über die zahllosen Spiele der Handballer
: Idiotische Terminhatz

Es ist verrückt. Am Sonntag bestritten Spanien und Kroatien in Stockholm das Endspiel um die Handball-Europameisterschaft, jetzt geht für die Spieler der Meisterschaft zumindest in der deutschen Bundesliga wieder los.
Von
Philipp Kaiser
Frankfurt (Oder)
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Philipp Kaiser

Gerrit Freitag/MOZ

Die Terminhatz ist gewollt. Die Bundesliga weigert sich auch aus finanziellen Gründen, die Teams von 18 auf 16 zu reduzieren. Der europäische und der Weltverband verharren auf internationale Meisterschaften jeweils im Zweijahresrhythmus. Ach ja: Ab Juli findet in Tokio noch das olympische Turnier statt, für das sich mit wenigen Ausnahmen wie Weltmeister Frankreich und Europameister Dänemark noch die europäische Creme de la Creme erst noch qualifizieren muss. Das bedeutet für die deutschen Spieler: noch drei Spiele im April. Man kann sich vorstellen, in welch Zustand sie, falls sie sich denn qualifizieren, zum Saisonhöhepunkt sich einfinden.

Es ist natürlich sehr schwierig, die Terminhatz einzudämmen, weil ureigene Interessen jedes eigene Spiel und Turnier verteidigen. Doch die Spieler, sie sind die wahren Betroffenen, müssten sich endlich aufraffen, um mit einer Stimme dagegen anzugehen. Ihr Körper, und das zeigen die vielen Verletzungen, ist davon am meisten betroffen.