Hertha BSC
: Krzysztof Piatek zeigt gegen Schalke 04 gute Ansätze

Bei seinem Debüt für die Berliner wurde der polnische Angreifer euphorisch begrüßt. Jürgen Klinsammn erhofft sich viel von seinem neuen Stürmer.
Von
Lukas Grybowski
Berlin
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Sehr dynamisch: Neuzugang Krzysztof Piatek (rechts) von Hertha BSC ist vor Schalkes Bastian Oczipka am Ball. Bereits am Dienstag treffen beide wieder aufeinander.

Soeren Stache/dpa

Als am Freitagabend in der 60. Minute im Berliner Olympiastadion in der Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 eine grüne 7 auf der Tafel des vierten Offiziellen aufleuchtete, erhob sich ein Großteil der 48 000 Zuschauer und jubelte laut. Doch die Fans freuten sich nicht über ein Tor, sondern über die Einwechslung ihres neuen Stürmers Krzysztof Piatek.

„Es war ein unglaubliches Gefühl als ich auf den Platz kam, aber ich war wirklich konzentriert, denn ich wollte dem Team auf dem Platz helfen und ein Tor machen“, erzählte der polnische Angreifer nach dem Spiel. Und diese Hilfe hat Hertha BSC wirklich nötig. In der ersten Halbzeit gegen Schalke 04 war das Berliner Offensivspiel erschreckend harmlos. Gäste–Torwart Alexander Nübel musste nicht einen Torschuss abwehren. Die Blau–Weißen versuchten es häufig mit Flanken von der linken Seite, doch meist landeten diese im Aus oder fanden Angreifer Dodi Lukebakio nicht. Zwar ist er 1,87 Meter groß, aber hat seine Stärken nicht im Kopfballspiel. „Wir wollen natürlich auch mehr zum Torabschluss kommen, aber ich denke zuerst an unsere Defensive und da sind wir gut drauf. Offensiv werden wir von Spiel zu Spiel mutiger“, sagte Torhüter Rune Jarstein.

Klinsmann lobt Piatek

Im zweiten Durchgang agierten die Berliner zielstrebiger, auch die Hereinnahme von Piatek belebte das Berliner Offensivspiel zunehmend. „Ich werde immer versuchen gefährlich zu sein und Tore zu schießen“, sagte der 24–Jährige, der in drei Jahren in Italien in 55 Spielen 26 Tore erzielte. „Dass er ein Torjäger ist, hat er seit Jahren unter Beweis gestellt. Er ist hungrig, er hat eine Präsenz, er weiß, wo er hinzulaufen hat, wo die Bälle runterkommen. Das gibt der Mannschaft viel Zutrauen“, lobteTrainer Klinsmann seinen Neuzugang. „Ich hatte zwei Chancen, aber das waren keine hundertprozentigen. Das ist jetzt auch egal, denn Dienstag geht es schon weiter“, richtete er seinen Blick bereits auf das morgige DFB–Pokal Achtelfinale. Dabei treffen die Berliner wieder auf Schalke 04, doch diesmal in Gelsenkirchen. Dort stehen die Chancen gut, dass Piatek sein Startelfdebüt für die Berliner geben wird. „Er ist im Schwung, der brennt“, erzählte Klinsmann optimistisch.

Mit dem Punktgewinn in einem schwachen und chancenarmen Bundesligaspiel am Freitagabend konnten die Berliner jedoch gut leben. "Es war definitiv ein Punktgewinn, weil uns jeder Zähler von dort unten weg bringt. Es war die erwartete spannenden und enge Kiste“, sagte Klinsmann. "Wir haben alles gegeben und nehmen am Ende alles mit, was geht“, fügte Per Skjelbred hinzu.