Hertha BSC: Berliner suchen lautstarke Spieler

Nachdenklicher Trainer: Herthas Bruno Labbadia hat nach dem 0:4 gegen Eindhoven viel aufzuarbeiten.
Andreas Gora/dpaWie es geht, zeigte der vom Deutschen Roger Schmidt trainierte Gegner. „Die haben sich auf dem Feld lautstark gegenseitig gecoacht“, befand Labbadia. Was seinem Team fehlt, ist eine Achse von Führungsspielern. Mit Per Skjelbred und Vedad Ibisevic haben die letzten dieser Art den Club nach der vergangenen Saison verlassen oder verlassen müssen. Ibisevic, der mit Schalke 04 in Verbindung steht, soll nicht bleiben.
Und im momentanen Kader hat jeder mit sich selbst zu tun. Das gilt auch für Spieler wie Torwart Rune Jarstein und Kapitän Niklas Stark. Beide sorgten durch Eigentore (37., 47.) für den 0:2-Rückstand. „Danach war keiner auf dem Platz, der sagt: „Komm, wir ordnen das"“, monierte Labbadia. Im Gegenteil, dass Team fiel auseinander, kassierte durch Cody Gakpo und Sam Lammers weitere Gegentreffer.
Dass er viel Arbeit vor sich hat, weiß Labbadia. „Das ist aber auch ein Prozess, der der schwerste Prozess ist, den wir haben.“ Den möchte der Coach vor allem durch die Entwicklung von jungen Spielern im Kader wie Arne Meier, Maximilian Mttelstädt, Lucas Tousart, Stark oder Jordan Torunarigha erreichen. Dass dies aber Zeit benötigt, die er nicht unbedingt hat, denn in knapp drei Wochen startet die Bundesliga mit dem Spiel bei Werder Bremen, weiß Labbadia. „Eine Achse baut man nicht in drei, sechs oder acht Wochen“, sagt der Trainer, „das heißt aber nicht, dass wir deswegen keine Ergebnisse liefern müssen.“ Solche wie gegen die PSV Eindhoven sollten es in keinem Fall sein.