Fußball-Regionalliga
: Reform vor dem Durchbruch, so soll die neue 4. Liga aussehen

Die Reform der Regionalliga nimmt konkrete Formen an. Eine Arbeitsgruppe legte jetzt zwei Modelle für die neue 4. Liga vor. Wie es jetzt weitergeht und wann die Reform starten soll.
Von
Hubertus Rößler
Berlin
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Aufstiegsreform der Regionalliga

Die Struktur der Fußball-Regionalliga sorgt seit Jahren für Streit. Nun hat eine Arbeitsgruppe zwei Modelle vorgelegt, wie die 4. Liga künftig aussehen soll.

Hendrik Schmidt/dpa
  • Arbeitsgruppe legt zwei Modelle für eine viergleisige Regionalliga vor.
  • Ziel: Alle Regionalliga-Meister steigen künftig direkt in die 3. Liga auf.
  • Modelle im Vergleich – Kompassmodell nach Entfernungen, Regionenmodell nach bestehenden Ligen.
  • Nächste Schritte: Diskussion bei Trägern, Meinungsbild der Klubs, dann Entscheidungen.
  • Umsetzung bei Beschluss ab Saison 2028/2029, Qualifikation in 2027/2028.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Meister müssen aufsteigen!“ Diese immer wieder vor allem von Vertretern der Regionalliga Nordost genannte Forderung könnte demnächst Realität werden: Die Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform hat bei ihrer fünften Sitzung einen Durchbruch erzielt. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, hat sich die 13-köpfige Gruppe einstimmig für eine viergleisige Regionalliga ausgesprochen, damit künftig alle Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen können.

Die Gruppe erarbeitete zwei Lösungsmodelle, die nun von den Regionalliga-Trägern im nächsten Schritt diskutiert werden. Dazu wird von den Klubs auch ein Meinungsbild eingeholt. Auf dieser Grundlage sollen anschließend die weiteren Entscheidungsprozesse vorgenommen werden.

Bei den zwei Lösungsvorschlägen handelt es sich zum einen um das von vielen Klubs bevorzugte Kompassmodell. Hierbei würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten im Grunde anhand der Entfernungen gebildet werden. Das zweite Modell nennt sich Regionenmodell. Hierbei würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.

Aktuelle Regelung der Regionalliga sorgt für viel Frust

„Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine“, sagte AG-Leiter Michael Vesper.

Der Streit um die Struktur der Regionalliga schwelt bereits seit Jahren. Hintergrund ist, dass fünf Staffeln um nur vier Aufstiegsplätze in die 3. Liga spielen. Dies sorgt nicht nur bei Vertretern aus dem Nordosten, sondern auch in den ebenfalls von der Relegations-Rotation betroffenen Nord- und Bayern-Staffeln für Frust.

Neue Regionalliga könnte ab 2028 kommen

Nun liegt ein Reformvorschlag auf dem Tisch, der das System grundlegend verändern könnte. Ein neues Modell mit vier Regionalliga-Staffeln könnte bei entsprechendem Beschluss ab der Saison 2028/2029 umgesetzt werden. Qualifikationssaison wäre in diesem Fall die Spielzeit 2027/2028.

Der AG Regionalliga-Reform gehörten Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Jede Staffel hatte eigenverantwortlich ihre Vertreter für die Arbeitsgruppe benannt. Weitere Mitglieder waren Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans für die Deutsche Fußball-Liga (DFL). Die Arbeitsgruppe selbst war kein Beschlussgremium. (mit dpa)