Fußball NOFV Oberliga Nord
: Seelow unterliegt beim MSV Neuruppin

Dank einer fulminanten Spielweise startete der MSV Neuruppin mit einem Sieg in die Oberliga-Saison. Der Aufsteiger legte trotz eines herben Personaleinschnitts einen Blitzstart hin.
Von
Matthias Haack
Neuruppin
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Belohnt: Über das vierte Tor in dieser Partie freuten sich Alexander Kratz, Torschütze Maxiliam Janke und Michel Klemz (von links).

Matthias Haack

Was für ein Traumstart für den Neuling in der Nord-Staffel der Oberliga: Mit 4:0 (2:0) setzte sich der MSV Neuruppin am Abend im brandenburgischen Derby gegen Victoria Seelow durch. Die Gäste enttäuschten keineswegs. Nur stolperten sie über den grundsätzlichen Unterschied zum Gegner: die Effektivität. Trainer Robert Fröhlich: „Wir müssen 1:0, sogar 2:0 führen. Dann geht man nicht mit so einem Ergebnis vom Platz.“

Laufstark: Lennard Flaig (in Rot) musste Michel Klemz ziehen lassen. Der Neuruppiner drehte auf der linken Seite gehörig auf.

Matthias Haack

Seelow hätte allein zweimal in den ersten Minuten einnetzen können. Stattdessen schluckte die Elf von Robert Fröhlich nicht nur eines, sondern gleich zwei Gegentore, die wie aus dem Nichts fielen. Beim ersten unterschätzte die Abwehr eine Flanke, Len Koch fiel der Ball so ideal auf den Kopf, dass Keeper Maurice Geisler verdutzt hinterherschauen musste (5.). Drei Minuten später schlenzte Maurice Malak beim Freistoß von der Strafraumlinie den Ball millimetergenau ein.

Viel Tempo in allen Mannschaftsteilen

Seelow hatte zwar mehr Spielanteile im ersten und in etwa gleichviel im zweiten Abschnitt, doch trumpfte Neuruppin immer wieder mit einem Höllentempo über die Außen auf. Die Entscheidung fiel durch da Silva (67.), der seine Routine beim Aufsetzerball ausspielte. Nach 74 Minuten belohnte sich der Ex-Wolfsburger Maximilian Janke für einen beherztes und besten Auftritt im MSV-Trikot.

Yulian Vladimirov verlässt den MSV Neuruppin

Vier Treffer, vier Torschützen, drei Punkte – der MSV hätte durchweg strahlen können. Doch wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte ihn ein personeller Rückschlag getroffen: Yulian Vladimirov verabschiedete sich, einer der Schlüsselspieler. Der Mann mit einer fantastischen Vorbereitung begründete seinen überraschenden Entschluss mit einem besseren Vertragsangebot. Wer ihm das unterbreitete, das ließ er gegenüber dem Vorstand offen.

Die Macht in der Luft: Theo Hahn und Markus Lemke (in Blau) vor der Zuschauertribüne. Insgesamt kamen 231 ins Volksparkstadion.

Matthias Haack