Radsport: Ende der deutschen Sprinter-Parade
Mit neuer Strategie
Vorbei auch die Zeiten, als ein Erik Zabel der schnellste Mann im Peloton war und sich zwischen 1996 und 2001 gleich sechsmal in Folge das Grüne Trikot des Punktbesten sicherte. Ein Rekord, der erst im vorigen Jahr vom Slowaken Peter Sagan eingestellt wurde und der diesmal gebrochen werden kann.
Also keine Hoffnung mehr auf deutsche Etappensiege bei der Tour? Mitnichten. Die Strategie ist jetzt eine andere. Statt der großen Stärke bei den Massenankünften stehen die elf deutschen Starter diesmal für Vielseitigkeit – und für einen kleinen Generationswechsel. „Unsere jungen Fahrer haben den Durchbruch bei den Profis geschafft“, urteilt Nils Politt, mit 25 Jahren selbst noch nicht im reifen Rennfahreralter.
So wird man die Trikots der deutschen Starter bei der diesjährigen Rundfahrt weniger bei den Sprintetappen im Vorderfeld sehen. Eher in Fluchtgruppen oder auf den schwierigen Teilstücken in den Alpen und Pyrenäen dürften Emanuel Buchmann, Maximilian Schachmann und Co. eine gute Rolle spielen. Und Tony Martin vielleicht beim 27,5 Kilometer langen Zeitfahren auf der 13. Etappe am nächsten Freitag in Pau.