Regionalliga Nordost
: Interner Ärger bei Rot-Weiß Erfurt – Gerber in der Kritik

Beim Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt gibt es internen Ärger zwischen der Spielbetriebs-GmbH und dem Kernverein. Es gab bereits Rücktritte im Verein.
Von
Brian Schmidt
Erfurt
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RLNO Luckenwalde - RW Erfurt 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, Regionalliga Nordost (15. Spieltag), FSV Luckenwalde - FC Rot-Weiß Erfurt, Sport-Geschäftsführer Franz Gerber (Erfurt), 10.11. 2024, Foto: Matthias Koch

Franz Gerber ist Sportchef und der Macher beim Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt. Kürzlich wurde aber Kritik laut.

Matthias Koch
  • Interner Ärger bei FC Rot-Weiß Erfurt: Kritik an Geschäftsführer Franz Gerber.
  • Spannungen zwischen Kernverein und Spielbetriebs-GmbH; Rücktritte im Wirtschaftsbeirat.
  • Mitgliederversammlung am 18. Januar, Wahl des neuen Aufsichtsrats steht bevor.
  • Sportlich läuft es gut; 3. Platz in der Regionalliga Nordost zur Winterpause.
  • Transfers: Yesua Motango und Milot Ademi weg, Tino Kaufmann vom VfB Stuttgart geliehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Samstag (18. Januar, 11 Uhr) steht beim Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt die Mitgliederversammlung an. Im Vorfeld kam es zu internem Ärger. Es sollen Spannungen zwischen dem Kernverein und der ausgegliederten ersten Mannschaft, der Spielbetriebs-GmbH, bestehen. Vor allem der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, Franz Gerber, steht in der Kritik.

Sportlich läuft es bei der ersten Mannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt rund. In der Regionalliga Nordost steht man trotz anfänglichem Understatement zur Winterpause auf dem dritten Tabellenplatz.

FC Rot-Weiß Erfurt – Rücktritt des Wirtschaftsbeirates

Die Kritik an Franz Gerber, der neben seinem Amt als Geschäftsführer auch für die sportlichen Geschicke der Regionalliga-Mannschaft tätig ist, hat auch keinen sportlichen Hintergrund. Vielmehr geht es darum, dass die ausgegliederte Spielbetriebs-GmbH nur noch wenige Gemeinsamkeiten mit dem Kernverein hat. So gibt es keine gemeinsame Geschäftsstelle und auch keine gemeinsamen Sponsoren. Zudem gibt es keine Person, die für beide Seiten als Bindeglied agiert. Laut Informationen der Bild soll Gerber sich aktiv einer Lösung verweigern.

Der Wirtschaftsbeirat des Vereins ist unterdessen geschlossen zurückgetreten. „Ein Streitpunkt ist die angeblich ausstehende Auszahlung von fünf Prozent der Umsätze aus November 2023 bis Juni 2024 – rund 50.000 Euro“, heißt es. Immer wieder soll es zudem Spannungen bei kleineren Thematiken geben, obwohl keine Feindschaft zwischen den Parteien besteht.

FC Rot-Weiß Erfurt – Wahl des Aufsichtsrates steht bevor

In wenigen Tagen findet die Mitgliederversammlung statt, auf der unter anderem der neue Aufsichtsrat gewählt wird. Der Fanrat organisierte eine Online-Vorstellungsrunde, in der sich die Kandidaten vorstellen konnten. Dort wurde erstmals die Kritik an Gerber und der Spielbetriebs-GmbH in der Öffentlichkeit laut. Ob ein neuer Aufsichtsrat die Missstände beseitigen kann, bleibt abzuwarten.

Sportlich dürfte das vereinsinterne Hickhack keine Auswirkungen haben. Die Regionalliga-Mannschaft ist voll auf die Rückrunde fokussiert. Veränderungen am Kader gab es nur geringfügig. Mit Yesua Motango wechselt ein Spieler, der nur wenig zum Zug kam, in die Oberliga zum SV Wilhelmshaven. Dorthin wechselte mit Milot Ademi im Sommer ebenfalls ein junger Spieler, der sich bei den Rot-Weißen nicht durchsetzen konnte. Der Vertrag mit Abwehrspieler Dominic Duncan wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, sein Ziel ist noch unbekannt.

Verstärkt wird das Team durch Tino Kaufmann, der vom VfB Stuttgart ausgeliehen wurde. Dort sammelte er zuletzt nur wenig Spielpraxis in der 3. Liga bei der U23. Zuvor wurde er mehrere Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von RB Leipzig ausgebildet.

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