Union Berlin: Lob von Trimmel – worüber sich der Kapitän „irrsinnig“ freut

Union-Kapitän Christopher Trimmel (l., hier mit Yorbe Vertessen) lobt das Team nach dem Sieg in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen.
Imago/Uwe KochDas war eine erfolgreiche Premiere für den 1. FC Union Berlin. Beim 2:1-Heimsieg in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen präsentierten sich die Eisernen aus Köpenick erstmals in einem leicht veränderten Offensivsystem.
Yorbe Vertessen und Mikkel Kaufmann bildeten das neue Sturmduo. Dahinter wirbelte Brenden Aaronson und lieferte das beste Spiel seit dem Wechsel zum FCU im vergangenen Sommer ab. Vertessen traf kurz nach der Halbzeitpause zum 1:0 (50. Minute). Anschließend erhöhte Aaronson nach feinem Doppelpass mit Vertessen auf 2:0 (52.). Fazit: System probiert – System funktioniert.
Union Berlin dank neuem System erfolgreich – Kapitän Trimmel freut's
Lob gab es deshalb anschließend auch von Kapitän Christopher Trimmel in Richtung der neu formierten Offensive. „Das freut mich irrsinnig für sie. Speziell für die Torschützen, das gibt Selbstvertrauen in der Offensive“, erklärte Trimmel: „Wir wissen ja, dass wir aktuell und auch in den vergangenen Wochen viele Chancen brauchen. Das ist aber normal, weil die Jungs auch viel nach hinten arbeiten. Umso schöner ist es dann natürlich, wenn es funktioniert.“
In der Tat ging die leichte Umstellung des 3-4-3-Systems von Trainer Nenad Bjelica voll auf. Vor allem die beiden Torschützen Yorbe Vertessen und Brenden Aaronson sorgten mit ihrer Schnelligkeit für viele Überraschungsmomente im Offensivspiel von Union Berlin.
„Wir wollten mit Brenden und Yorbe zwei Spieler aufstellen, die auf engstem Raum etwas machen können“, erklärte Bjelica seine taktische Idee, mit der die Eisernen letztlich einen wichtigen Heimsieg auf dem Weg zum Klassenerhalt erkämpften und auch erspielten.
Union Berlin bezwingt Werder: Brenden Aaronson als Matchwinner
Vor allem Brenden Aaronson avancierte zum Matchwinner. Der US-Amerikaner – im Sommer von Leeds United aus der Premier League ausgeliehen – brauchte eine lange Anlaufzeit. Die vielen Niederlagen im Herbst hatten am Selbstvertrauen des Nationalspielers gezehrt.
Nun aber kommt Aaronson in Köpenick immer besser in Schwung. „Ich habe mich auf dieser Position zwischen den Linien sehr wohlgefühlt. Es ging darum, die freien Räume zu finden. Es hat sich für mich einfach richtig gut angefühlt. Das ist die Position, auf der ich in meiner ganzen Karriere gespielt habe“, bilanzierte er nach dem Sieg gegen Bremen.
Das persönliche Fazit von Brenden Aaronson: „Ich hatte schon einige gute Spiele für Union Berlin. Aber das war wahrscheinlich meine kompletteste Leistung. Ich durfte von Anfang an spielen, das hilft mir wirklich für mein Selbstvertrauen. Ich habe mich sehr gut gefühlt.“

