Fußball Oberliga: Was ein Rückzug von Viktoria Berlin für die Liga bedeuten würde

Oleg Skakun (in blau, zu FC St. Pauli II) ist einer der vielen Abgänge von Viktoria Berlin. Wenige Wochen vor dem Saisonstart stehen noch immer große Fragezeichen hinter der Zukunft des Absteigers aus der Regionalliga.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Unsicher: Ob Viktoria Berlin in der NOFV-Oberliga Nord antritt, bleibt offen.
- Rückzug möglich: Liga könnte mit nur 15 Teams starten, ein Team wäre spielfrei.
- SC Staaken bleibt wohl in der Berlin-Liga, Nachrücker unwahrscheinlich.
- Risiko: Viktoria könnte ein schwaches Team stellen, wie einst der Rostocker FC.
- Entscheidung steht aus – Verzögerung belastet Liga und Spielbetrieb enorm.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kommt Viktoria Berlin mit einer Oberliga-Mannschaft an den Start – oder nicht? Die Ungewissheit über die Zukunft des Hauptstadtklubs sorgt weiterhin für große Unruhe im Nordost-Fußball. Denn ein Rückzug könnte Konsequenzen haben – nicht nur für die NOFV-Oberliga Nord, sondern bis hinunter in die Kreisligen.
Bislang ist kein offizieller Rückzug erfolgt. Doch je näher der Saisonstart rückt, desto größer wird der Druck. Eine Analyse der möglichen Szenarien.
Start der NOFV-Oberliga Nord mit nur 15 Teams möglich
Sollte Viktoria Berlin seine Mannschaft für die kommende Oberliga-Saison zurückziehen, würde die Liga mit nur 15 statt 16 Teams starten. Das würde bedeuten: An jedem Spieltag hätte ein Team spielfrei.
Dieses Szenario wäre für den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) relativ einfach umzusetzen – es bräuchte keine weiteren Eingriffe ins Ligasystem, etwa durch Nachrücker oder zusätzliche Aufsteiger. Besonders ärgerlich wäre das aber für den SC Staaken, der bei einem frühzeitigen Rückzug von Viktoria Berlin noch vor dem Saisonwechsel den Klassenerhalt in der NOFV-Oberliga Nord hätte feiern dürfen.
SC Staaken als Nutznießer ausgeschlossen
Ein anderer Gedanke kam in den vergangenen Tagen auf: Der SC Staaken, der in der Abstiegsrelegation gegen die BSG Wismut Gera gewonnen hatte, dann trotzdem absteigen musste, könnte doch in der Liga bleiben. Diese Option brächte aber massive Folgeprobleme mit sich.
Wenn Staaken drin bliebe, müssten entweder die Ligen auf Landesebene ebenfalls aufstocken oder die Berlin-Liga mit einer ungeraden Zahl an Teams auskommen – beides äußerst unwahrscheinlich. Laut NOFV-Regularien ist es zudem nicht zwingend vorgeschrieben, einen Rückzug vor Saisonbeginn durch einen sportlichen Nachrücker zu kompensieren. Deshalb schließt NOFV-Geschäftsführer Till Dahlitz das gegenüber FuPa Berlin aus und bestätigt, dass im Fall eines Rückzuges die Oberliga mit 15 Mannschaften gespielt werden würde.
Ähnliches Szenario wie beim Rostocker FC droht
Eine weitere Möglichkeit: Viktoria meldet trotz aller Ungewissheit doch noch eine Mannschaft – eine, die aber sportlich möglicherweise nicht konkurrenzfähig ist. Ein ähnliches Beispiel in der Liga gab es in der vergangenen Saison mit dem Rostocker FC bereits, der punktlos als Tabellenletzter abstieg.
Auch Viktoria droht bei einem Schnellschuss ein ähnliches Schicksal, sollte der Verein auf die Schnelle ein Oberliga-Team zusammenstellen. Das wiederum würde nicht nur den sportlichen Wettbewerb verzerren, sondern auch das Image des Klubs weiter beschädigen.
Fakt ist: Bislang hat Viktoria Berlin keinen offiziellen Rückzug erklärt. Es ist also weiterhin möglich, dass der Klub kurzfristig eine spielfähige Mannschaft meldet und antritt. Der Verein hatte zuletzt erklärt, sich um eine Lösung zu bemühen. Und vielleicht gelingt ja die große Überraschung und es gibt nicht nur eine Mannschaft, sondern sogar eine, die sportlich mithalten kann.
Was aber ebenfalls klar ist: Je länger die Entscheidung hinausgezögert wird, desto größer wird der Schaden für die Liga. Ein sportlich fragwürdiger Start (Auftakt am 3. August gegen Aufsteiger SD Croatia Berlin) oder ein Rückzug auf den letzten Drücker wären Szenarien, die sich alle Beteiligten – von Verband bis Gegner – gern ersparen würden.
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