über den Sportmarathon bei ARD und ZDF
: Bis zum Abwinken

Die Wintersport-Saison ist wieder in vollem Gange – Grund genug für ARD und ZDF, ihr Programm vor allem am Wochenende komplett umzuwerfen.
Von
Phillipp Kaiser
Frankfurt (Oder)
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Philipp Kaiser

Gerrit Freitag

Jeweils abwechselnd berichten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender den gesamten Vor- und Nachmittag über das Geschehen auf Eis und Schnee. Dauerberieselung für den Zuschauer, sei es, nehmen wir dieses Wochenende beim ZDF,  Biathlon aus Östersund, Skilanglauf aus Lillehammer und Skispringen der Männer aus dem russischen Nischni Tagil.

Das gefällt dem Sportfan natürlich, aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, die den Leibesertüchtigungen auf Schnee und Eis wenig abgewinnen können. Die schauen in die Röhre. Kein Bares für Rares oder gar Kultur, nur Zeiten, Platzierungen und von mehr oder weniger objektiven Reportern samt illustrer Experten vermittelte Spannung. Was wird aus Biathlon ohne Laura Dahlmeier, warum zum Teufel rodeln die Rodler hinterher in dieser ureigenen deutschen Sportart? Wir bekommen es erklärt.

Dazu Flash-Interviews mit wirklich sympathischen Sportlern, die nicht so glattgebügelt wirken wie die Fußball-Profis, die allesamt offenbar ein Interview-Seminar bestritten haben. Doch bei aller Sympathie, die ich dem Sport gegenüber habe. Es ist zu viel – und spätestens im Februar kann ich Skier, Bobs und Schlittschuhe nur noch schwerlich ertragen.