Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Leistungs-Jo-Jo bringt Union-Fans in Wallung

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin: In seiner Kolumne spricht er über das, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Union-Fans sorgen sich nach 0:1 in Mönchengladbach und schwankenden Leistungen.
- Vor Bremen-Spiel Angst: Werder ist 16., Union hat sechs Punkte Vorsprung.
- Sonntag, 8. März 2026, 17.30 Uhr: Bremen nach 2:0 gegen Heidenheim zu Gast.
- Öffentliches Training: rund 100 Fans, Team kam wegen Besprechung verspätet.
- Rani Khedira teilt Torjägerliste intern mit Ilyas Ansah (je 5 Treffer).
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Spitze kamen am Mittwochmittag knapp 100 Fans zum öffentlichen Training. Von der Mannschaft war aber erst einmal lange nichts zu sehen. Wegen einer Team-Zusammenkunft kamen Christopher Trimmel, Rani Khedira und Co. mit einer halben Stunde Verspätung auf den inzwischen wieder in Top-Zustand befindlichen Übungsrasen. Nach der schwachen Leistung bei Borussia Mönchengladbach (0:1) hatte Trainer Steffen Baumgart seiner Truppe einiges mitzuteilen.
Bis die Spieler zum Training aufdribbelten, werteten die Anhänger bei Sonnenschein die aktuelle Situation aus, speziell die Punktverluste von Gladbach. „Das war Feigheit vor dem Feind, wir gewinnen auch am Sonntag gegen Bremen nicht“, meinte einer der Kiebitze.
Sein Gegenüber schlug angesichts der Angriffsprobleme vor, Rani Khedira in den Angriff zu beordern. Der früher eher mit Toren geizende Mittelfeldmann steht derzeit mit fünf Treffern zusammen mit Stürmer Ilyas Ansah vereinsintern auf Platz 1 der Torjägerliste.
Fans von Union Berlin haben Angst vor erneuter Niederlage
Weil Union mit Mönchengladbach mal wieder für ein schlechter platziertes und zuvor sieben Mal in Folge siegloses Team den Aufbaugegner gespielt hat, geht in Köpenick schon wieder die Angst um. Zumal am Sonntag, 8. März 2026, um 17.30 Uhr mit dem Tabellen-16. Werder Bremen praktisch das gleiche Kaliber im Stadion An der Alten Försterei zu Gast ist. Die Norddeutschen konnten zuletzt immerhin nach 13 Partien ohne dreifachen Punktgewinn das Schlusslicht aus Heidenheim mit 2:0 bezwingen.
Das sorgt im Union-Kosmos auch nicht unbedingt für Entspannung. Dabei war in diesem vor einer Woche nach dem 1:0 gegen den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen die Welt noch total in Ordnung. Manch einer, und da will ich Medienvertreter gar nicht ausschließen, schielte nach den internationalen Plätzen. Nur eine Niederlage später sitzt dem einen oder anderen Union-Fan schon wieder das Abstiegsgespenst im Nacken, wenn er sich zum wiederholten Mal auf seinem Smartphone die Tabelle anschaut. In sozialen Netzwerken wird hier und da der Rauswurf von Baumgart und Manager Horst Heldt gefordert.
Mit 28 Punkten steht Union auf den ersten Blick eigentlich gut da. Mutmaßlich müssen aus den verbleibenden zehn Saisonspielen für den Ligaverblieb nur noch fünf, sechs Punkte her. Es gibt aber auch ein Aber. Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt aktuell sechs Zähler und wird ausgerechnet von Bremen eingenommen. Verlieren ist also für Union am Sonntag praktisch verboten.
Gerade deshalb bringt viele Anhänger Unions Leistungs-Jo-Jo in Wallung. Sie verstehen nicht, warum man Leverkusen mit toller Einstellung schlägt und dann in Gladbach ohne nennenswerten Torschuss vergeigt.
Union Berlin lässt Punkte gegen leistungsschwächere Teams
Die Profis sind pragmatisch. Sie wissen, dass man jeden schlimmen Auftritt eine Woche später schon korrigieren kann. Die Fans nimmt das mehr mit. Ihnen könnte man zurufen, dass Union den „Armen“, sprich leistungsschwächeren Vertretungen, schon oft Punkte überlassen hat.
Den Topteams nehmen die Eisernen aber auch häufig selbst Zähler ab. Zum Glück stehen im Anschluss an das Match gegen Bremen vor der Länderspielpause zwei Partien an, bei denen die Aussicht auf Erfolg größer sein könnte. Am 15. März 2026 geht es zum SC Freiburg, sechs Tage später zu Bayern München. In der Hinrunde hat man von diesen Europacup-Vertretern jeweils einen Punkt ergattert.
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