Fußball Oberliga: Viktoria Berlin in der Krise – Sportchef Boateng vor Abschied

Die Rote Karte gegen Noah Jones (links, in hellblau) dürfte die letzte Karte des Offensivspielers im Trikot von Regionalliga-Absteiger Viktoria Berlin gewesen sein. Sein Vertrag und die der meisten Mitspieler laufen aus. Mohammed Sylla (rechts) ist einer der wenigen Spieler mit gültigem Arbeitspapier.
Matthias Koch- Viktoria Berlin nach Abstieg in die Oberliga vor einem Neuanfang.
- Insolvenzverfahren läuft, Anwalt Martin Herrmann als Insolvenzverwalter eingesetzt.
- Fast alle Spielerverträge laufen aus, nur vier Spieler bis 2026 unter Vertrag.
- Trainer und Sportchef verlassen den Verein, sportliche Leitung vakant.
- Unklar, ob Viktoria Berlin in der nächsten Saison eine Mannschaft stellen kann.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim FC Viktoria 1889 Berlin geht es nach dem sportlichen Abstieg auch personell weiter bergab. Der Hauptstadtklub steht nicht nur wirtschaftlich vor einem Scherbenhaufen – auch sportlich herrscht akute Unklarheit.
Nur wenige Tage nach Bekanntwerden des vorläufigen Insolvenzverfahrens wird erkennbar: Die Mannschaft bricht auseinander, Trainer und offenbar auch Sportchef George Boateng sind weg, Verträge laufen aus. Der Wiederaufbau dürfte zur Mammutaufgabe werden.
Insolvenzverfahren läuft – Insolvenzverwalter eingesetzt
Seit dem 5. Juni ist es offiziell: Die Fußball-GmbH des FC Viktoria 1889 Berlin steckt im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Charlottenburg hat den Berliner Anwalt Martin Herrmann als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Ziel ist es, das Vermögen zu sichern und eine mögliche Eröffnung der Regelinsolvenz vorzubereiten.
Die GmbH darf derzeit nur noch mit Zustimmung des Verwalters über Konten oder Forderungen verfügen. Gläubiger sind vorerst von Vollstreckungen ausgeschlossen. Hintergrund ist der bereits im Frühjahr erfolgte Rückzug von Investoren – der sportliche Abstieg in die Oberliga verschärfte die Lage zusätzlich.
Kader vor dem Umbruch – nur vier Verträge bis 2026
Der sportliche Kader steht weitgehend vor dem Aus. Fast alle Spieler besitzen Verträge nur noch bis zum 30. Juni 2025 und sind dann vereinslos und somit ablösefrei. Nur vier Profis sind aktuell über die laufende Saison hinaus gebunden: Marvin Pohl, Mohamed Sylla, Jerome Scholz und Emmanuel Elekwa haben bis 2026 unterschrieben.
Dagegen ist für zahlreiche Stamm- und Ergänzungsspieler Schluss: Nicolas Hebisch, Enes Küc, Noah Jones, Oleg Skakun, Lucien Littbarski oder Torwart Florian Horenburg stehen nicht mehr unter Vertrag. Auch die Leihspieler, die vornehmlich vom österreichischen Partnerverein Austria Klagenfurt kommen, sind bereits abgereist. Die Österreicher sind, wie auch HNK Sibenik in Kroatien, in der Hand derselben Investorengruppe namens Sports & Entertainment Holding (SEH). Beide Vereine sollen laut „Kicker“ ebenfalls in finanzielle Schieflagen geraten sein.
Führungslücke: Trainer weg, Boateng offenbar auch
Doch nicht nur auf dem Rasen fehlt Personal. Auch die sportliche Leitung ist aktuell vakant: Interimstrainer Sven Körner hat für die kommende Saison bereits beim BFC Dynamo als Co-Trainer unterschrieben und wird dort Dennis Kutrieb assistieren. Unklarer ist die Lage bei Sportchef George Boateng. Nach Angaben des Vereins ist dieser aktuell nicht mehr in das Tagesgeschäft eingebunden.
Damit steht Viktoria Berlin derzeit ohne sportliche Führung da. Wie und wann die vakanten Posten neu besetzt werden, ist offen. Ob der Verein tatsächlich eine Oberliga-Mannschaft in der neuen Saison stellen wird, ist derzeit unklar.
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