Union Berlin
: Kapitän Trimmel über einen Tiefpunkt und Neustart unter Trainerin Eta

InterviewChristopher Trimmel von Union Berlin spricht über die Niederlage gegen Wolfsburg. Trimmel begründet, warum es trotzdem eine gute Woche mit Cheftrainerin Marie-Louise Eta war.
Von
Frank Noack
Berlin
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DEU, DFL, 1. FBL, 1.FC Union vs. VfL Wolfsburg, / 18.04.2026, Stadion Alte Foersterei, Berlin, DEU, DFL, 1. FBL, 1.FC Union vs. VfL Wolfsburg, im Bild: Cheftrainer Marie-Louise Eta 1.FC Union Berlin, Christopher Trimmel 1.FC Union Berlin 28, Cheftrainer Dieter Hecking VfL Wolfsburg DFL - regulations prohibit any use of Photographs as image sequences and/or quasi-video *** DEU, DFL, 1 FBL, 1 FC Union vs VfL Wolfsburg, 18 04 2026, Stadion Alte Foersterei, Berlin, DEU, DFL, 1 FBL, 1 FC Union vs VfL Wolfsburg, in the picture head coach Marie Louise Eta 1 FC Union Berlin , Christopher Trimmel 1 FC Union Berlin 28 , head coach Dieter Hecking VfL Wolfsburg DFL regulations prohibit any use of Photographs as image sequences and or quasi video nordphotoxGmbHx/xEngler nph00076

Kapitän Christopher Trimmel und die neue Cheftrainerin Marie-Louise Eta kassierten mit dem 1. FC Union Berlin eine Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg.

Imago/Nordphoto

Aus dem erhofften Traumeinstand der neuen Cheftrainerin Marie-Louise Eta in der Fußball-Bundesliga bei Union Berlin wurde nichts. Die Eisernen kassierten eine 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg. Kapitän Christopher Trimmel attestiert der Mannschaft trotzdem eine ordentliche Leistung. „Die Art und Weise war heute echt in Ordnung“, findet Trimmel.

Im Mixedzonen-Gespräch mit den Reportern begründet Christopher Trimmel seine positive Sicht auf das erste Spiel unter der neuen Cheftrainerin Marie-Louise Eta. Der 39-jährige Abwehrspieler spricht außerdem über den Einstand von Eta und den kürzlichen „Tiefpunkt“ gegen Heidenheim.

Christopher Trimmel über die Gründe für die Niederlage gegen Wolfsburg: „6:5 Torschüsse für uns – das sagt viel aus. Wenn du über 90 Minuten nur fünf Torschüsse zulässt, hast du defensiv eigentlich überragend gearbeitet. Trotzdem hat Wolfsburg zwei Tore gemacht. Man muss defensiv wahrscheinlich noch wacher agieren, weil Fakt ist: Wir haben es ihnen doch zu einfach gemacht. Beim ersten Tor ist das Zentrum offen. Und dann nimmst du dir in der zweiten Halbzeit viel vor und bekommst gleich noch ein Tor.“

Christopher Trimmel über die positiven Dinge in diesem Spiel: „Wir sind trotz der Gegentore drangeblieben. Ich glaube, wenn du 26-mal aufs Tor schießt oder versuchst, aufs Tor zu schießen, hast du viel richtig gemacht. Die Art und Weise war heute echt in Ordnung. Trotzdem müssen wir ein paar Inhalte besser umsetzen.“

Christopher Trimmel über den Effekt des Trainerwechsels: „Beim Trainerwechsel werden die Karten neu gemischt. Viele Spieler, die hinten dran waren, haben dann mehr Selbstvertrauen, es kommt neue Energie auf den Platz. Mir war heute wirklich die Art und Weise sehr, sehr wichtig, weil die Leistung in Heidenheim schon alarmierend war – so ehrlich muss man sein. Aber heute war die Art und Weise wirklich gut. Die zwei Gegentore tun trotzdem weh, der Rest war in Ordnung.“

Christopher Trimmel über die Änderungen unter Marie-Louise Eta: „Es ist normal, dass eine neue Trainerin andere Inhalte trainieren lässt. Wir haben auch einen anderen Matchplan gehabt. Das ist selbstverständlich. Mit neu gemischten Karten meine ich auch, dass du eine Woche trainiert hast und keiner wusste, wer spielt. Jeder konnte sich neu präsentieren. Deshalb war es eine gute, positive Woche.“

Trimmel lobt die neue Trainerin Marie-Louise Eta

Christopher Trimmel über den Trainerwechsel bei Union Berlin: „Ein Trainerwechsel bedeutet auch immer: Die Mannschaft hat es nicht gut gemacht. Ich glaube schon, dass wir uns auch in der Verantwortung gesehen haben, dass das passiert ist. Ein Trainerwechsel ist nie schön. Trotzdem war es gut, dass sich der Trainer noch verabschieden und noch einmal Worte an uns richten konnte. Das war gut und wichtig für die Mannschaft. Danach gab es den Neuanfang.“

Christopher Trimmel über die ersten Trainingstage mit Marie-Louise Eta: „Für sie war es natürlich schwierig, in drei, vier Tagen die neuen Inhalte so reinzubekommen, dass du gleich alles umsetzen kannst. Das ist logisch. Das wäre für jeden Trainer schwierig gewesen. Trotzdem haben wir einen ordentlichen Matchplan gut umgesetzt. Wir konnten mit dem einen oder anderen Spielzug den Gegner überraschen und überspielen. Das war positiv, da  müssen wir dranbleiben.“

Christopher Trimmel über die sportlichen Sorgen von Union Berlin: „Die gesamte Saison ist ein Auf-und-Ab. Wir hatten zwar auch sehr gute Spiele dabei. Freiburg zum Beispiel war ein gutes Spiel mit Viererkette. Da standen wir stabil und haben gemeinsam verteidigt. Und dann gab es aber immer wieder Spiele wie gegen Mönchengladbach oder in Heidenheim, in denen wir uns komplett anders präsentiert haben. Das ging gefühlt schon die ganze Saison so – nur, dass wir in der Hinrunde die Punkte geholt haben. In der Rückrunde haben dagegen die Punkte gefehlt und dann wird es natürlich immer dünner. Das ist nicht ideal, weil der Druck größer wird.“

Christopher Trimmel über das Spiel bei RB Leipzig am Freitag: „Wie gesagt: Heidenheim war leider der Tiefpunkt, weil die Art und Weise nicht gestimmt hat und wir auch in der Höhe verdient verloren haben. Es schmerzt und tut weh, weil wir uns viel mehr vorgenommen haben. Aber jetzt müssen wir schauen, dass wir es positiv bestreiten. Wir haben jetzt ein schwieriges Spiel in Leipzig vor uns.“