Fußball-Oberliga
: Berliner Dreikampf um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost

Das Aufstiegsrennen in der Oberliga Nord mit BFC Preussen, Lichtenberg 47 und Eintracht Mahlsdorf verspricht Spannung. Der letzte Spieltag steht im Fokus.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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Fussball : Mahlsdorf, Fussball Berlin-Pokal, Eintracht Mahlsdorf - BFC Preussen, Tim Häußler über  Anton Kanther 

  FOTO BENK 21.04.2025

Tim Häußler (li.) und der BFC Preussen planen den Durchmarsch in die Regionalliga Nordost. Doch Anton Kanther (re.) und der BSV Eintracht Mahlsdorf sind aktuell das Team der Stunde. Und auch der SV Lichtenberg 47 ist noch voll im Rennen.

Michael Benk
  • Drei Berliner Teams kämpfen um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost: BFC Preussen, SV Lichtenberg 47 und BSV Eintracht Mahlsdorf.
  • BFC Preussen führt mit 55 Punkten, obwohl das Stadion nicht regionalligatauglich ist.
  • SV Lichtenberg 47 hat 53 Punkte und das beste Stadion, verlor aber zuletzt an Boden.
  • BSV Eintracht Mahlsdorf ist der Außenseiter mit konstanten Leistungen und könnte sogar den Berliner Landespokal gewinnen.
  • Am letzten Spieltag treffen BFC Preussen und BSV Eintracht Mahlsdorf direkt aufeinander.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Spannung pur im Endspurt der NOFV-Oberliga Nord: Mit dem BFC Preussen, dem SV Lichtenberg 47 und dem BSV Eintracht Mahlsdorf kämpfen drei Berliner Teams um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost. Nur einer wird es schaffen – und das Rennen verspricht Hochspannung bis zum letzten Spieltag. Denn am letzten Spieltag gibt es ein Aufeinandertreffen, was einem Showdown gleichkommen könnte.

Die NOFV-Oberliga Nord sorgt auch in diesem Jahr wieder für Spannung im Aufstiegskampf. Schon in der letzten Saison war es spannend bis zum Schluss, als sich der FC Hertha 03 Zehlendorf mit einem Punkt mehr als Konkurrent SV Lichtenberg 47 zum Meister und Aufsteiger krönte.

BFC Preussen – Durchmarsch in die Regionalliga möglich

Der BFC Preussen steht aktuell an der Tabellenspitze. Die Mannschaft von Trainer Daniel Volbert ist erst aus der Berlin-Liga aufgestiegen und könnte den Durchmarsch perfekt machen. 55 Punkte haben die Lankwitzer aktuell und stehen damit zwei Punkte vor beiden Konkurrenten. Zuletzt wackelte das Team etwas und schied im Halbfinale des Berliner Landespokals gegen Mitkonkurrent BSV Eintracht Mahlsdorf in der Verlängerung aus. In der Vorwoche setzte es gegen den SV Sparta Lichtenberg aus dem Tabellenmittelfeld eine überraschende 0:6-Heimniederlage.

Ein Aufstieg in die Regionalliga Nordost würde bei den Preussen aber auch Fragezeichen mit sich bringen. Ob das heimische Preussen-Stadion unter den aktuellen Gegebenheiten eine Zulassung für die Regionalliga erhält, ist fraglich. Baumaßnahmen sind zwar geplant, diese würden aber wohl mehrere Jahre andauern.

SV Lichtenberg 47 – Rückkehr im zweiten Anlauf möglich

Mit 53 Punkten ist der SV Lichtenberg 47 der erste Verfolger des BFC Preussen. Vor zwei Jahren waren die Ostberliner noch Regionalligist, sind allerdings sportlich abgestiegen. In der vergangenen Saison scheiterten die Lichtenberger nur knapp mit einem Punkt am direkten Wiederaufstieg. Auch in diesem Jahr wird es wohl eine knappe Entscheidung sein. Zuletzt ließ die Mannschaft etwas federn, aus den letzten vier Spielen konnte man nur einen einzigen Sieg einfahren und verspielte damit die zwischenzeitliche Tabellenführung.

Von den Bedingungen her hat der SV Lichtenberg 47 die besten Voraussetzungen der drei Berliner Konkurrenten. Das heimische Hans-Zoschke-Stadion ist ohne Einschränkungen tauglich für die Regionalliga. Aktuell trägt auch die VSG Altglienicke als Gast ihre Heimspiele in Lichtenberg aus.

BSV Eintracht Mahlsdorf – Double für den ganz großen Coup

Auch Eintracht Mahlsdorf mischt überraschend im Rennen mit. Die Ostberliner Mannschaft hat sich als echtes Kollektiv präsentiert. Viele hatten sie vor der Saison nicht auf dem Zettel – doch Trainer Karsten Heine hat aus der Außenseiterrolle ein echtes Faustpfand gemacht. Eintracht punktet konstant, auch gegen die direkten Konkurrenten, und bringt damit Bewegung in die Tabelle. Das letzte Spiel, welches die Mahlsdorfer nicht gewannen, fand im November 2024 beim Berliner AK statt. Der ganz große Coup winkt, wenn man im Finale des Berliner Landespokals auch noch den Pokalfavoriten BFC Dynamo schlagen würde und damit in den DFB-Pokal einzieht.

Wo der BSV Eintracht Mahlsdorf in der Regionalliga spielen würde, ist bislang nicht bekannt. Der heimische Sportplatz am Rosenhag ist jedenfalls nicht tauglich, da er weder über getrennte Eingänge, noch über einen umzäunten Gästebereich oder eine Tribüne verfügt.

Was den Dreikampf zusätzlich würzt: Noch stehen direkte Duelle aus, die zur Entscheidung werden könnten. Und auch die Tordifferenz dürfte bei Punktegleichheit eine Rolle spielen. In der Oberliga, in der oft Kleinigkeiten entscheiden, kann jedes Tor zum Aufstieg führen – oder diesen verhindern. Die Fußballfans der Region dürfen sich freuen: Der Berliner Dreikampf um den Aufstieg verspricht Dramatik bis zum Schluss. Am letzten Spieltag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen dem BFC Preussen und dem BSV Eintracht Mahlsdorf.

Die aktuelle Tabelle der NOFV-Oberliga Nord