Union Berlin
: Jubel und Tränen nach Klassenerhalt – Dank an Urs Fischer

Was für eine Erleichterung bei Union Berlin über den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Nach dem Sieg gegen den SC Freiburg fließen die Tränen.
Von
Frank Noack,
Jan Lehmann
Berlin
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Co Trainer Sebastian B?nig, Robin Gosens, Unionspieler jubeln beim Schlu?pfiff, Klassenerhalt geschafft / / Fu?ball Fuss: Co Trainer Sebastian B?nig, Robin Gosens, Unionspieler jubeln beim Schlu?pfiff, Klassenerhalt geschafft / / Fu?ball Fussball / Bundesliga Herren DFL / 34. Spieltag Saison 2023/2024 / 18.05.2024 / 1.FC Union Berlin FCU vs. SC Freiburg SCF / DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. / *** Co-coach Sebastian B?nig, Robin Gosens, Union players cheer at the final whistle, relegation playoffs achieved Sport Fu?ball Fu?ball Bundesliga Herren DFL 34 Spieltag Saison 2023 2024 18 05 2024 1 FC Union Berlin FCU vs SC Freiburg SCF DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video

Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga: Robin Gosens und Co-Trainer Sebastian Bönig sind nach dem Schlusspfiff überwältigt von den Emotionen.

Imago/Oliver Behrendt

Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme in Berlin-Köpenick. Der 1. FC Union sicherte sich mit einem Tor in der Nachspielzeit beim 2:1 (0:0)-Sieg gegen den SC Freiburg am letzten Spieltag doch noch den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Und das alles am Ende einer Spielzeit 2023/24, die laut Kapitän Christopher Trimmel „eine Saison zum Vergessen“ war.

Danach flossen nicht nur bei Co-Trainerin Marie-Louise Eta die Tränen. Auch Robin Gosens wurde von seinen Gefühlen übermannt und fiel allen möglichen Leuten um den Hals. Die Fans feierten die Mannschaft für eine große Willensleistung, nachdem sie in den vergangenen Wochen immer tiefer in den Abstiegsstrudel gerutscht war. Und auch Ex-Trainer Urs Fischer bekam an diesem denkwürdigen Samstag noch einmal einen besonderen Dank.

Reaktionen der Trainer von Union Berlin und SC Freiburg

Marco Grote (Union Berlin): „Es war ein sehr intensives und umkämpftes Spiel. Am Ende war es dann die Alte Försterei, es war Union Berlin, es war eine besondere Dramaturgie, als der Abpraller reinging. Es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl. Ich freue mich für die vielen Menschen, die gebangt und gezittert haben. Es war eine krasse Stimmung. Jetzt fällt viel Druck ab.“

Christian Streich (SC Freiburg): „Herzlichen Glückwunsch an Union Berlin. Sie waren maximal unter Druck und haben es geschafft, das Spiel zu gewinnen und in der Klasse zu bleiben. Wir waren nicht in der Lage, im letzten Spiel noch einmal die Energie zu bündeln, um in den Europapokal zu kommen. Für mich ist dieser letzte Tag als Trainer eine persönliche Enttäuschung. Ich bin enttäuscht über mich selbst.“

Stimmen von Union Berlin

Dirk Zingler (Präsident): „Der Verein spielt seit über 100 Jahren Fußball in diesem Stadion. Das ist die Kraft dieser Region. Ich bin so glücklich, dass wir es den Menschen zurückgeben konnten. Und für meine Mitarbeiter freue ich mich sehr. Ich grüße Urs in Zürich, danke Urs. Danke Nenad Bjelica und danke Marco Grote. Alle haben so viel reingehauen. Jetzt werde ich mich erstmal volllaufen lassen, mit meinen Freunden, meiner Familie, und allen, die hier mitgewirkt haben.“

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Profifußball): „Die ganzen Wochen, die sind Wahnsinn. So eine Geschichte, das hätte alles gepasst mit den beiden verschossenen Elfmetern. Aber jetzt ist einfach Freude. Die sollen heute feiern, aber ich gehe heute Abend nach Hause. Ich bin so leer.“

Christopher Trimmel (Kapitän): „Die letzten Wochen waren schlecht. Das geht in dem Verein nur mit so einer Fanszene. In Köln gab es ein paar bestimmte Dinge, die nicht Union-like waren. Das haben wir klar angesprochen. Es hat geknallt, aber es war nicht respektlos, sondern sachlich. Das ist eine Saison zum Vergessen, obwohl wir die Klasse gehalten haben. Ich hoffe, dass wir die Saison gut analysieren und die Lehren daraus ziehen.“

Benedict Hollerbach (Torschütze zum 1:0): „Den Ball wollte ich genau so schießen, einfach draufhauen aufs Tor, am besten hart mit dem Vollspann. Dass der Ball dann so reinfliegt, ist natürlich auch etwas Glück.“

Janik Haberer (Torschütze zum 2:1): „Ich treffe den Ball zum Glück sauber, dann geht er rein. Ich bin jetzt mental platt, ich glaube, das drückt es ganz gut aus. Es waren so schwierige Wochen. Wir sind trotzdem auch stolz, dass wir in so einer K.o.-Woche alle nochmal zusammengeholt haben. Die Fans haben uns kein Spiel in dieser Saison ausgepfiffen, obwohl sie es hätten machen können.“

Tabelle der Fußball-Bundesliga mit Union Berlin