Fußball: So sehen die Transferpläne von Hertha und Union aus

Mit der Öffnung des Transfermarktes stehen Hertha und Union vor spannenden Wochen. Unions Trainer Urs Fischer hat den einen oder anderen Neuzugang auf dem Zettel. (Archivbild)
Kay Nietfeld/dpaInsgesamt 374 Millionen Euro investierte Lars Windhorst bereits in Hertha BSC. Im Winter holten die Berliner von diesem Geld bereits Cunha, Piatek, Ascacibar und für die nun kommende Saison Lucas Tousart für rund 70 Millionen Euro. Im Sommer soll der Kader weiter nach den Vorstellungen von Trainer Bruno Labbadia umgebaut werden.
Nach zweijähriger Leihe geht Marko Grujic zunächst zurück zum FC Liverpool, um dort die Vorbereitung mitzumachen, könnte dann aber wieder in Berlin auflaufen. "Er soll die Vorbereitung dort absolvieren. Was dann passiert, kann ich heute nicht sagen. Aber Marko ist ein Spieler, über den wir hier bei Hertha immer nachdenken werden“, sagt Manager Michael Preetz. Mit Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik sollen sich die Berliner bereits einig sein, doch noch stocken die Verhandlungen mit dem FC Groningen über die Ablösesumme.
Außerdem ist die Hertha nach den schwankenden Leistungen von Rune Jarstein und dem Karriereende von Thomas Kraft auf der Suche nach einem neuen Torhüter. Hier soll Bayerns Sven Ulreich der Favorit sein. Nachwuchstorhüter Dennis Smarsch soll ausgeliehen werden.
Union bereits mit zwei Neuen
Bei Union Berlin ist die Kaderplanung schon ein bisschen weiter. Mit Außenverteidiger Niko Gießelmann und Sebastian Griesbeck haben die Berliner ihr Team bereits verstärkt. Aber auch die Köpenicker suchen noch einen neuen Torhüter für den abgewanderten Rafal Gikiewicz. „Der Torwartmarkt ist ein sehr spezieller“, kommentiert Geschäftsführer Sport, Oliver Ruhnert.
Ein treffsicherer Angreifer würde den Eisernen ebenfalls gut tun. So sollen sich die Köpenicker in Verhandlungen mit Max Kruse befinden, der bereits vor einigen Tagen ankündigte, in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. Ob der skandalträchtige Angreifer jedoch in das ruhige Umfeld der Eisernen passt, ist fraglich. Doch die Unioner brauchen neue Offensivkräfte, zumal auch der Verbleib von Top–Torjäger Sebastian Andersson fraglich ist. Der Schwede wird seit Wochen mit Vereinen von der Insel in Verbindung gebracht. „Wenn dir so ein Spieler Anfang Oktober wegbricht, wird es eng“, sagt Oliver Ruhnert.
Um den Vereinen in Corona–Zeiten möglichst viel Handlungsspielraum zu geben, einigten sich die europäischen Clubs auf ein Ende des Transferfensters am 5. Oktober. Ein Ersatz könnte Heidenheims Tim Kleindienst sein. Der Brandenburger machte in der abgelaufenen Zweitligasaison mit 14 Toren und sieben Vorlagen auf sich aufmerksam.