über das Aus von Alexander Zverev: Turnier lässt hoffen

Philipp Kaiser
Gerrit Freitag/MOZAm Ende war im Halbfinale von Melbourne der Österreicher Dominic Thiem der etwas bessere und vielleicht auch glücklichere Spieler. Es war wunderbar zu sehen, wie sich die beiden Kumpels nach dem Matchball in den Armen lagen.
Es war ein Duell auf Augenhöhe, und in diesen entscheiden nur wenige Punkte. Wie im dritten Satz, als Thiem mit zwei gleichsam mutigen wie wundersamen Gewinnschlägen zwei Satzbälle des Deutschen abwehrte.
Zverev sollte Mut schöpfen aus seiner Vorstellung in Melbourne, die nach seinen verheerenden Leistungen, wie er es auch selber fand, im Vorfeld wohl niemand erwartet hätte. Plötzlich kann er sich wieder auf seinen Aufschlag verlassen, die desaströsen Doppelfehler gehören erst mal der Vergangenheit an, auch wenn er gerade im entscheidenden Tiebreak mit einem unfassbaren Aussetzer den Ball beim zweiten Aufschlag drei Meter ins Aus setzte.
Für Thiem aber geht die Reise weiter – und es wartet wohl die größte Herausforderung, die es derzeit im Tennis gibt. Novak Djokovic aus Serbien hat in diesem Jahr noch kein Spiel verloren. Er hat einen Tag mehr Pause, was in diesem kräftezehrenden Sport schon von Bedeutung ist.