Union Berlin
: Feuerzeugwurf-Prozess – FCU bekommt Hilfe vorm Bundesgericht

Entscheidende Woche im Feuerzeug-Urteil gegen den 1. FC Union Berlin: Die Eisernen kämpfen gegen den Punktverlust aus dem Spiel gegen VfL Bochum.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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Patrick Drewes

Torhüter Patrick Drewes vom VfL Bochum hatte im Spiel beim 1. FC Union Berlin ein Feuerzeug an den Kopf bekommen. Das DFB-Sportgericht annullierte das 1:1 und wertete das Spiel mit 2:0 für die Gäste.

Andreas Gora/dpa
  • Union Berlin kämpft gegen Punktverlust im Feuerzeugwurf-Prozess.
  • Spiel gegen Bochum 2:0 gewertet, Union legte Einspruch ein.
  • Holstein Kiel und St. Pauli unterstützen Union.
  • Union fordert ein Wiederholungsspiel.
  • Entscheidung des DFB-Bundesgerichts im Februar erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der entscheidenden Woche des Feuerzeug-Urteils gegen den 1. FC Union Berlin steht die Frage: Können die Eisernen in der Berufungsverhandlung vor dem DFB-Bundesgericht den Punktverlust aus dem Spiel gegen den VfL Bochum verhindern?

Beim 1:1 gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf war Bochums Keeper Patrick Drewes im Berliner Stadion an der Alten Försterei von einem Feuerzeugwurf aus dem Fanblock des 1. FC Union getroffen worden. Das DFB-Sportgericht entschied, die Partie als 2:0 für die Gäste aus dem Ruhrgebiet zu werten. Ein Urteil, das in der Fußball-Republik kontrovers diskutiert wird. Union-Präsident Dirk Zingler wetterte gegen den DFB, der Verein legte Einspruch ein und hat noch bis zum 3. Februar eine Frist, um die Berufung schriftlich zu begründen.

Union Berlin: Kiel und St. Pauli legten ebenfalls Berufung ein

Gleichzeitig hat sich ein Bündnis aus dem Tabellenkeller der Bundesliga formiert. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass neben Union auch Holstein Kiel und der FC St. Pauli Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts eingelegt haben. Sie eilen den Eisernen damit vor dem Bundesgericht zu Hilfe. Damit setzen sie sich gemeinsam gegen die Spielwertung des Skandalspiels zwischen Union und Bochum zur Wehr. Das ist sicher nicht uneigennützig: Im Abstiegskampf wollen die Vereine offenkundig verhindern, dass der derzeitige Tabellenletzte Bochum mit zusätzlichen zwei Punkten wieder Anschluss gewinnt.

Die beiden Nordvereine haben nun zwei Wochen Zeit, um ihre Berufung schriftlich zu untermauern. Das DFB-Bundesgericht wird anschließend entscheiden, ob das Verfahren schriftlich oder in einer mündlichen Verhandlung weitergeführt wird. Der FC St. Pauli äußerte gegenüber „Bild“, dass die Wertung des Spiels mit 0:2 als fehlerhaft erachtet wird, da sie nicht den Vorgaben der Rechts- und Verfahrensordnung entspreche.

Union Berlin plädiert für ein Wiederholungsspiel

Union Berlin arbeitet derzeit an der Formulierung ihrer Berufungsbegründung. Der Klub plant demnach, die Frist bis zum 3. Februar voll auszuschöpfen, um eine möglichst erfolgversprechende Argumentation zu präsentieren. In diesem Zusammenhang analysieren die Verantwortlichen frühere DFB-Urteile, die in der Entscheidung gegen Union eine Rolle spielten.

Das Unverständnis bei den Berlinern ist groß, da das Gericht zunächst einen Schiedsrichterfehler feststellte, die Partie jedoch trotzdem umwertete. Aus Sicht von Union wäre bei einem bestätigten Schiedsrichterfehler ein Wiederholungsspiel die angemessene Konsequenz.

Auch der FC St. Pauli warnte vor einem Präzedenzfall, bei dem Gerichte die Entscheidungen von Schiedsrichtern durch eigene Erwägungen ersetzen. Sollte das Gericht die Schiedsrichterentscheidung als fehlerhaft ansehen, wäre ein Wiederholungsspiel die richtige Maßnahme. Es wird erwartet, dass das Berufungsverfahren Mitte Februar stattfindet, einen genauen Termin hat das DFB-Bundesgericht noch nicht mitgeteilt.