. „Ich konnte wenigstens wieder spielen. Es war meine schönste Niederlage“, gesteht er.

Ob Prömel gegen Leverkusen sein Comeback in der Startelf feiern kann, ließ Trainer Fischer wie gewohnt offen. „Es kann sein, dass Prömel in der Startelf steht.“