Fußball
: Andersson vom 1. FC Union Berlin zeigt seine Klasse

Nach acht Spielen ohne Treffer sorgt der Schwede mit seinem Tor für den überraschenden 2:1-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt. Der vorzeitige Klassenerhalt rückt immer näher.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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24.02.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Fußball: Bundesliga, 23. Spieltag, Eintracht Frankfurt - 1. FC Union Berlin, in der Commerzbank-Arena.

Uwe Anspach/dpa

„Manchmal ist das einfach so, man schießt einfach keine Tore. Du musst das akzeptieren, sonst wird es noch schlimmer“, erzählte der 28-jährige Schwede nach der Partie. Für Vorlagengeber Lenz stand der schwedische Nationalspieler trotz seiner Torflaute nie zur Diskussion. „Er ist unglaublich wichtig für unser komplettes Spiel, ob er jetzt trifft oder nicht.“

Wandspieler Andersson

Gegen die Frankfurter zeigte der kopfballstarke Schwede eindrucksvoll seine Wichtigkeit für das Berliner Spiel. In der schwierigen Auswärtspartie setzen die Köpenicker wieder vermehrt auf lange Bälle auf den Angreifer. Der 1,90 Meter große Stürmer bewegte sich klug in die Zwischenräume, verarbeitete und sicherte die Zuspiele gegen die Frankfurter Defensive. Zudem ging er weite Wege und lief bei Ballbesitz der Gastgeber immer wieder konsequent die jeweiligen Aufbauspieler an. Innenverteidiger Marvin Friedrich, der Christopher Trimmel als Kapitän vertrat, lobte nach der Partie: "Ich denke, dass wir gegen jeden Gegner in der Bundesliga eine Chance haben, wenn wir organisiert auftreten und unsere Tugenden auf den Platz bekommen, dann hat es jeder Gegner schwer.“ Gerade nach dem für Union unglücklichen Anschlusstreffer durch André Silva brachten die Eisernen die Tugenden Kompaktheit, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft eindrucksvoll auf den Platz. „Erst recht nach dem 0:2 wird es gegen einen disziplinierten Gegner wie Union schwer“, lobte Frankfurts Trainer Adi Hütter.

Dass die Berliner nun auf Platz 10 stehen und neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben, ist auch für Andersson nicht so ganz zu fassen. „Ich denke, das ist besser als jeder dachte. Aber um sicher zu sein, sollten wir noch ein paar mehr Punkte holen.“ Auch sein Trainer Urs Fischer hält nichts von einem bisherigen Fazit. "Platz 10 interessiert mich nicht wirklich. Mich interessiert der Platz nach dem 34. Spieltag.“

Am Sonntag können die Eisernen mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg den Klassenerhalt fast perfekt machen. „Wir wissen, dass wir zuhause eklig sind und immer für Tore gut“, erklärte Christopher Lenz. Und vielleicht hat sich Sebastian Andersson bis dahin auch einen emotionaleren Torjubel überlegt.