Sportlerin der Woche
: Handballerin Dajana Schnabel vom FHC – „Aufgeben ist keine Option“

Dajana Schnabel vom Frankfurter HC ist MOZ-Sportlerin der Woche. Im Sieger-Interview spricht die Handballerin des FHC über ihren Ehrgeiz, ihr Vorbild und ihre Ziele für die Saison 2023/24 der 3. Liga Nord-Ost.
Von
Hubertus Rößler
Frankfurt (Oder)
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Dajana Schnabel (links) spielt für den Frankfurter HC in der 3. Handball-Liga Nord-Ost. Wie hier beim letzten Spiel der Hinrunde der Saison 2023/24 beim SV Grün-Weiß Schwerin mit Charlotte Zufelde und Hannah Jantzen (rechts) verlor der FHC allerdings schon sechs der zwölf Partien.

Michael Benk

Dajana Schnabel steht mit dem Frankfurter HC nach der Hinrunde der Saison 2023/24 auf Platz 7 der 3. Liga Nordost. Die Rückraumspielerin steht seit 2019 für den FHC auf der Platte und besucht die Sportschule Frankfurt (Oder).

Im Interview verrät Dajana Schnabel, wer ihr Vorbild ist und was sie sich in dieser Saison für Ziele gesetzt hat. Außerdem spricht die 17-Jährige über ihre Motivation und den Aufwand, den sie für ihren Sport betreibt.

Frau Schnabel, warum ist Handball für Sie der schönste Sport der Welt?

Dajana Schnabel: Handball ist eine schnelle, intensive Sportart, es geht hin und her. Es ist mit die härteste Mannschaftssportart und es gibt oft was auf die Knochen, aber ich liebe diesen Sport.

Haben Sie ein Vorbild?

Jim Gottfridsson, ein schwedischer Rückraumspieler. Seine Art Handball zu spielen imponiert mir. Er verkörpert eine Kämpfernatur: Niemals aufgeben, kämpfen und alles geben, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint. Er macht immer weiter, das versuche ich auch in mein Spiel zu übertragen. Aufgeben ist keine Option.

Seit wann üben Sie Ihren Sport schon aus?

Ich bin mit knapp neun Jahren zum Handball gekommen und finde diesen Sport weiterhin faszinierend. Meine Klassenkameradin Gina spielte Handball und dann dachte ich mir nach einiger Zeit: Probierst du das doch auch mal aus. Es hat mir gefallen und so bin ich immer noch dabei. Aber auch Gina ist weiterhin dabei, was mich natürlich sehr freut.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mal keine Lust zum Training haben?

Das kann schon mal vorkommen, dass man keine Lust hat. Aber sobald man auf der Platte steht, ist der Gedanke auch schnell wieder vorbei, dann zählt nur eins: Arbeiten! Und wenn man seine Mitspieler sieht, dann wird ein kleiner Spaß gemacht und vieles ist wieder gut.

Hören Sie beim Training Musik und wenn ja, haben Sie einen Lieblings-Soundtrack?

Beim Training direkt hören wir keine Musik, aber bei den Auswärtsfahrten ist die Box öfter an. Da hören wir aber alles, was so gerade angesagt ist. Aber auch ältere Sachen werden gespielt. Da sind wir offen, jeder Wunsch wird dann auch erfüllt.

Wie viele Stunden in der Woche treiben Sie Sport?

Zwölf Stunden sollten da schon zusammen kommen, dazu die Ligaspiele am Wochenende. Volles Programm, aber mir macht es weiterhin Spaß und gebe für den Verein alles.

Was sind Ihre sportlichen Ziele?

Der Aufstieg in die 2. Liga war vor der Saison mein Ziel – genau wie von der Vereinsseite. Leider hat das Verletzungspech bei uns zugeschlagen, es fehlen wichtige Aufbauspieler unseres Teams. Aber uns haben auch Abgänge vor der Saison jetzt in eine Situation gebracht, in der wir noch stärker zusammenhalten müssen. Unser Kader ist sehr jung, dementsprechend auch noch im Frauenbereich unerfahren. Aber wir haben uns Stück für Stück gesteigert. Natürlich gibt es immer mal wieder kleine Aussetzer, die man diesem jungen Team auch zugestehen sollte. Unser Minimalziel ist deshalb der 7. Platz, sodass wir nichts mit eventuellen Abstiegsspielen zu tun haben. Wir versuchen trotzdem weiterhin anzugreifen, auf jedes Spiel neu zu fokussieren und dann mal schauen, was nach oben noch möglich ist. Spätestens nächstes Jahr soll dann der Aufstieg in die 2. Bundesliga folgen.

Sie laufen auch noch für den Nachwuchs des FHC auf. Wie lauten dort die Ziele in dieser Saison?

Mit der die A-Jugend sind wir in der Meisterrunde, bei der die besten 16 Teams Deutschlands mitspielen. Dort wollen wir an den erfolgreichen 3. Platz im Vorjahr anknüpfen. Wir haben ein gutes Team zusammen, das Final Four wäre eine tolle Sache und wieder ein Riesenerfolg. Dafür werden wir alles geben und versuchen, den FHC gut zu vertreten. Denn es spricht sich herum, wenn man gute Jugendarbeit macht.

So schlagen Sie Kandidaten vor: Die Auswahl der Kandidaten übernimmt die Sportredaktion. Wir freuen uns aber über Ihre Vorschläge. Schicken Sie diese per E-Mail an sport@moz.de – es wäre nett, wenn Sie eine kurze Begründung, eine Altersangabe und wenn möglich auch ein Foto des Sportlers/der Sportlerin hinzufügen.