Fußball Oberliga: Viktoria Berlin steht vor dem Abstieg - personelle Lage kritisch

Am ersten Spieltag der diesjährigen Oberliga-Saison verlor Viktoria Berlin gegen den Aufsteiger SD Croatia Berlin knapp mit 0:1. Es war der Beginn einer schwierigen Hinrunde. Ein Großteil der damaligen Startelf hat den Verein längst verlassen.
Matthias Koch- Viktoria Berlin steckt in Krise: sportlicher Absturz und offene Finanzfragen.
- In der Oberliga Nord nur 8 Punkte aus 16 Spielen, letzter Platz, 11 Zähler Rückstand.
- Winterpause: 12 Abgänge, u. a. Kanther, Hasani, Zekiroglu, Ernesto, Scholz.
- Kader laut FuPa Berlin nur 18 Spieler, teils aus dem Nachwuchs, keine Neuzugänge.
- Samstag (14. Februar, 13 Uhr) Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Krise bei Viktoria Berlin setzt sich fort. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost und dem vorläufigen Insolvenzverfahren zum Saisonwechsel droht den Himmelblauen nun der nächste sportliche Tiefschlag. In der NOFV-Oberliga Nord überwinterte der Verein auf dem letzten Tabellenplatz – mit lediglich acht Punkten aus 16 Spielen. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits elf Zähler.
Sportlich ist die Ausgangslage damit wenige Tage vor Rückrundenstart mehr als düster. Noch problematischer erscheint jedoch der Blick auf die personelle Situation.
In der Winterpause hat Viktoria einen massiven Umbruch erlebt – allerdings nicht durch Verstärkungen, sondern durch Abgänge. Insgesamt verließen zwölf Spieler den Klub, darunter Akteure wie Anton Kanther, Ron Hasani, Muhammed Zekiroglu, Panzu Ernesto oder Jerome Scholz. Die Abgänge verteilten sich auf verschiedene Berliner Vereine sowie Stationen im In- und Ausland.
Dünne Personaldecke bei Viktoria Berlin
Öffentlich bekannte Neuzugänge gibt es hingegen bislang nicht. Laut der Plattform FuPa Berlin umfasst der Kader aktuell nur noch 17 Spieler. Darunter befinden sich mehrere Spieler, die ursprünglich noch dem Nachwuchsbereich zuzuordnen sind. Für eine lange und kräftezehrende Rückrunde in der Oberliga ist das eine äußerst dünne Personaldecke.
Die sportliche Perspektive ist entsprechend begrenzt. Vieles deutet darauf hin, dass Viktoria Berlin den Kampf um den Klassenerhalt kaum wird aufnehmen können. Ein weiterer Abstieg – diesmal in die Berlin-Liga – scheint realistischer denn je.
Finanzielle Lage des Vereins weiterhin unklar
Hinzu kommt die weiterhin unklare finanzielle Lage des Vereins. Zum Ende der Hinrunde war bekannt geworden, dass Viktoria mehreren Spielern noch Gehälter schuldete. Wie diese Situation gelöst wurde oder ob es zu einer Einigung kam, wurde bislang nicht kommuniziert. Transparenz nach außen blieb aus.
So steht Viktoria Berlin erneut sinnbildlich für einen Klub, der sportlich wie strukturell den Halt verloren hat. Ob und wie es weitergeht, bleibt offen. Sportlich ist die Mannschaft am Samstag (14. Februar, 13 Uhr) auswärts beim Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47 gefordert.


