Fußball Regionalliga
: Vierte Profiliga? DFB arbeitet an Neuordnung

Eine DFB-Arbeitsgruppe prüft, wie die Ligenstruktur unterhalb der 3. Liga neu geordnet werden kann. Im Gespräch sind eine zweigleisige Profiliga und weniger Regionalligen.
Von
Brian Schmidt
Berlin
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RLNO Luckenwalde - Carl Zeiss Jena 2025/26: Fussball, Herren, Saison 2025/2026, Regionalliga Nordost (11. Spieltag), FSV 63 Luckenwalde - FC Carl Zeiss Jena, beide Mannschaften plädieren vor Anpfiff für die Aufstiegsreform 2025, 05.10. 2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

In der Regionalliga Nordost ist es mittlerweile fast schon Normalität, dass die Mannschaften vor ihren Spielen gemeinsam für die Aufstiegsreform einstehen. Auch im Spiel zwischen dem FSV Luckenwalde und Carl Zeiss Jena positionierten sich die Klubs.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • DFB prüft Reformen: Zweigleisige 4. Profiliga oder Reduktion auf vier Regionalligen im Gespräch.
  • Ziel: Schließen der Kluft zwischen Amateur- und Profifußball, fairere Aufstiegsregelungen.
  • Modell 1: Zweigleisige Profiliga mit Nord- und Südstaffel, Regionalligen bleiben bestehen.
  • Modell 2: Vier Regionalligen, direkte Aufstiege ohne Relegation oder Rotation.
  • Reform ab Saison 2027/28 möglich, Konzept bis 2026 erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Diskussion um eine große Strukturreform im deutschen Fußball nimmt Fahrt auf. Eine vom DFB eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit, ob zwischen der 3. Liga und den Regionalligen künftig eine neue vierte Profiliga eingezogen wird – oder ob das bestehende System nur verschlankt werden soll.

Im Mittelpunkt stehen zwei Varianten, die laut Verbandskreisen aktuell als favorisiert gelten. Modell eins sieht die Einführung einer zweigleisigen Profiliga vor. Sie würde in Nord- und Südstaffel organisiert sein und die besten Regionalligisten bündeln. Unterhalb dieser Ebene blieben die Regionalligen bestehen, allerdings mit klarer Abgrenzung zum Profibereich.

Modell zwei kommt ohne zusätzliche Liga aus. Statt heute fünf Regionalligen gäbe es dann nur noch vier Staffeln, deren Meister direkt aufsteigen – ohne Relegation, ohne Rotationsverfahren. Das würde eines der größten Reizthemen der vergangenen Jahre lösen: den umstrittenen und für viele Vereine sportlich wie wirtschaftlich schwer kalkulierbaren Aufstiegsmodus.

Arbeitsgruppe erarbeitet Konzept für die 4. Liga

Hintergrund der Überlegungen ist die wachsende Kluft zwischen Amateur- und Profifußball. Viele Klubs fordern seit langem verlässlichere Rahmenbedingungen und eine faire Chance auf den Sprung in die 3. Liga. Mit der nun gestarteten Arbeitsgruppe soll ein Vorschlag erarbeitet werden, der sowohl sportlich als auch finanziell tragfähig ist.

Ein Beschluss wird frühestens 2026 erwartet. Sollte sich eine der Varianten durchsetzen, könnte die Reform zur Saison 2027/28 greifen.

Darum wird über eine Reform der Regionalligen diskutiert

Aktuell ist die Debatte um die Ungleichbehandlung der Fußballvereine in Deutschland so laut wie nie. Während die Meister der Regionalligen West und Südwest in jedem Jahr direkt in die 3. Liga aufsteigen, rotieren die Staffeln Nord, Nordost und Bayern mit dem Aufstiegsrecht. Neben den direkt betroffenen Clubs unterstützen mittlerweile auch größere Vereine wie Energie Cottbus, Dynamo Dresden, FC Schalke 04 und der 1. FC Union Berlin das Vorhaben.

Auch Influencer Elias Nerlich, Gründer von Delay Sports, unterstützt das Vorhaben: „Ich sage, das geht nicht mehr so lange gut mit diesen fünf Regionalligen. Das macht gar keinen Sinn. Ich hoffe, dass es bald geändert wird. Ich supporte den ganzen Lachs.“

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