Trauerfeier für Hans Oertwig: Bewegende Beerdigung von Trainerlegende aus Berlin

Bei der Beisetzung von Trainer-Legende Hans Oertwig erwiesen mehrere Hundert Menschen ihm die letzte Ehre. Im Fokus stand dabei vor allem auch seine Mission: der Fußball.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Über 300 Trauernde verabschiedeten Trainerlegende Hans Oertwig in Berlin-Spandau.
- Oertwig starb am 15. Januar 2026 nach schwerer Krankheit.
- Beerdigung auf dem Friedhof „In den Kisseln“; Kapelle zu klein für alle Gäste.
- Ehemalige Spieler trugen den Sarg; Enis Djerlek brachte einen Fußball ans Grab.
- Oertwig trainierte u. a. Spandauer SV, Spandauer BC, Füchse, Altlüdersdorf, Oranienburg, Hennigsdorf, BSC Süd 05.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Himmel über Spandau war verhangen, feiner Regen lag in der Luft, als sich am Donnerstag mehr als zahlreiche Wegbegleiter auf dem Friedhof „In den Kisseln“ versammelten. Sie kamen, um Hans Oertwig die letzte Ehre zu erweisen – einem Trainer, der über Jahrzehnte Spuren im Berliner und Brandenburger Fußball hinterlassen hat. Über 300 Menschen begleiteten Oertwig auf seinem letzten Weg, viele mussten draußen stehen, weil die Kapelle nicht alle fassen konnte.
Oertwig war am 15. Januar 2026 nach schwerer Krankheit gestorben. Dass sein Tod die Region bewegt, zeigte sich an der großen Anteilnahme. Neben Familie und engen Freunden standen frühere Spieler, Vereinsvertreter und Trainerkollegen dicht gedrängt beieinander. Man kannte sich, man nickte sich zu, manche umarmten sich wortlos. Es war ein stilles, geschlossenes Bild – geprägt von Respekt. Einige seiner ehemaligen Spieler trugen den Sarg ihres einstigen Trainers.
Enis Djerlek trug das Symbol für Hans Oertwig bis zum Grab
Über Jahre hatte Oertwig zahlreiche Mannschaften betreut, vor allem im Amateurbereich. Besonders in Brandenburg prägte er mehrere Stationen nachhaltig. Mit Akribie, klarer Ansprache und einem feinen Gespür für Kabine und Kader führte er Teams nach oben oder stabilisierte sie in schwierigen Phasen. Weggefährten beschrieben ihn als fordernd, aber verlässlich – einen, der Haltung zeigte und diese auch einforderte.
Ein bewegender Moment spielte sich am Grab ab: Sein langjähriger Vertrauter Enis Djerlek trug einen Fußball in den Händen. Dieses Bild stand sinnbildlich für Oertwigs Leben. Der Sport war für ihn nie nur Beruf, sondern Mittelpunkt. Selbst als ihn die Krankheit sichtbar zeichnete, blieb er interessiert, tauschte sich aus, verfolgte Spiele, plante gedanklich weiter. Djerlek sagte im Nachgang: „Der Fußball war seine Mission. Und die hat er nun beendet.“
Oertwigs Laufbahn begann in Berlin beim Spandauer SV, später beim Spandauer BC und den Füchsen Berlin. Dann zog es ihn nach Brandenburg, wo er den SV Altlüdersdorf, den Oranienburger FC Eintracht, FC 98 Hennigsdorf und den BSC Süd 05 trainierte. Noch im vergangenen Jahr hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen müssen. Zwei Abschiedsspiele im Frühjahr gaben ihm jedoch die Gelegenheit, sich noch einmal von „seinem“ Fußball zu verabschieden. Nun endete dieser Weg in seiner Heimat in Berlin-Spandau.

Nicht alle der über 300 Gäste fanden in der Kapelle des Friedhofs In den Kisseln in Berlin-Spandau Platz. Trainer-Legende Hans Oertwig wurde würdevoll in seiner Heimat beerdigt.
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