Radsport
: Vier goldige Jungs

Der Verfolgervierer der Junioren holt bei der Bahnrad-WM in Weltrekordzeit das erste Gold für Deutschland.
Von
Jürgen Leibner
Frankfurt (Oder)
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Auf dem Weg zu Gold: der deutsche Junioren-Vierer mit Tobias Buck-Gramcko, Hannes Wilksch, Pierre-Pascal Keup und Nicolas Heinrich.

michael benk

Nachdem das russische Team im Kampf um Platz 3 den tags zuvor aufgestellten Weltrekord von Frankreich in 3:59,955 Minuten verbesserte und damit als überhaupt erstes in der Welt die magische 4-Minuten-Grenze knackte, setzten in einem begeisternden und hochspannenden Finale das deutsche Quartett und Frankreich noch eins drauf. Bei 3:58,631 blieb die Uhr stehen, als das Gastgeber-Quartett die Ziellinie überquerte – erneut Weltrekord. Und auch die Franzosen waren in 3:59,365 schneller als die Russen.

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„Einfach krass diese Zeiten, Wahnsinn“, krächzte Trainer Tim Zühlke mit heiserer Stimme. „Die großartige Stimmung in der Halle hat uns zusätzlich gepusht. Wir wollten eine Medaille, aber dass es Gold ist, unglaublich“, sagte Hannes Wilksch, der für den RC Luckau fährt, und fiel seinem Vater um den Hals.

Als sich die erste Aufregung gelegt hatte, verriet der Bundestainer das Geheimnis des großartigen Erfolges seiner Mannschaft. „Wir hatten vor dem Rennen noch ein bisschen an den Räder der Fahrer experimentiert“, berichtete Tim Zühlke. „Wir haben die Vorbauten an den Lenkern etwas leichter gemacht und eine höhere Übersetzung gekettet. Das hat sich ausgezahlt.“

Und die Gastgeber dürfen heute auf weiteren Medaillenzuwachs hoffen. Im Sprint-Turnier der Juniorinnen hat Alessa-Catriona Pröpster in souveräner Manier das Halbfinale erreicht. Als Schnellste der Qualifikation in persönlicher Bestzeit von 11,120 Sekunden für die 200 Meter fliegend, was einem Stundenmittel von 64,784 km/h entspricht, übersprang sie die 1. Runde und ließ dann im Achtelfinale gegen die Inderin Triyasha Paul sowie im Viertelfinale gegen die Britin Charlotte Robinson nichts anbrennen. "Ich bin mit meinen Läufen zufrieden. Das lief so, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sagte die 18-jährige Vize-Weltmeisterin im Teamsprint. „Jetzt will ich auch im Einzel eine Medaille, gegen Gold hätte ich nichts einzuwenden.“

Eine Enttäuschung erlebte im Keirin der Erfurter Julien Jäger. Nachdem er tags zuvor mit dem Teamsprint-Trio auf Rang 4 eine Medaille nur knapp verpasst hatte, reichte es für den amtierenden Europameister auch im Keirin nicht zum erhofften Sprung aufs Treppchen. Nach einem taktischen Fehler belegte er im Finale nur den sechsten Platz.

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WM-Programmheute

10.00: Omnium w⇥Qualifikation10.36: Sprint m⇥Qualifikation 200 m11.36: Omnium w ⇥5 km Scratch11.51: Sprint m⇥1/16-Finale12.29: Einzelverfolgung m⇥Qualifikation14.49: Sprint m⇥Achtelfinale15.08: Omnium w 5 km Temporunden15.23: Punktefahren m⇥Qualifikation18.00: Sprint w⇥Halbfinale, 1. Lauf18.08: Omnium w⇥Ausscheidungsf.18.26: Sprint w⇥Halbfinale, 2. Lauf18.34: Punktefahren m⇥Finale19.09: Sprint w⇥Halbfinale, ev. 3. Lauf19.13: Einzelverfolgung m ⇥Finale19.26: Punktefahren m⇥Finale19.34: Sprint w⇥Finale, 1. Lauf19.42: Omnium w ⇥Punktefahren20.15: Sprint w⇥Finale, 2. Lauf20.31: Sprint w⇥Finale, ev. 3. Lauf