Koch aus Köpenick
: Warum Linus Güther wieder für die Union-Profis spielen sollte

Das Union-Talent macht auch in der U17-Nationalmannschaft auf sich aufmerksam. Bei den Köpenickern spielt er diese Saison aber noch keine Rolle.
Von
Matthias Koch
Berlin
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Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.

Matthias Koch
  • Union-Talent Linus Güther überzeugt in U17: zwei Scorer beim 2:1 gegen Venezuela.
  • Gegen Israel soll er wohl zunächst nicht starten, am Sonntag gegen England wieder möglich.
  • Für Unions U19 traf er fünfmal in vier Spielen – Derby bei Hertha mit Doppelpack und zwei Vorlagen.
  • Er trainiert bei den Profis, spielte diese Saison aber noch nicht – Bank gegen Frankfurt und Schalke.
  • Bundesliga-Debüt gab er im April in Heidenheim, seitdem ohne weitere Profi-Einsätze.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Linus Güther wurde am Montag im Sportpark im Duisburger Stadtteil Wedau von jungen Fans umlagert, obwohl der Profi des 1. FC Union Berlin mit seinen 16 Jahren selbst noch ein Jugendlicher ist.

Der in Spremberg geborene Offensivmann ist längst deutschlandweit bekannt. Er machte auch in seinem ersten U17-Länderspiel auf sich aufmerksam. Zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers steuerte er beim 2:1-Erfolg gegen Venezuela gleich mal zwei Scorer-Punkte bei. Das 1:0 des Wolfsburgers Henry Schönhoff bereitete Güther in der 33. Minute mit einem Eckball vor. 120 Sekunden später legte der Ex-Cottbuser Güther den zweiten deutschen Treffer selbst nach.

Dem Vernehmen nach wird Güther am Donnerstag (1. Oktober, 16 Uhr) gegen Israel nicht von Beginn an auflaufen. Auswahl-Trainer Michael Prus hat wohl vor, mal durchzuwechseln. Am Sonntag (4. Oktober, 12 Uhr) beim letzten deutschen Turnier-Auftritt gegen England dürfte das Ausnahmetalent aber wieder in der Startformation stehen.

Fünf Tore in vier Spielen für die U19 von Union Berlin

Das tat er in dieser Saison schon einige Male in der Meisterschaft, allerdings nur in der U19 von Union. Bei seinen vier Auftritten gelangen Güther fünf Treffer. Vor allem im Derby bei Hertha BSC (5:1) glänzte er am 6. September mit einem Doppelpack und zwei Vorlagen.

Güther haut sich auch in diesen Spielen unter Trainer Jens Härtel gegen in der Regel viel ältere Akteure voll rein. Noch größer ist der Altersunterschied für Güther im Trainingsalltag. Denn der findet bei den Bundesliga-Profis statt.

Zum Einsatz im Oberhaus reichte es für ihn allerdings in dieser Saison noch nicht, obwohl die Mannschaft bisher in der Regel enttäuschende Leistungen ablieferte und aktuell auf Abstiegsplatz 17 steht. Güther saß bei den beiden Heim-Begegnungen gegen Eintracht Frankfurt (3:3) und Schalke 04 (1:3) immerhin auf der Bank. Trainer Mauro Lustrinelli wechselte das Juwel aber nicht ein.

Profi-Debüt unter Steffen Baumgart

Den Mut, Güther ins Bundesliga-Wasser zu werfen, brachte bisher nur Steffen Baumgart auf. Baumgart tat dies am 11. April in der Schlussphase der Begegnung beim 1. FC Heidenheim (1:3). Es war praktisch die letzte Amtshandlung Baumgarts, wenige Stunden später wurde er freigestellt.

Nachfolgerin Marie-Louise Eta berief Güther in den folgenden fünf Spielen bis zum Saisonende nicht mehr in den Profikader. Lustrinelli scheut sich noch, den noch im Wachstum befindlichen Spieler gegen gestandene Bundesliga-Kicker ins Rennen zu schicken.

Das ist angesichts der sportlich heiklen Lage einerseits verständlich. Aber nur, wenn Güther wenigstens ab und an Minuten bei den Profis bekommt, wird er mittelfristig zu halten sein. Große Vereine schielen weiterhin aufmerksam nach ihm, auch beim Vier-Nationen-Turnier in Duisburg.