Fußball
: Wer wechselt nach Berlin?

Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin stehen vor spannenden Wochen – beide Teams müssen sich noch verstärken.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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Verstärkt die Hertha: Lucas Tousart kommt von Olympique Lyon nach Berlin.

Alexander Galperin/dpa

Insgesamt 374 Millionen Euro investierte Lars Windhorst bereits in Hertha BSC. Im Winter holten die Berliner von diesem Geld bereits Matheus Cunha und Krzysztof Piatek, Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar und für die nun kommende Saison Lucas Tousart für insgesamt rund 70 Millionen Euro. Im Sommer soll der Kader weiter nach den Vorstellungen von Trainer Bruno Labbadia umgebaut werden. „Der finanzielle Background ist hervorragend. Jetzt muss auf sportlicher Ebene von den Verantwortlichen im Verein maximal viel daraus gemacht werden“, sagte Windhorst.

Grujic könnte zurückkehren

Nach zweijähriger Leihe geht Marko Grujic zunächst zurück zum FC Liverpool, um dort die Vorbereitung mitzumachen, könnte dann aber wieder in Berlin auflaufen."Er soll die Vorbereitung dort absolvieren. Was dann passiert, kann ich heute nicht sagen. Aber Marko ist ein Spieler, über den wir hier bei Hertha immer nachdenken werden“, sagte Manager Michael Preetz. Mit Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik sollen sich die Berliner bereits einig sein, doch noch stocken die Verhandlungen mit dem FC Groningen über die Ablösesumme.

Außerdem ist die Hertha nach den schwankenden Leistungen von Rune Jarstein in der abgelaufenen Saison und dem Karriereende von Thomas Kraft noch auf der Suche nach einem neuen Torhüter. Hier soll Bayerns Schlussmann Sven Ulreich sich wohl bereits in Gesprächen mit den Berlinern befinden. Nachwuchstorhüter Dennis Smarsch soll ausgeliehen werden.

Union bereits mit zwei Neuen

Bei Stadtrivale Union Berlin sind die Kaderplanungen schon ein bisschen weiter. Mit Außenverteidiger Niko Gießelmann (Düsseldorf) und Sebastian Griesbeck (Heidenheim) haben die Berliner ihr Team bereits verstärkt.Aber auch die Köpenicker suchen noch einen neuen Torhüter für den abgewanderten Rafal Gikiewicz. „Der Torwartmarkt ist ein sehr spezieller, da gibt es eine geringe Fluktuation, aber es trifft uns nicht unvorbereitet“, kommentierte Geschäftsführer Sport, Oliver Ruhnert.

Nach dem Abgang von Ken Reichel braucht es noch einen Back-Up auf der rechten Defensivseite für Christopher Trimmel und ein treffsicherer Stürmer neben Torjäger Sebastian Andersson (12 Saisontore) würde den Eisernen gut tun. So sollen sich die Köpenicker in Verhandlungen mit Max Kruse befinden, der bereits vor einigen Tagen ankündigte, in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. Ob der skandalträchtige Angreifer jedoch in das ruhige Umfeld der Eisernen passt, ist fraglich.

Doch die Unioner brauchen neue Offensivkräfte, zumal auch der Verbleib von Andersson fraglich ist. Der Schwede wird seit Wochen mit Vereinen von der Insel in Verbindung gebracht. „Wenn dir so ein Spieler Anfang Oktober wegbricht, wird es eng“, kommentierte Oliver Ruhnert. Um den Vereinen in Corona-Zeiten möglichst viel Handlungsspielraum zu geben, einigten sich die europäischen Clubs auf ein Ende des Transferfensters am 6. Oktober. Ein Ersatz für Andersson könnte Heidenheims Tim Kleindienst sein. Der Brandenburger in Diensten des FC Heidenheim machte in der abgelaufenen Zweitligasaison mit 14 Toren und sieben Vorlagen auf sich aufmerksam und würde gut zum Spielstil der Berliner passen, auch wenn Trainer Urs Fischer bereits angekündigte, dass sich in dieser Hinsicht bei Union etwas ändern wird.

Doch bis Ende Oktober ist noch genug Zeit für zahlreiche Spekulationen.