Regionalliga Nordost: Greifswalder FC trennt sich von Sportchef – das ist der Grund

David Wagner war seit März 2022 als Geschäftsführer Sport für den Greifswalder FC beschäftigt. Nun hat der Verein die Trennung bekanntgegeben. Wagner selbst wird sich einen großen Wunsch erfüllen.
Sebastian Räppold/Matthias KochDavid Wagner ist nicht länger Sportdirektor beim Regionalligisten Greifswalder FC. Das hat der Verein auf seinen eigenen Kanälen bekanntgegeben. Ursprünglich wollte Wagner seinen Vertrag zum Saisonende auflösen, der Verein hat ihn nun aber vorzeitig freigestellt.
Wer sein Nachfolger wird, ließ der Verein noch offen. Die Zukunft von Wagner selbst ist noch nicht zukünftig geklärt, aber einen persönlichen Wunsch wird er sich erfüllen.
Greifswalder FC – Gründe für die Trennung vom Sportchef
Der Zeitpunkt für eine Trennung ist nach rund einem Drittel der Saison eher ungewöhnlich. Allerdings sind die ausschlaggebenden Gründe persönlicher Natur. David Wagner hat den Greifswalder FC kürzlich informiert, dass er seinen Vertrag zum Saisonende auflösen möchte, um mit seiner Familie in seine Heimat zurückzukehren. Ursprünglich stammt der 50-Jährige aus Zwickau.
Um die strategischen Planungen aber weiterführen zu können, hat der Greifswalder FC sich entschieden, Wagner per sofort freizustellen. Damit sollen die laufende und die kommende Saison besser abgesichert werden. Heiko Jaap, Vorstandsvorsitzender des Greifswalder FC, hat bei der Trennung nur warme Worte für den scheidenden Sportchef: „Im Namen des Greifswalder FC möchte ich mich bei David Wagner sehr für seine Arbeit, seinen Einsatz und seine Identifikation mit dem GFC bedanken. Er hat uns auf sportlicher Ebene enorm weiterentwickelt und unser Team zu einer Spitzenmannschaft in der Regionalliga Nordost gemacht. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Er wird ein Freund unseres Greifswalder FC bleiben.“
Nach Trennung in Greifswald – so geht es für David Wagner weiter
Seit dem 23. März 2022 war David Wagner als Geschäftsführer Sport beim Greifswalder FC im Amt. Zu seinen größten Erfolgen in dieser Zeit zählen der Aufstieg in die Regionalliga Nordost im Sommer 2022, der Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga in der vergangenen Saison und der erstmalige Landespokalsieg nach 28 Jahren. Insgesamt blickt Wagner auf eine erfolgreiche Zeit zurück: „Ich bin unfassbar dankbar für die Zeit, die ich in Greifswald und beim GFC erleben durfte. Ich habe jeden Tag mit unfassbar coolen Menschen zusammengearbeitet. Die Entscheidung ist mir daher sehr schwergefallen. Ich gehe nicht im Bösen, sondern mit einer extremen Dankbarkeit.“
Fest steht, dass Wagner sich nun seinen großen Wunsch erfüllt, mit der Familie in seine Heimatstadt Zwickau zurückzukehren. Von sportlichen Plänen war bislang noch nicht die Rede. „Ich wollte den Verein frühzeitig darüber informieren, dass ich nach Saisonende gerne zurück in meine Heimat gehen würde, um eine langfristigere Planung für den Verein zu ermöglichen. Die sofortige Freistellung ist dann nur konsequent“, heißt es von Wagner in der Pressemitteilung des Vereins.
Greifswalder FC – die sportliche Situation
Sportlich läuft es für den Greifswalder FC wechselhaft. Nach einem schwachen Saisonstart mit nur drei Punkten aus den ersten drei Spieltagen der Regionalliga Nordost haben sich die Greifswalder im Pokal Selbstvertrauen gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin geholt, als sie sich als klarer Außenseiter nur knapp mit 0:1 geschlagen geben mussten. Danach folgte eine Siegesserie, die den GFC in der Tabelle ins obere Drittel brachte. Aktuell befinden sich die Ostseekicker auf dem sechsten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer Lokomotive Leipzig beträgt bereits zehn Punkte.
Im Landespokal hatte der Greifswalder FC in der zweiten Runde, in der man als Regionalligist in Mecklenburg-Vorpommern im Turnier erst eingreift, keine Mühen. Gegen den Landesligisten SC Ludwigslust/Grabow setzte man sich 7:0 durch. In der dritten Runde, die schon am 12. Oktober (13 Uhr) stattfindet, trifft man auswärts auf den Oberligisten FC Anker Wismar. Die Verteidigung des Titels ist in diesem Jahr ohnehin schwer, da der FC Hansa Rostock als Zweitliga-Absteiger wieder im Turnier vertreten und dabei klarer Favorit ist.



