Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Warum Union-Fans ins Trainingslager fahren sollten

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Trainingslager von Union Berlin in Irdning: erster öffentlicher Trainingstag mit Fans.
- Rund 350 Fans füllen die Tribüne, Applaus beiderseits – weitere Besucher werden erwartet.
- Team reiste am Montag spät an, am Dienstag internes Teamevent ohne öffentliches Training.
- Trainer zeigte sich als Freizeit-DJ, Spieler kochten selbst und sangen beim Teamevent.
- Nähe zu den Profis begeistert: Fotos, Autogramme, Eistonnen mit Trimmel vor Bergkulisse.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am heutigen Mittwoch ist der dritte Tag des Trainingslagers des 1. FC Union in Irdning in der Steiermark angebrochen. Aber eigentlich stellte es den scharfen Start des achttägigen Camps in Österreich dar.
Denn am Montag reiste der aus 32 Akteuren bestehende Kader erst sehr spät an. Am Dienstag wurde noch nicht öffentlich geprobt, auch weil für die Mannschaft am Nachmittag ein Teamevent stattfand. Bei diesem zeigte Trainer Mauro Lustrinelli sein Können als Freizeit-DJ. Die Kicker bereiteten sich das Essen selbst zu. Gesungen und etwas getrunken wurde auch.
Aber heute waren auch die seit Tagen in die Region eingefallenen Union-Fans beim Training auf der Anlage des ATV Irdning dabei. Die Tribüne in der Riesneralm-Arena war bestens gefüllt. Rund 350 Berliner Fans begrüßten die Mannschaft mit Applaus, und die Profis gaben den Beifall gleich zu Beginn an die Supporter zurück. In den nächsten Tagen dürften es noch mehr Unioner werden.
Viele Fans begleiten Mannschaft ins Trainingslager
Es gehört zu guter Tradition, dass viele Anhänger ihr Team ins Sommer-Trainingslager begleiten. Das mögen alle, egal ob Ultra, Kutte oder normale Fans. Die meisten von ihnen sind froh, dass es nach dem letztjährigen Abstecher nach Herzogenaurach nun wieder nach Österreich gegangen ist. Berge, kleine Seen und Wiener Schnitzel gehören einfach dazu. Am Freitagabend wird es wie immer auch ein Treffen der Fans und Spieler geben.
Ich selbst bin seit 2007 in unzählige Winter- und Sommer-Camps der Eisernen als Medienvertreter mitgefahren. Auch ich liebe es, die Mannschaft mehrere Tage am Stück vor Augen zu haben. Im normalen Alltag in Berlin dürfen sowohl Fans als auch Journalisten nur einmal wöchentlich aufdribbeln.
Jetzt kann ich das Team und den neuen Trainerstab Tag für Tag beobachten und Abläufe besser einschätzen. Mit viel Glück erwischt man die Jungs auch zufällig im Ort beim Spaziergang, so wie bei ihrem Walk am Dienstag zu ihrem Teamevent. Ich habe extra noch mal mein Auto gestoppt, um Fotos und Videos zu erstellen.

Mit offenem Haar ging Unions Kapitän Christopher Trimmel nach dem Training in die Eistonne. Auch diese Momente erleben Fans oftmals nur im Trainingslager hautnah mit.
Matthias KochAufnahmen von den Spielern dürfen auch die Fans machen. Nach dem Training nahmen sich die Profis trotz der Strapazen bei Gluthitze viel Zeit, um alle Wünsche der kleinen und großen Union-Freunde zu erfüllen.
Man konnte sogar sehen, wie die Aktiven in Eistonnen Abkühlung suchten. Natürlich tauchte auch Kapitän Christopher Trimmel in so einer grünen Tonne ab. Er trug die Haare dabei offen. Dieses Motiv konnte ich mir nicht entgehen lassen. Mit der Bergkulisse im Hintergrund entstand ein schon fast ikonisches Gesamtbild. Das ist genau die Trainingslager-Atmosphäre, die man in die Heimat transportieren möchte. Aber noch besser ist es, sie direkt vor Ort zu erleben.
