Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Baumgarts Partei-Auftrag ist erster Sieg beim FCB

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin – in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Union siegt 1:0 in Freiburg, klettert auf Platz neun und hat 31 Punkte.
- Abstand: sieben Punkte zu Relegationsrang 16 (FC St. Pauli), zehn zu Platz 17 (VfL Wolfsburg).
- Präsident freut sich über einstellige Platzierung in der ARD-Tagesschau-Tafel.
- Am Sonnabend (15.30 Uhr) beim FC Bayern kann Union auf 34 Punkte kommen.
- Schlechte Bilanz in München: fünf Pleiten in sechs Spielen, einmal 1:1 am 10. April 2021.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Köpenick ist Ruhe eingekehrt. Erst mal. Zumindest für eine Woche sind die Pessimisten und Internet-Hater im Umfeld des 1. FC Union Berlin leiser geworden, die nach jedem Rückschlag den Abstieg vorhersagen. Der 1:0-Erfolg beim SC Freiburg ließ den Vorsprung der Eisernen auf die gefährlichen Tabellenplätze jedoch ordentlich wachsen.
Der FC St. Pauli auf Relegationsrang 16 liegt jetzt sieben Punkte entfernt. Zum ersten direkten Abstiegsplatz 17, den aktuell der VfL Wolfsburg einnimmt, sind es satte zehn Zähler.
Union kletterte durch den achten Saisonsieg auf Platz neun. Das lässt auch Präsident Dirk Zingler frohlocken. Den Vereinschef macht es besonders stolz, wenn seine Mannschaft in der Tagesschau der ARD schon auf der ersten Tafel mit den einstelligen Tabellenrängen zu sehen ist.
Der Weg zum Klassenerhalt für den 1. FC Union Berlin
Union hat 31 Zähler auf dem Konto. Allen Angsthasen möchte man da laut zurufen: Was soll da bitte noch schiefgehen? Seit dem Bundesliga-Aufstieg des FCU 2019 reichten immer 34 Punkte, um mindestens einen Zähler Vorsprung auf Relegationsrang 16 zu haben. 2019/20 war man sogar mit 32 Zählern schon safe, im Vorjahr mit 30.
Union braucht praktisch nur noch einen Sieg, um die achte Bundesligasaison planen zu können. Zählbares sollte zu Hause gegen die Mitkonkurrenten St. Pauli, Wolfsburg, 1. FC Köln und FC Augsburg herausspringen. Sollte Union da tatsächlich immer patzen, muss etwas bei Bayern München, beim 1. FC Heidenheim, RB Leipzig oder Mainz 05 her. In der Hinrunde holten die Berliner in diesen acht Spielen zwölf Punkte.
Um den Sommerurlaub ohne Relegationsspiele buchen zu können, wäre ein zeitnaher, praktisch feststehender Ligaverbleib schon schön für die Nerven der Fans, die allein bei der aufreibenden Schlussphase in Freiburg mächtig leiden mussten.
Schon am Sonnabend (15.30 Uhr) bei Ligaprimus Bayern München kann Union auf 34 Zähler kommen. Der Partei-Auftrag für Trainer Steffen Baumgart ist hiermit erteilt. Es geht um nichts Geringeres als den ersten Union-Sieg in München.
Schlechte Bilanz von Union Berlin in München
Bei den bisherigen sechs Auftritten in der Allianz-Arena gab es fünf Pleiten für Union. Lediglich am 10. April 2021 ergatterten die Hauptstädter durch ein Tor von Marcus Ingvartsen zum 1:1-Endstand ein Pünktchen.
Jetzt nimmt die Truppe von Kapitän Christopher Trimmel den 14. Anlauf, Deutschlands übermächtigen Vorzeigeclub erstmals zu bezwingen. Es wäre auch für Baumgart ein Novum. In seinen bislang elf Versuchen mit dem SC Paderborn, Köln und Union gab es maximal Unentschieden.
Warum Union und Baumgart gerade jetzt die Sensation packen können? In der Hinrunde hatte Union die Bayern schon zweimal am Haken. In der Meisterschaft kamen die Münchner am 8. November zu einem schmeichelhaften 2:2 in der Alten Försterei. An gleicher Stelle erreichten sie zudem am 3. Dezember glücklich durch einen knappen 3:2-Erfolg das DFB-Pokal-Viertelfinale.
Die Bayern sind nach Verletzungen und Sperren ersatzgeschwächt. Die 35. Meisterschaft ist eigentlich schon eingetütet. In den kommenden Tagen wird in München vermutlich auch schon über das europäische Giganten-Duell im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid debattiert. Vielleicht kann Union das ausnutzen. Es hätte etwas, ausgerechnet mit einem Sieg in München den Klassenerhalt schon mal vorfeiern zu können.
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