Delay Sports Berlin
: Nach Aufstieg – Influencer Elias Nerlich plant Millionenprojekt

Influencer-Klub Delay Sports Berlin plant ein Millionenprojekt. Die Finanzierung soll sich über Jahrzehnte strecken. Es steht eine achtstellige Summe im Raum.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Icon League 2. Spieltag 2024/2025: Fussball, Herren, Saison 2024/25, The Icon League (2. Spieltag), The Pack - B2B United, Gründer und Streamer Elias Nerlich, 09.09. 2024, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Elias Nerlich ist Influencer und gründete den Fußballverein Delay Sports Berlin. Nach dem feststehenden Aufstieg in die Bezirksliga in Berlin hegt der Unternehmer große und kostenintensive Pläne.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Influencer Elias Nerlich plant ein Millionenprojekt für Delay Sports Berlin.
  • Der Fußballverein Delay Sports Berlin soll ein eigenes Vereinsgelände erwerben.
  • Die Finanzierung des Achtstelligen Projekts soll sich über 25 Jahre erstrecken.
  • Neben Fußball sind Gastronomie und Sporteinrichtungen geplant.
  • Der Verein bleibt ein Projekt unter Freunden nach dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Erfolgsstory von Delay Sports, dem Berliner Fußballverein aus der Kreisliga A mit prominentem Hintergrund, könnte bald ein neues Kapitel schreiben – und das mit Seltenheitswert im Berliner Amateurfußball: Präsident Elias Nerlich, besser bekannt unter seinem Online-Pseudonym Eligella, plant den Kauf eines eigenen Vereinsgeländes. Ein mutiger Schritt, den sich in der Hauptstadt nur die wenigsten Vereine leisten können – und der für einen Bezirksligisten beispiellos ist.

„Ich sag’ euch, mit diesem Schritt. Das ist so krass teuer“, sagte Nerlich in einem Livestream auf Twitch. „Da bist du unabhängig. Also dann hat dein Verein ein Grundstück. Du kannst da drauf machen, was du willst.“

Eigenes Grundstück in Berlin – ein Luxusgut für Amateurvereine

Nach dem sportlichen Aufstieg in die Bezirksliga verfolgt Nerlich nun ehrgeizige Pläne, die weit über das Tagesgeschäft auf dem Platz hinausgehen. Mehrere Stunden saß der Vereinspräsident kürzlich in Meetings, um über Finanzierung, Grundstück und Businessplan zu sprechen. Im Gespräch sind Summen im achtstelligen Bereich – kein kleines Vorhaben für einen Amateurklub. „Ich kann euch sagen, dass wir über 20 Millionen da sind, auf über 25 Jahre.“

Ein eigenes Gelände in Berlin? „In Berlin, es ist alles voll“, beschreibt Nerlich die Realität in der Hauptstadt. „Und wenn du erstmal sowas hast, dann kannst du da machen, was du willst.“ Tatsächlich besitzen nur sehr wenige Berliner Vereine eigene Plätze. Oberligist BFC Preussen wird von ihm als seltenes Beispiel genannt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Planungssicherheit, Nutzung rund um die Uhr und Freiheit in der Gestaltung. Für Nerlich steht fest: „Dann musst du aber auch wirklich dir einen richtigen Businessplan machen.“

Mehr als Fußball – ein Campus für die Community in Berlin

Nerlichs Vision geht weit über Fußball hinaus. Er denkt an Gastronomie: „Ein cooler Burgerladen, ein cooler Dönerladen“, so der Influencer. Es sollen Hallen gebaut werden, nutzbar für Hallenturniere, Schulen oder Firmenfeiern. Auch ein Padelplatz steht auf der Liste – eine Trendsportart, bei der es an freien Plätzen in Berlin oft mangelt. „Stellt euch vor, da läuft ein Delay-Sports-Spiel, daneben ist ein krasser Burgerladen“, schwärmt Nerlich. Die Infrastruktur soll Einnahmen generieren – von Trikotverkäufen bis Hallenvermietungen – und so das Projekt langfristig finanzieren.

Obwohl Delay Sports sportlich bislang nur in der Kreisliga gespielt hat, träumt Nerlich von einem Areal, das sich an professionellen Standards orientiert. Zwei Kunstrasenplätze, zwei Naturrasenplätze, eigene Kabinentrakte, Videoanalyse-Räume, Physio-Bereich und mehr sind angedacht. Auch ein Greenkeeper mit „leichtem Bäuchlein“, so Nerlich augenzwinkernd, soll sich um den Rasen kümmern – „der soll eins mit dem Rasen sein“.

Delay Sports versteht sich weiterhin als Verein unter Freunden

Delay Sports versteht sich nach wie vor als ein Projekt unter Freunden. Die Kaderplanung, das Trainerteam um Andreas Schild und Kevin Pannewitz, sowie das enge Verhältnis zwischen Spielern und Vereinsführung bleiben Kernelemente. Der e.V.-Status wird beibehalten, Anteile gibt es keine. Sportlich läuft es für die Mannschaft in der Kreisliga A optimal. Mit einem 9:1-Sieg gegen den Berliner SV II machte der Influencer-Klub am vergangenen Spieltag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Mit dem möglichen Erwerb eines eigenen Sportgeländes setzt Delay Sports ein Ausrufezeichen in der Berliner Amateurfußballlandschaft. Was als Influencer-Projekt in der Kreisliga begann, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Modellverein – mit professionellem Anspruch und Community-Fokus. Sollte der Deal gelingen, könnte das Delay-Gelände zu einem neuen, bunten Zentrum des Berliner Fußballs werden.

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